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Sohn soll Mutter getötet haben
Nach Tötungsdelikt in Höchstadt: Das ist bisher bekannt
Höchstadt Tötungsdelikt
In diesem Haus im Norden Höchstadts soll die Tat sich ereignet haben. Am Tag danach lässt nichts auf das Grauen schließen, das sich hinter verschlossenen Türen abgespielt hat. // Foto: Andreas Dorsch
Höchstadt a. d. Aisch – Ein Notruf führt am Montagabend zu einem erschütternden Fund in Höchstadt: Eine 69-jährige Frau ist tot, ihr Sohn der Tatverdächtige. Was die Polizei weiß – und welche Fragen bisher offen bleiben.

Es ist ruhig in dem Neubaugebiet im Höchstadter Norden. Hübsche Einfamilienhäuser reihen sich aneinander, auf den Autos liegt teils noch Schnee. Nichts lässt darauf schließen, was hier vor wenigen Stunden passiert ist – bis auf einen kleinen Aufkleber an der grauen Haustür eines gepflegten Häuschens, in dessen Garten ein Bäumchen mit roten Kugeln letzte Feiertagsstimmung verströmt. Noch vor wenigen Stunden hat Blaulicht die Straße erfüllt, nun herrscht hier Stille, die Rollos sind heruntergelassen. Zurück bleiben neben dem Schock mehr Fragen als Antworten.

Tötungsdelikt in Höchstadt: Sohn soll Mutter getötet haben

Am Montagabend, 5. Januar, war gegen 19.30 Uhr aus der Straße „An der Lehmgrube“ ein Notruf bei der Polizei eingegangen. Dort angekommen fanden Beamte eine tote 69-Jährige, noch vor Ort wurde ihr 44-jähriger Sohn festgenommen. „Für uns ist anhand der Spurenlage und Auffindesituation klar, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelt“, sagt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Mittelfranken am Dienstagmittag auf Nachfrage von fraenkischertag.de.

Der Tatort, ein Wohnhaus im Höchstadter Norden, wurde von der Kriminalpolizei versiegelt. Am Montag, 5. Januar, kam eine 69-Jährige in Höchstadt ums Leben. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus.
Ein Siegel verschließt die Haustür. Die Kriminalpolizei Erlangen hat die Ermittlungen aufgenommen. // Foto: Andreas Dorsch

Von einem Unfall könne man nicht ausgehen. Genauere Informationen zum Tathergang sollen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht werden. Klar sei jedoch, dass nie eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden habe. 

Motiv laut Polizei bisher nicht klar

Wie ein Nachbar berichtet, hätten Mutter und Sohn zu zweit in dem Einfamilienhaus gelebt. Der Sohn sei bei Eintreffen der Polizei noch im Haus gewesen. „Wir sind direkt davon ausgegangen, dass er der Tatverdächtige ist“, sagt die Polizeisprecherin weiter. Zu möglichen Motiven gibt es bisher keine Erkenntnisse. Der 44-Jährige soll noch am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden. 

Der Notruf sei von einer dritten Person abgesetzt worden. Auch ihre Identität bleibt zunächst ein Geheimnis, ebenso das Verhältnis, in dem sie zum Opfer und dem mutmaßlichen Täter gestanden hat. „Wir wollen die Person schützen“, erklärt die Polizeisprecherin. 

Die Mordkommission der Erlanger Kriminalpolizei habe inzwischen die Ermittlungen übernommen. Nachbarn berichten, dass die Arbeit der Polizei am Haus noch in der Nacht abgeschlossen worden sei. Ziel der weiteren Ermittlungen sei es, die Hintergründe sowie den Tatablauf zu klären, heißt es in der Mitteilung der Polizei. 

 

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