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Eltern sind verunsichert
Schüler in Höchstadt angesprochen: Was die Polizei nun rät
Wieder einmal sollen in Höchstadt Kinder von einem Unbekannten angesprochen sein. Die Polizei ermittelt - und gibt Sicherheitstipps.
Wieder einmal sollen in Höchstadt Kinder von einem Unbekannten angesprochen sein. Die Polizei ermittelt - und gibt Sicherheitstipps. // Foto: New Africa, adobe stock
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Höchstadt – Höchstadt in Sorge: Kinder berichten von einem verdächtigen Unbekannten in einem Van. Die Polizei ermittelt und gibt 15 wertvolle Tipps für mehr Schulweg-Sicherheit.

In den vergangenen Tagen meldeten sich besorgte Eltern bei der Polizeiinspektion Höchstadt und gaben an, ihre Kinder wären von einem Unbekannten in verdächtiger Art und Weise angesprochen worden.  Zwei Vorfälle sollen sich am 19. September in der Kellerstraße und am 24. September in der Albrecht-Dürer-Straße ereignet haben.

Die Kinder wären jeweils unter einem Vorwand durch einen Fremden angesprochen worden, woraufhin diese sich entfernten und ihre Eltern informierten. Die betroffenen Kinder gaben an, aus einem dunklen beziehungsweise weißen Van angesprochen worden zu sein. Weitere Hinweise, die zur Ermittlung der Fahrzeuge führen könnten, liegen nicht vor, schreiben die Beamten.

Polizei Höchstadt ermittelt - Zeugen gesucht

Die örtlich zuständige Polizeiinspektion ermittelt in diesen Fällen und hat bereits Kontakt mit der Schulleitung der betroffenen Kinder aufgenommen. Darüber hinaus wurden die eingesetzten Beamten sensibilisiert und überwachen aufgrund der verständlichen Besorgnis der Eltern präventiv die betreffenden Bereiche.

Die Vorfälle wurden ausführlich in sozialen Netzwerken und Whatsapp-Gruppen thematisiert. Hiervon rät die Polizei dringend ab, da hierdurch weder der Verbreitungsgrad noch der Inhalt weiterer Verbreitungsnachrichten bestimmbar ist. Hinweise und Beobachtungen werden durch die Polizeiinspektion Höchstadt unter der Rufnummer 09193/63940 entgegengenommen. 

Wichtige Verhaltensregeln: Das rät die Polizei im Ernstfall

1. Im Akutfall

  • Wenn Ihr Kind von einem Vorfall berichtet, bemühen Sie sich zunächst, Ruhe zu bewahren. Hören Sie Ihrem Kind aufmerksam zu und nehmen Sie es ernst.
  • Loben Sie ihr Kind, dass es sich Ihnen anvertraut hat und vermeiden Sie zu detaillierte Nachfragen.
  • Verständigen Sie in Akutsituationen sofort über Notruf 110 die Polizei.

2. Allgemein

  • Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit, um mit Ihrem Kind über seine Erlebnisse und Sorgen zu sprechen. Vermitteln Sie Ihrem Kind das Gefühl, dass es Ihnen alles erzählen kann.
  • Üben Sie mit Ihrem Kind im Alltag, wie es sich in bedrohlichen Situationen verhalten soll, damit es im Notfall richtig reagieren kann. Ein Selbstbehauptungskurs für Kinder kann hier hilfreich sein.
  • Machen Sie Ihrem Kind keine Angst. Panik ist in jeglicher Hinsicht ein schlechter Begleiter.

3. Zur Vorbeugung

  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wo es sich gegebenenfalls auf dem Schulweg/Spielplatz Hilfe holen kann (Geschäfte, sog. Sicherheitsinseln).
  • Schicken Sie Ihr Kind wenn möglich in Laufgemeinschaften zusammen mit anderen Kindern zur Schule oder zum Spielplatz.
  • Beschriften Sie Kleidungsstücke oder die Schultasche nicht von außen sichtbar mit dem Namen. Lassen Sie Aufkleber auf den Autoscheiben mit dem Namen ihres Kindes weg. Spricht ein Fremder das Kind mit Vornamen an, wird eine Vertrauensbasis suggeriert.
  • Kinder sollen lernen, weiterzugehen und Distanz zu halten, wenn sie angesprochen werden.
  • Benennen Sie die Personen namentlich, zu denen ihr Kind in das Auto einsteigen darf.
  • Kinder dürfen gegenüber Erwachsenen Grenzen setzen und Nein sagen.
  • Kinder sollen lernen, Erwachsene zu siezen.
  • Kinder sollten im Alltag Respekt und Selbstvertrauen erfahren, um Selbstbewusstsein entwickeln zu können. Trauen Sie ihren Kindern im Alltag zu Konflikte selbst zu lösen und stehen Ihnen als Ratgeber und Rückfallebene zur Verfügung. Täter sprechen bevorzugt unsicher wirkende Kinder an. Selbstbewusstsein und ein gutes Bauchgefühl sind ein wirksamer Schutz.

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