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Armenienhilfe sammelt Spenden
Berührendes Konzert in Höchstadt: Hilfe für Armenien
Die Sopranistin Hrachuhí Bassénz auf der Bühne im Kultursaal der Fortuna in Höchstadt.
Die Sopranistin Hrachuhí Bassénz auf der Bühne im Kultursaal der Fortuna in Höchstadt. // Natália dos Reis Gonçalves
Signet des Fränkischen Tags von Natália Dos Reis Gonçalves
Höchstadt a. d. Aisch – Ein eindrucksvolles Benefizkonzert berührt die Zuhörer in Höchstadt. Im Fokus steht die wachsende Not der Flüchtlinge in Armenien und der dringende Hilfsbedarf.

„Bei all den aktuellen Konflikten in der Welt geht Armenien komplett unter“, sagte Georg Walcher vom Verein Hajastan-Armenienhilfe Erlangen-Höchstadt im Rahmen eines Konzerts am Freitagabend im Kultursaal der Fortuna Kulturfabrik.

Der Verein entstand vor knapp 15 Jahren aus der Armenienhilfe der Pfarrei St. Georg in Höchstadt und widmet sich seitdem der Unterstützung bedürftiger Kinder, Jugendlicher und Familien im besonders strukturschwachen Norden Armeniens. Armenien, ein überwiegend christliches Land, steht seit langem unter Druck und hat in jüngster Zeit eine dramatische Zuspitzung erlebt: Im Herbst 2023 marschierten aserbaidschanische Streitkräfte in Berg-Karabach ein.

Armenienhilfe in Höchstadt sammelt Spenden mit Konzert

Damit begann die Flucht der dort ansässigen Armenier. Es wird geschätzt, dass bis zu 120.000 armenische Flüchtlinge nach Armenien gekommen sind. Diese Flüchtlinge, die oft mit nichts als dem Nötigsten in ein bereits wirtschaftlich angeschlagenes Land kamen, forderten die Ressourcen Armeniens heraus – vor allem jetzt, da der Winter vor der Tür steht, erklärt Georg Walcher. „Die Winter in Armenien sind extrem kalt, und es fehlt an allem: heizbare Unterkünfte, Essen und Grundversorgungsmittel.“

Hrachuhí Bassénz aus Jerewan

Er und seine Frau Margarete setzen sich seit Jahren für humanitäre Projekte vor Ort ein und reisen regelmäßig nach Armenien, um sich von der Wirksamkeit der Hilfsmaßnahmen zu überzeugen. Bereits mehr als 30 Mal war das Ehepaar in Armenien und nahm auch immer wieder kleine Reisegruppen mit dorthin. Der Verein hat mittlerweile und 60 Mitglieder, die mit ihrem Engagement die Not vor Ort zu lindern erhoffen. Immer wieder organisieren die Walchers Benefizveranstaltungen, um Spenden zu sammeln und auf die Situation in Armenien aufmerksam zu machen – so auch das Konzert in Höchstadt.

Gor Harutyunyan, Christian Zahlten, Edita Hakobyan und Hrachuhí Bassénz (von links)
Gor Harutyunyan, Christian Zahlten, Edita Hakobyan und Hrachuhí Bassénz (von links) // Natália dos Reis Gonçalves

Unterstützt von der armenischen Pianistin Edita Hakobyan und dem Geiger Christian Zahlten gaben die Sopranistin Hrachuhí Bassénz und der Bariton Gor Harutyunyan ein beeindruckendes Konzert. Bassénz, die ihre Wurzeln in Armeniens Hauptstadt Jerewan hat, gehört zu den angesehensten Opernsängerinnen Europas und ist unter anderem Ensemblemitglied der Dresdner Semperoper. Bereits bei der Gründung des Hajastan-Armenienhilfe im Jahr 2005 war Bassénz dabei und unterstützt den Verein seitdem.

Spenden für Küche der Barmherzigkeit

Harutyunyan ist ebenfalls ein erfahrener Opernsänger aus der Hauptstadt Jerewan und wirkt am Nürnberger Staatstheater. Das Konzertprogramm spannte einen Bogen von armenischen bis zu europäischen Kompositionen und zeigte die hohe musikalische Qualität der Künstler, die ihr Können an diesem Abend in den Dienst der humanitären Sache stellten.

Georg Walcher bedankte sich am Ende des Konzerts herzlich bei den Künstlerinnen und Künstlern und hob die Bedeutung solcher Veranstaltungen hervor: „Unsere Hilfe ist dringender denn je, und dieser Abend hat gezeigt, wie stark Musik Menschen verbinden und unterstützen kann.“ Die gesammelten Spenden kommen Projekten zugute, wie der Küche der Barmherzigkeit, die unter anderem warme Mahlzeiten, Unterkünfte und medizinische Hilfe für die Betroffenen in Armenien sicherstellen.

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