„Brot ist unser Grundnahrungsmittel Nummer eins, und drumherum weben sich viele Brauchtümer“, erfuhren 25 kleine angehende Bäcker vergangenen Samstag in Weppersdorf. Mit viel spaßigem, lustigem und witzigem Drumherum konnten die Kinder im Grundschulalter das Brotbacken mitgestalten, erleben, ertasten und erschmecken.
„Wir kaufen das Brot beim Bäcker oder im Supermarkt“, erzählten die Kinder Marion Bierlein, der Erzieherin und pädagogischen Leiterin der Aktion der Freien Wähler. Am Hof des Weppersdorfers Holger Kupfer war viel los.
Einführung in den Mähdrescher
„Wir backen heute so ein leckeres Brot, das ihr noch nie gegessen habt!“, versprach Bierlein den Kindern. Zuerst wurde der alte Brotbackofen, der aus dem Jahr 1880 stammt, angeschürt. Dann stellte Tim Scheppe den großen Mähdrescher vor und ließ ihn kurz laufen.
„Was braucht man denn zum Brotbacken?“, fragte Bierlein die Kinder. Weizen- und Roggenkörner wurden in der Handmühle gemahlen. Dann braucht man noch Wasser, etwas Salz und Hefe.
Die Kinder waren mit großem Eifer dabei. Der Sauerteig wurde schon am Abend vorher angesetzt, und nun wurden alle Zutaten in der großen Knetmaschine zu einem Teig verarbeitet.
Anschließend durfte jedes Kind seinen eigenen Brotlaib formen und kneten, bevor er in die bemehlten Brotkörbe gelegt wurde. Voller Eifer waren alle dabei.
Über 30 Brote kamen nun in das warme Backhaus, wo sie eine knappe Stunde ruhten und aufgingen. In der Zwischenzeit gab es für die fleißigen, mehlbestäubten Bäckerinnen und Bäcker Wienerle mit Brötchen.
Bürgermeister Fischkal überreicht Urkunde
Anschließend wurden alle Brote in den Brotbackofen „eingeschossen“. „Das will ich selbst machen, denn die Brote müssen diesmal ganz eng gelegt werden, sonst passen nicht alle rein“, sagte Holger Kupfer.
In der Zwischenzeit durfte jedes Kind noch seine eigene Butter herstellen: Einfach Sahne so lange im Glas schütteln, bis sie fest, also zu Butter, wurde. Nach einer Stunde wurden die fertigen Brote aus dem Backofen geholt, und nachdem sie etwas ausgekühlt waren, durften alle fleißigen Bäckerinnen und Bäcker ihr Brot und natürlich die Butter mit nach Hause nehmen.
Dazu gab es noch das Brotrezept und eine Urkunde, die Bürgermeister Karsten Fischkal den fleißigen Kids überreichte. „Eine pädagogisch wirklich wertvolle Aktion“, lobte er.
„Das aktive Mitmachen und Selbermachen lässt das Selbstwertgefühl der kleinen Bäcker wachsen, aber auch Gemeinschaftssinn und Geschicklichkeit werden geschult“, erklärte Marion Bierlein am Schluss. Selbst backen ist einfach ein Rundumerlebnis, und alle eifrigen Kinder zeigten glücklich und stolz Brot, Butter und Urkunde den Eltern, die sie nach vier Stunden abholten.
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