Ein mitreißender Abend erwartete die Gäste der Gala-Prunksitzung der Röttenbacher Besenbinder. Durch den ereignisreichen Abend führten Sitzungspräsident Michael Ank und Isabella Keim. Der von Mallorca bekannte Hannes (kann es) begleitete den Einmarsch der Garden und sorgte für den ersten Stimmungskracher. Die Besenbinder bewiesen mit ihren 12 Solisten, den Bambinis sowie den Garden Schau- und Marschtanz in Perfektion ihr Können.
Röttenbach: Buntes Programm bei der Prunksitzung
Die Ü15-Garde ist zudem süddeutscher Meister und deutscher Vizemeister, auch mit einem Verdienst der Trainer Christina Baumüller und Robin Ahmann. Mit den „Urviechern“ aus Hof enterte zudem eine Männergarde die Bühne, bei welcher der älteste Tänzer satte 67 Lenze zählte. „Das Leben als Jugendliche ist, als würde man in einer Achterbahn fahren“, berichtete die 13 Jahre alte Finja Keim in ihrer Rolle als Struwweliese, „Man kann nicht aufhören zu schreien, besonders wenn die Schule wieder anfängt.“ Auch mit Veganern ging der Teenager hart ins Gericht, „Liebe Veganer, es hat schon einen Grund, warum es dahinvegetieren heißt und nicht dahinschnitzeln!“
Doppelt doppelt sahen die Gäste bei den beiden Zwillingspärchen Julia und Franzi Götz sowie Marie und Sophie Eichhorn, welche den Elferrat als die schönsten Männer von Röttenbach bezeichneten, was bei besagtem Elferrat gut ankam, bei den männlichen Gästen wohl eher Unverständnis auslöste. Mit traumhaften Inuit-Kostümen wusste die Jugendgarde bei ihrem Schautanz „Brrr-schau mal wie wir leben“ aufzuwarten.
Die schönsten Bilder der Prunksitzung haben wir in einer Bildergalerie zusammengefasst:
Sechs Witwen begeistern Publikum
Mörderisch gut dann die sechs Witwen, die den Gästen ihr Leid klagten: „Wieder mal sind wir zu haben, wieder mal sind wir plötzlich allein. Doch wer unsere ollen Männer wirklich kannte, der weiß, das ist kein Grund zum traurig sein.“ Fakt ist, dass alle sechs Damen ihre andere Hälfte geschickt um die Ecke gebracht haben, mittels Messer, Zyankali, aber auch mittels eines Vogelbads, in welchem einer der Ehemann fachfrauisch ertränkt wurde. Extrem laut wurde es mit dem Auftritt der „Mauch Gugga“ aus Moing. Die maskierten Damen und Herren rissen mit ihren Blas- und Schlaginstrumenten die Hütte ab und das in null Komma nix. Zugabe folgte auf Zugabe, auf den Stühlen hielt es keinen mehr.
Auch Politik bekommt ihr Fett weg
Fast gemütlich kam im Anschluss daran Stefan Eichner als „Das Eich“ daher, als er fragte, was Elektroautos und Durchfall gemeinsam hätten. Antwort: „Die Angst, es nicht mehr nach Hause zu schaffen.“ Mit seinen aus dem alltäglichen Leben gegriffenen Anekdoten rannte er beim Publikum offene Türen ein. Die sich schlossen, als die Altneihauser Feuerwehrkapelln auf die Bühne kam, ließ Kommandant Norbert Neugirg doch kein gutes Haar an den Franken: „Wir melden uns als VDK-Kapelle zur Feinbeschallung hier zur Stelle. Aufgemerkt und zugehört: Den Franken wird der Krieg erklärt!“ Zudem bekam Ministerpräsident Söder sein Fett weg: „Trump will Grönland, Franken nicht, was für die Vermutung spricht, er weigert sich nach Land zu streben, wo Fatzkes wie der Söder leben.“
Auch regional tobte Neugirg sich aus, indem er kräftig gegen die Brauerei Sauer, Apotheker Galster, Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich, den Landrat sowie die Kairlindacher Feuerwehr schoss.
Prunksitzung bis Mitternacht
Neu an Bord waren heuer die „Häggelmoo“, welche die Showtreppe flankierten. Hinter ihnen verbergen sich Sagengestalten, halb Fisch, halb Raubtier, welche Kinder, die zu nah an die Aisch kamen, in die Tiefe zogen. Bei der Prunksitzung zeigten sie sich jedoch friedlich, so dass kein Kind zu Schaden kam. Weit nach Mitternacht setzte die Ü15-Garde mit ihrem Schautanz noch einen drauf, in dem sie mit „Tür an Tür“ einen scharfen Blick auf nachbarschaftliche Verhältnisse warf, womit ein fulminanter Abend zu Ende ging.























































