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Frauen erkunden Europa
Nach Reha: Aus Gremsdorf mit dem Fahrrad nach Budapest
Monika Junggunst (rechts) mit Uli Schimanski
Monika Junggunst (rechts) mit Uli Schimanski // Monika Junggunst
Signet des Fränkischen Tags von Paul Neudörfer
Gremsdorf – Monika Junggunst aus Gremsdorf bereist mit einer Freundin Europa und zwar mit dem Fahrrad. Bis nach Kroatien hat sie ihr Weg schon geführt. Warum Übernachtungen in Hotels die schönsten Stunden sind.

Wie klein ist oft die Welt: Bei einem Reha-Aufenthalt in Ohlstadt lernten sich die Gremsdorferin Monika Junggunst (56) und Uli Schimanski (55) aus Pilsting in Niederbayern kennen, bei Gesprächen stellte sich heraus, dass beide dem Fahrradfahren zusprachen, und tauschten ihre Erlebnisse aus. Noch im selben Jahr starten beide nach Passau zu einer Radtour, so ging es jedes Jahr auf ein Neues, man legte mit dem normalen Fahrrad Strecken nach Budapest, Kroatien, Mainz, Füssen zurück. 2021 war wegen Corona eine Zwangspause.

Auf der sechsten Tour machte man die erste Pedelec-Radtour, ein Jahr später zum Gardasee und heuer nach Italien. An diesen sechs Tagen radelten die beiden Frauen 450 Kilometer herunter. Bis Salzburg reiste man mit Fahrrad und zehn bis 12 Kilogramm Gepäck, dort hat man sich erstmals die Stadt angesehen. Dann ging es los mit dem Drahtesel, um auf den herrlichen Landstraßen die Natur zu erleben.

Nach Budapest und Italien: Übernachtungen in Hotels

Bei kleineren Pausen trifft man immer auf Gleichgesinnte und erzählt von den Erlebnissen. „Man hat einen Plattfuß oder die Bremsen funktionieren nicht mehr und oft wird man selbst Helfer für andere Radler“, erzählt Monika. Unter den Radlern sei guter Zusammenhalt. Wer kein Hotel findet, legt „einfach einen Stopp ein und fragt, wo gibt es gute Übernachtungsmöglichkeiten“.

Je kleiner das Hotel desto schöner werde man aufgenommen „und oft sind auch andere Gäste dort mit denen man schnell ins Gespräch kommt oder man wird zu einer Runde Bier oder Schnaps eingeladen“, schreiben die Radlerinnen in einem Bericht: „Oft findet man auch Bewunderung von den Gästen: Was die Frauen sich trauen. Wen man sich dann Verköstigt hat und der Flüssigkeitsspiegel stimmt, sehnt man sich nach einer heißen Dusche. Da lässt man die Seele baumeln.

Frau aus Gremsdorf: Tour mit Fahrrad 2025 geplant

Gegen Muskelkater hat man die richtige Salbe dabei. Auch eine Fingertherapie ist nötig, denn wenn man mit 57 Sachen den Berg abfährt, zwicken die Finger am Abend.“ Das Einzige, was die beiden Radlerinnen nach ihrer Tour bedauern, sind die Preise: Unter 100 Euro findet man kaum eine Übernachtung mehr. Dennoch werde es nächstes Jahr wieder eine Fahrradtour geben, sagen Moni und Uli.

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