Viele Lonnerstadter Bürger trafen sich im Gasthaus „Zur Sonne“; sie wollten die fertige Sendung über die Dorfheldentour Lonnerstadt mit allen Highlights im Frankenfernsehen verfolgen. Gemeinsam bewunderten sie nun aus der Perspektive der Zuschauer, wie sich das Plätzla in wenigen Stunden in das Weltall verwandelt hatte. „Wir Lonnerstadter sind dankbar, dabei gewesen zu sein. Die Dorfheldentour und die Menschen in Lonnerstadt haben gezeigt, wie Zusammenhalt geht“, sagte Bürgermeisterin Regina Bruckmann vor dem Public-Viewing dem FT.
Fast ganz Lonnerstadt war damals auf den Beinen, sogar die Kinder der Kita waren dabei. Gine Raber saß unter den Zuschauern. „Ich hab damals eifrig Bälle aus Alu- und Glitzerfolie gerollt und Masken für die Kinder ausgeschnitten“, erzählt sie stolz. „Wir habe am Tag zuvor einen heißen Tipp vom Fernsehen bekommen, was das Thema sein könnte“, erzählt eine andere Besucherin. „Die ganze Alufolie haben wir an dem Tag in Höchstadt aufgekauft“, erinnert sich die Bürgermeisterin.
Kostümverleih in Höchstadt unterstützt
„Es ist einfach toll, das Ganze mal unter einer anderen Perspektive zu beobachten“, freute sich ein Besucher. Unter den Gästen saßen auch Höchstadts zweiter Bürgermeister Günter Schulz mit Ehefrau Helga. Sie hat in Höchstadt einen Kostümverleih – alle Kostüme selbst geschneidert. Kostenlos stellte sie damals die benötigten Weltraumkostüme zur Verfügung. Zum Dank dafür überreichte ihr Frau Bruckmann zwei Frühstücksbrettchen aus Holz.
Im Film erkannte man erstaunt, wie viele kreative Köpfe Lonnerstadt beherbergt. „Einfach geil, wenn man das sieht und das noch einmal im Fernseher mitkriegt“, sagte Reinhold Teufel. Udo Wilm fand den Film so richtig authentisch und schön. „Man merkte, wir wollen gewinnen und dass unser Dorf einen super Gemeinschaftssinn hat.“
Preis für Dorfheldentour in Lonnerstadt von Bayernwerk
Natürlich bedankte sich Bruckmann, die ja bei einer gestellten Aufgabe perfekt und souverän auf dem Mond landete, bei allen Mitstreitern, aber besonders auch bei Gerrit Hoppe. Er hatte gerne mitgemacht, auch wenn es etwas verrückt war. Die Bayernwerke, der Hauptsponsor der Dorfheldentour, hatten im Falle eines Erfolgs, einen Preis von 3000 Euro ausgelobt. Das Geld war für den Kinder- und Jugendtreff gedacht, so hatte es der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Den haben die Kinder anschließend zum Teil sogar in Eigenleistung gestrichen und saniert.
Neue Möbel gab es auch. Etwa 30 Kinder ab der 1. Klasse treffen sich dort jeden Freitagnachmittag.
Die Wette lautete: Wir wetten, dass ihr es nicht schafft, das Plätzla in Lonnerstadt innerhalb von vier Stunden in das Weltall zu verwandeln. Wir wollen sehen: den Weltraum, ein schwarzes Loch, Planeten, Sterne und Satelliten, einen Meteoritenhagel, ein begehbares Raumschiff, eine Weltraum-Station mit schwerelosen Astronauten, eine Mondlandschaft mit Mondfahrzeug, mindestens 500 Menschen verkleidet als Men in Black und Aliens, die gemeinsam das Lied „Major Tom“ von Peter Schilling singen. Die Bürgermeisterin muss mit einer Rakete auf dem Mond landen und dort die Flagge ihrer Gemeinde hissen.
Aufgaben der Dorfheldentour in Lonnerstadt gelöst
Die Lonnerstadter schafften alle Aufgaben bravourös sogar in weniger als vier Stunden. Das Fazit des Nachmittags lautete: „Wir Loscheder sind wahre Dorfhelden.“ Der komplette Film kann nach der Ausstrahlung auf der Homepage der Dorfheldentour sowie in der Mediathek des Frankenfernsehen angesehen werden.
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