Die Staatliche Realschule Höchstadt ist ein lebendiger Ort, an dem bilingualer Unterricht stattfindet und Toleranz gelebt werden soll. Teil dieses Ansatzes ist es, dass sie nicht nur eine zertifizierte Delf-Partnerschule (Diplôme d'études en langue francaise) ist, sondern seit 2023 auch eine Erasmus-Plus−Schule ist.
Erasmus plus ist ein EU-Programm mit dem Ziel, die allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport in Europa zu fördern und finanziell zu unterstützen. Schwerpunkte des Programms sind soziale Inklusion, der grüne und digitale Wandel und die Förderung der Teilhabe junger Menschen am demokratischen Leben.
Projekt am Erasmus-Plus-Tag vorgestellt
Für die Realschule Höchstadt war es ein Herzensprojekt. Um so größer war die Freude, als die Schule die positive Nachricht mit Blick auf das Programm erhielt.
Um dieses Projekt nun offiziell vorzustellen, lud die Schule vergangene Woche zu dem Erasmus-Plus-Tag. Der Termin war nicht zufällig gewählt worden.
„Unsere Partnerschule, das Gymnasiums Paul Vergès der Insel La Réunion, ist gerade zum Austausch in Nürnberg und wir freuen uns riesig, sie bei uns willkommen zu heißen. Im Februar dürfen dann zehn unserer Schüler nach La Réunion“, freut sich Französischlehrerin Johanna Erler. Der Andrang für diesen Austausch war riesig.
Die Schüler mussten sich mit der Insel und seiner Kultur auseinandersetzen und sich dafür bewerben. „Es war einfach unglaublich, wie die Jugendlichen sich mit der Insel beschäftigt haben und was wir für Bewerbungen bekommen haben“, erzählt Erler weiter.
Kürzlich startete die Schule allerdings erst einmal feierlich und voller Aufregung in das Programm. Schulleiter Markus Ott bedankte sich bei dem ganzen Team und vor allem bei der federführenden Verantwortlichen Tanya Fisher-Lehmann, die mit „absoluter Begeisterung und in stundenlanger Arbeit die Akkreditierung durchgeführt hat. Natürlich möchte ich auch unsere Gäste aus Frankreich begrüßen. Allein diese Begegnung zeigt die Möglichkeiten, die Erasmus plus bietet“, fuhr er fort.
Großartig ausgestattetes Erasmus-Plus-Schule
Manfred Bachmayer (Grüne), stellvertretender Landrat im Landkreis Erlangen-Höchstadt, beglückwünschte die Schule und bedankte sich für das Engagement. „Das Erasmus-Plus-Programm ist großartig ausgestattet. Es ist ein klares Zeichen gegen Rechtsradikalismus. Und ich denke, damit kommen wir dem Europa, von dem wir träumen, ein Stück näher. Ich freue mich zu erleben, was ihr gemeinsam auf die Beine stellt“, sagte der Politiker.
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Als vorrangige Ziele des Projekts beschreibt Fisher-Lehmann den Ausbau des bilingualen Unterrichts und damit einhergehend neue Schulpartnerschaften. Außerdem sollen Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Inklusion sowie ein Fördern der Erinnerungskultur im Fokus stehen.
Aus Fehlern der Vergangenheit sollen die Schüler weiterhin lernen, um rechtsradikalem Gedankengut keinen Nährboden zu geben. „Bis 2027 haben wir die Mittel bewilligt bekommen. Von diesen Mitteln profitieren nicht nur Schüler, auch die Lehrer können sich weiterbilden und Maßnahmen in Anspruch nehmen“, freut sich Fisher-Lehmann.
Die Schüler haben die Ziele der Schule sehr anschaulich auf Infotafeln aufbereitet und sich gleichzeitig mit den Möglichkeiten des Programms befasst. Es war beeindruckend zu sehen, mit welchem Elan die Schüler diesen Informationstag vorbereitet hatten.
Die Möglichkeiten, die Erasmus plus den Schülern bietet, scheinen zu beflügeln. Angehörige der Partnerschule am Davitt College in Castlebar (Irland) hatten der Realschule Höchstadt zudem per Videobotschaft ihre Glückwünsche übermittelt.
Die beiden Schulen stehen schon seit Jahren im Austausch.
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