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Mit Festprogramm in Höchstadt
Verein Karpfenland Aischgrund feiert Jubiläum für 25 Jahre
Im Jahr 2001 wurde Sabine Plätzer, initiiert vom Karpfenland Aischgrund, als erste Aischgründer Karpfenkönigin in Höchstadt ins Amt eingeführt.
Im Jahr 2001 wurde Sabine Plätzer, initiiert vom Karpfenland Aischgrund, als erste Aischgründer Karpfenkönigin in Höchstadt ins Amt eingeführt. // Andreas Dorsch, Archiv
Höchstadt a. d. Aisch – Der Verein Karpfenland Aischgrund besteht seit nunmehr 25 Jahren. Seine Mitglieder feiern nun in Höchstadt das Jubiläum. Die Gründungsmitglieder blicken auf die Anfänge des Vereins und zurück.

Was haben Gummibärchen in Form von Karpfen, der tonnenschwere Karpfen aus Muschelkalk im Kreisverkehr in Höchstadt-Süd, die erste Karpfenkönigin überhaupt und ein großes Hinweisschild an der Autobahn gemeinsam? Ohne den Verein Karpfenland Aischgrund würde es all diese Sachen nicht geben. Am Samstag, 31. August, feiert der Verein auf dem Marktplatz in Höchstadt mit einem bunten Programm sein 25-jähriges Bestehen. Nicht nur alle Karpfenfans sind zu diesem Jubiläum geladen, in dessen Rahmen auch die Eröffnung der Karpfensaison 24/25 und der Start der begleitenden Veranstaltungsreihe „Teichkulturwochen“ gefeiert wird.

Die Organisatoren des um 17 Uhr beginnenden Festabends laden die gesamte Bevölkerung ein. Im inzwischen zwei Mehrfamilienhäusern gewichenen ehemaligen Gasthaus „Weberskeller“ saßen vor 25 Jahren Gastwirt Manfred Linsner, der CSU-Politiker und heutige Landtagsabgeordnete Walter Nussel, Bürgermeister Gerald Brehm (JL) und Walter Jakob als Vorsitzender der Teichgenossenschaft Aischgrund zusammen. Die illustre Gruppe hörte sich Visionen von Martin Oberle an, dem Leiter des Höchstadter Instituts für Fischerei, und war sofort begeistert. „Schnell war man sich einig“, so Oberle mit Blick zurück, „für die weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannte, einzigartige Landschaft mit ihren 7000 Karpfenteichen die Werbetrommel zu rühren“.

Bamberg ist Mitglied bei Karpfenland Aischgrund

So gründeten die Karpfenfreunde zunächst mal eine Interessengemeinschaft. Zusammen mit Gastronomen wurde der Begriff „Karpfenland Aischgrund“ geprägt, hinter dem sich Menschen positionierten, die in irgendeiner Form mit dem Karpfen zu tun hatten, ohne aber irgendwie organisiert zu sein. Das waren Teichwirte, Gastronomen, Angler, Wissenschaftler, Künstler, Schriftsteller, Biologen und Naturfreunde. Mit Begeisterung planten sie Vorhaben und Projekte. Aus der Interessengemeinschaft musste deshalb ein eingetragener Verein werden.

Martin Oberle gibt ein Interview vor dem steinernen Karpfen in Höchstadt.
Martin Oberle gibt ein Interview vor dem steinernen Karpfen in Höchstadt. // Andreas Dorsch, Archiv

Das Karpfenland Aischgrund wurde zu einer Plattform, die die unterschiedlichsten Aktivitäten rund um den Karpfen bündelt und auch den Tourismus in der Region beleben will. Gründervater Oberle sieht heute einen überregionalen Verein, in dem über Landkreis- und Bezirksgrenzen hinweg das Wir-Gefühl gestärkt wird. Neben Erlangen-Höchstadt sind auch die Landkreise Neustadt, Forchheim, Bamberg und die Stadt Erlangen dabei. Vorsitzender ist seit vielen Jahren Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm. Er ist überzeugt vom Karpfenland Aischgrund, auch wenn er feststellen muss, dass der Erfolg „schwierig messbar“ sei.

Karpfenland Aischgrund bei Grüne Woche

Mit Blick auf die Region sagt Brehm aber: „Wenn wir den Verein nicht hätten, gingen wir unter.“ Vielen Älteren noch in Erinnerung sind die ersten Aktionen des Vereins. Mit Sabine Plätzer wurde 2001 die erste Aischgründer Karpfenkönigin inthronisiert. Inzwischen ist mit Svenja Viertel bereits die fünfte im Amt. 2004 ist es gelungen, an der Autobahn touristische Hinweisschilder „Karpfenland Aischgrund“ genehmigt zu bekommen.

Enthüllt hat sie der damalige Innenminister und spätere Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU). Der steinerne Karpfen „Fridolin“ im Kreisverkehr auf der B 470 wurde auch vom Verein mit initiiert. Werbung für die Region wird mit eigenen Ständen nicht nur bei Messen wie der „Grünen Woche“ in Berlin oder der „Consumenta“ in Nürnberg gemacht. Anlaufstelle fürs Karpfenland Aischgrund ist das Büro im Geschäftshaus am Vogelseck. Die Eröffnung der Karpfensaison, jeweils am 1. September eines Jahres, wird vom Verein organisiert.

Teichkulturpark in Höchstadt geplant

Zu Höchstadts 1000-Jahr-Feier im Jahr 2003 präsentierte der Verein das größte Karpfen-Buffet der Welt. Neue Meilensteine sollen der Aischgründer Präsentationswagen und der Teichkulturpark werden. Mit dem Park wollen die Initiatoren den Sehenswürdigkeiten im Aischgrund eine Plattform geben, auf denen im September und Oktober zahlreiche Veranstaltungen geplant sind.

Und schließlich ist der Verein auch Anlaufstelle für finanzielle Förderungen. Als Träger des FLAG-Managements (Fisheries Local Action Groups) unterstützt das Karpfenland Fischereiprojekte mit EU-Geldern. In der aktuellen Förderperiode wird ein Budget von gut einer halben Million Euro verwaltet.

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