In der letzten Sitzung des Jahres 2024 verabschiedete die Stadt Baiersdorf die Haushaltssatzung sowie den Finanz- und Investitionsplan für das Haushaltsjahr 2025. Die Stadträte stimmten dem Zahlenwerk einstimmig zu.
Baiersdorf beschließt Haushalt 2025 mit Kürzungen
Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 22,3 Millionen Euro ab, der Vermögenshaushalt mit 6,2 Millionen Euro. Der erste Haushaltsentwurf wurde bereits im November ausführlich vorgestellt und besprochen. Hier hatte sich im Entwurf beim Verwaltungshaushalt keine Zuführung ergeben.
Im Gegenteil, der Verwaltungshaushalt zeigte ein Defizit von 780.590 Euro und im Vermögenshaushalt war eine Kreditaufnahme in Höhe von 729.590 Euro erforderlich. Mit den von der Verwaltung vorgelegten Einsparmaßnahmen konnte dem Gremium ein neuer Haushalt zur Beschlussfassung vorgelegt werden, der beinhaltet, dass keine Kreditaufnahme mehr erforderlich ist.
Neben Änderungen bei unterschiedlichen Haushaltsstellen wurde eine Kreditaufnahme abgewendet. So wurden die Gebühren für Feuerwehreinsätze auf 12.000 Euro angepasst und die Hundesteuer von 20.500 Euro auf 62.000 Euro angehoben.
Förderung für Mittagsbetreuung gekürzt
Gleichzeitig wurde die Förderung der Mittagsbetreuung auf 117.000 Euro gekürzt und die Gewerbesteuer aufgrund von aktuellen guten Entwicklungen nochmals um 600.000 Euro auf 5,2 Millionen Euro erhöht und damit die Einnahmen im Verwaltungshaushalt gesteigert. Nachdem alle Änderungen im Verwaltungshaushalt eingearbeitet waren, weist dieser nur noch ein Defizit von 424.580 Euro aus.
Dieses muss durch eine Zuführung vom Vermögenshaushalt ausgeglichen werden. Bürgermeisterin Eva Erhardt-Odörfer erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass die Verwaltung alles unternommen habe, um Kosten einzusparen.
Für den Vermögenshaushalt sind jetzt 6,8 Millionen Euro eingeplant, und er hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Millionen Euro reduziert. Abzüglich Tilgungsleistungen in Höhe von 920.000 Euro sinkt der Schuldenstand bis Ende 2025 auf 6,8 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird sich somit von 953 Euro zu Jahresanfang auf 840 Euro bis zum Jahresende reduzieren. Frei werdende Stellen werden, wo möglich, nicht nachbesetzt oder umstrukturiert.
Erfolgreicher Haushaltsabschluss
Zustimmung zum Haushalt gab es von allen Fraktionen. Gerhard Endres (CSU) dankte dem Kämmerer für seine Arbeit. Der Haushalt sei ganz gut, wäre aber nicht einfach gewesen. „Dennoch müssen wir weiter nach Einsparungen suchen“, meinte Endres.
Phillip Glaser (Junge Liste) sagte: „In manchen Dingen haben wir Glück gehabt, wir müssen uns aber daran messen lassen, wofür wir Geld ausgeben.“
Thomas Voit (SPD) betonte, dass Baiersdorf auf einem guten Weg sei. Dazu zähle auch, dass die Stadt Schulden abbauen könne. Alexander Roll (Die Grünen) ergänzte: „Wir möchten uns bei der Verwaltung bedanken, wir sind gerade noch mit einem blauen Auge davongekommen.“ Jürgen Maiß (FWG) fügte abschließend hinzu: „Wir sind überrascht, wie der Kämmerer diesen Haushalt hinbekommen hat. Bei den freiwilligen Leistungen sollten wir jedoch genauer hinschauen, auch wenn wir uns dabei unbeliebt machen.“
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