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Wahrzeichen der Stadt Erlangen
Für fast eine halbe Milliarde: Start für Himbeerpalast-Umbau
Der Erweiterungsbau für die geisteswissenschaftliche Bibliothek wird im Nordhof des Himbeerpalasts in Erlangen vor der Fassade entstehen.
Der Erweiterungsbau für die geisteswissenschaftliche Bibliothek wird im Nordhof des Himbeerpalasts in Erlangen vor der Fassade entstehen. // Grafik: Schulz und Schulz Architekten GmbH
Signet des Fränkischen Tags von Pascale Ferry
Erlangen – Vertreter der bayerischen Staatsregierung und der Friedrich-Alexander-Universität gaben offiziell den Startschuss für den Umbau des Himbeerpalasts.

Der Himbeerpalast ist eines der Wahrzeichen der Stadt Erlangen. In nicht mehr allzu langer Zeit ist es auch das der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU): Der Freistaat Bayern hat das Gebäude für die FAU erworben, um den Geisteswissenschaften – bis dato um die Bismarckstraße angesiedelt – eine neue, moderne Heimat zu geben. Vor kurzem fiel offiziell der Startschuss für den nötigen Umbau und die Erweiterung. Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume, FAU-Präsident Joachim Hornegger, FAU-Kanzler Christian Zens und Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik sowie Kay Kirchmann, Dekan der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie, Jan Knippel, Leiter des Staatlichen Bauamts Erlangen-Nürnberg, und Michael Ruppert als Vertreter der Studierenden begannen bei einem Festakt symbolisch mit den Umbauarbeiten, indem sie gemeinsam eine Leichtbauwand einrissen.

Für die Geistes- und Sozialwissenschaften der FAU wird voraussichtlich noch in diesem Jahrzehnt ein Traum wahr: Mit der Kombination aus einem runderneuerten Himbeerpalast und einem neuen Hörsaalgebäude in der Erlanger Henkestraße können Studierende und Forschende in neue hochmoderne Gebäude mit bester Infrastruktur umziehen. Ein Highlight des künftigen Zentrums für die Geistes- und Sozialwissenschaften ist die geisteswissenschaftliche Bibliothek, in der 30 Teilbibliotheken mit einem Bestand von etwa 680.000 Büchern zusammengeführt werden.

FAU: 450 Millionen für Himbeerpalast in Erlangen

Blume hob in seinem Grußwort die hohen Summen hervor, die der Freistaat Bayern in Erlangen für die FAU investiert: „Außen historisch, innen visionär: Wir starten unser FAU-Megaprojekt und geben den Geistes- und Sozialwissenschaften im ikonischen Erlanger Himbeerpalast auf rund 30.000 Quadratmetern eine neue Heimat. Er wird das Herzstück des neuen geisteswissenschaftlichen Zentrums der Universität. Wir investieren allein mit diesem Projekt über 450 Millionen Euro. Für alle FAU-Bauvorhaben sind es insgesamt über zwei Milliarden Euro.“

Ein Bild aus dem Jahr 2020 – heute prangt ein FAU-Banner am Turm des Himbeerpalastes. Das  Bild stammt aus dem Bildband „Der Himbeerpalast – Bilder eines Industriedenkmals“, erhältlich in der Siemens-Bibliothek, mit Genehmigung  des Foto-Video-Kre...
Ein Bild aus dem Jahr 2020 – heute prangt ein FAU-Banner am Turm des Himbeerpalastes. Das Bild stammt aus dem Bildband „Der Himbeerpalast – Bilder eines Industriedenkmals“, erhältlich in der Siemens-Bibliothek, mit Genehmigung des Foto-Video-Kreises Erlangen.   // Wolfgang Menapace

FAU-Kanzler Christian Zens bezeichnete den immensen Konzentrationsprozess als ein Jahrzehnt des Wandels für die FAU. Es entstehe nicht nur eine geisteswissenschaftliche Bibliothek. Auch zentrale Einrichtungen wie das Sprachenzentrum oder das Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung werden in den Himbeerpalast umziehen. Der größte Teil der Fläche werde geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschung und Lehre dienen – dafür werden Fächer und Beschäftigte aus rund einem Dutzend anderer Liegenschaften künftig gemeinsam im Himbeerpalast untergebracht.

Staatliches Bauamt Erlangen-Nürnberg baut Himbeerpalast um

Dekan Kirchmann freut sich besonders auf die hohe Aufenthaltsqualität und große Attraktivität für Forschende, Lehrende und Lernende – mit Experimentierflächen und modernen Büro- und Arbeitswelten mit perfekter technischer Ausstattung für zukunftsfähige Lehre. Für Jan Knippel, Leiter des Staatlichen Bauamts, stellt ein Um- und Ausbau in dieser Größenordnung vielfältige Herausforderungen. Das Äußere des Baus und die Treppenhäuser stehen unter Denkmalschutz. Aus dem ehemaligen Siemens-Vortragssaal wird ein Hörsaal.

Bürofluchten werden in Büros für die Verwaltung und Seminarräume umgewandelt. Im nördlichen Innenhof des Gebäudekomplexes entsteht für die Bibliothek ein moderner Anbau aus Stahlbeton mit verglaster Fassade nach einem Entwurf der Schulz und Schulz Architekten GmbH aus Leipzig. Für die enorme Buchlast reicht die Tragfähigkeit des Himbeerpalastes nicht mehr aus.

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