Die Neuhauser Themen hatten viele Zuhörer angelockt, als sich die Gemeinderäte in der Aischgrundhalle zu ihrer turnusmäßigen Sitzung trafen. Dabei wurde ein bedeutender Schritt in Richtung eines neuen Wellnesshotels im Ort gemacht. Der Antrag eines örtlichen Hoteliers, sein Hotel aus dem Ort zu verlagern und an einem neuen Standort ein Wellnessresort zu errichten, fand bei der Mehrheit des Rates große Zustimmung.
Der Gemeinderat beschäftigte sich mit der Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans „Resort Neuhaus“. „Ziel der Anpassung ist es, eine landwirtschaftliche Fläche in eine Sonderbaufläche umzuwandeln, um hier das geplante Resort zu ermöglichen“, erklärte Bürgermeister Karsten Fischkal. Der Hotelier beabsichtigt, mit seinem neuen Wellnesshotel ein attraktives Angebot im Bereich Erholung und Gesundheit zu schaffen, das nicht nur den Tourismussektor stärkt, sondern auch die Wirtschaft der Region fördert. Trotz der weitgehend positiven Resonanz gab es auch kritische Stimmen.
Wellnesshotel Adelsdorf: Weniger Verkehr im Ort erwartet
Johannes Funke (FW), ein Gemeinderat aus Neuhaus, äußerte Bedenken bezüglich der Nähe des geplanten Resorts zu einer landwirtschaftlichen Trocknungsanlage, die nur 200 Meter entfernt liegt. „Es könnte hier zu Problemen mit Lärm- und Geruchsemissionen kommen“, warnte Funke. Norbert Birkner (ABWI) hingegen zeigte sich begeistert: „Es wäre eine spürbare Entlastung des Ortsverkehrs“, sagte er und bezeichnete den Standort als sehr gut geeignet.
Auch Nico Kauper (CSU) lobte den unternehmerischen Mut des Hoteliers und betonte die Notwendigkeit, ein geordnetes Verfahren zu starten, das professionell und sachlich alle Aspekte abwägen müsse. „Das Projekt hat Vor- und Nachteile“, meinte Tim Scheppe (FW), der das Verfahren grundsätzlich unterstützte, jedoch auch die Herausforderungen des Standorts anerkannte. Sabina König (Grüne) stellte infrage, ob der Standort tatsächlich geeignet sei, da er in der Nähe eines Naturschutzgebiets liege, in dem viele Vögel nisten.
Gemeinderat Adelsdorf stimmt mit 18 zu 4 für Wellnesshotel
Sie forderte eine genauere Prüfung der Umweltaspekte. Die Fraktion der Grünen lehnt den Standort ab. Bürgermeister Fischkal bezeichnete das geplante Wellnesshotel als „Leuchtturmprojekt“ für die gesamte Region und eine wertvolle Bereicherung für den Aischgrund.
Er zeigte sich zuversichtlich, dass das Resort nicht nur den Tourismus ankurbeln, sondern auch als Magnet für weitere Investitionen und Arbeitsplätze dienen werde. Am Ende der Sitzung wurde der Aufstellungs- und Billigungsbeschluss mit einer klaren Mehrheit von 18 zu 4 Stimmen verabschiedet. Vom 3. Februar bis 3. März haben Bürger die Möglichkeit, sich im Rathaus über die geplante Änderung des Flächennutzungsplans zu informieren und ihre Bedenken oder Anregungen einzubringen.
Lesen Sie auch:














