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Lange Nacht der Wissenschaften: 750 mal spannend
Bei frühsommerlichen Temperaturen locken in diesem Jahr auch zahlreiche Programmpunkte im Freien, wie schon damals ein Elektroauto bei der „Langen Nacht der Wissenschaften“ im Jahr 2019.
Bei frühsommerlichen Temperaturen locken in diesem Jahr auch zahlreiche Programmpunkte im Freien, wie schon damals ein Elektroauto bei der „Langen Nacht der Wissenschaften“ im Jahr 2019.
Foto: V. Oldemort
Erlangen – Am Samstag und Sonntag findet die „Lange Nacht der Wissenschaften“ statt. Was Besucher erwartet.

Die „Lange Nacht der Wissenschaften“ steht unmittelbar bevor: Am Samstag, 21. Mai, findet von 18 bis 24 Uhr die zehnte Wissenschaftsnacht in Nürnberg, Fürth und Erlangen statt. Auf das Publikum warten über 750 Programmpunkte an 130 Veranstaltungsorten, und auch die 300 Programmpartner freuen sich auf staunende Augen und den Austausch mit den Besuchern, wie die mit der Öffentlichkeitsarbeit beauftragte Agentur mitteilte.

Ihre Türen öffnen die Hochschulen der Region, allen voran die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, und die Technische Hochschule Nürnberg, forschungsnahe Institutionen sowie forschungsaktive Unternehmen wie Siemens, Schaeffler, Bosch, Novartis und Rehau. Bereits am Nachmittag sind zwischen 14 und 17 Uhr rund 60 Angebote im Kinderprogramm zu entdecken.

Harald Lesch ist dabei

Bei über 750 Programmpunkten fällt es schwer, nur einige wenige Highlights herauszugreifen, aber eines zeigt das bunte, vielfältige Programm gewiss: Die Metropolregion ist eine Wissenschaftsregion. Bei über 260 Programmpunkten an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und über 50 an der Technischen Hochschule Nürnberg (TH) ist für jedes Interesse, und sei es noch so speziell, etwas dabei. Im Fokus stehen auch aktuelle Fragestellungen, wenn etwa die „Wirtschaftsweise“ Professor Dr. Veronika Grimm, Inhaberin des FAU-Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftstheorie, den globalen Klimaschutz als Herausforderung fokussiert.

Die FAU-Ankerveranstaltung im Audimax in Erlangen rückt die Wissenschaft selbst ins Zentrum: Astrophysiker und Fernsehmoderator Professor Dr. Harald Lesch erklärt, warum Triumph und Tragödie in der Physik nahe beieinander liegen, anschließend diskutiert er mit Wissenschaftlern der FAU darüber, was es bedeutet, „Glauben zu wissen“.

Glasmacher in Aktion

An der TH ist aktuelle Forschung in der Anwendung zu sehen: Pünktlich zum International Year of Glass der UN lädt die Tour W07 (Nürnberg-Mitte) zum Programmschwerpunkt „Glas in Bayern“ ein. Immer zur vollen Stunde erlebt das „Lange-Nacht“-Publikum eine Glasmachershow. Dass Glas noch viel mehr kann als Flaschen, Gläser oder Fenster und zum Beispiel bei der Energieerzeugung helfen kann, erläutern die bayerischen Glasprofessoren.

Handy-Ticket und print@home

Eine Premiere in der Jubiläumsnacht ist das print@home-Ticket. Dies kann auch noch spontan online erworben und auch als Handy-Ticket durch die Nacht mitgenommen werden. Alternativ können Kurzentschlossene das Ticketkontingent der Abendkassen nutzen. In diesem Jahr gibt es allerdings nicht an allen Veranstaltungsorten Abendkassen, sondern es gibt 18 zentrale Abendkassen. Die Abendkasse in der PhilFak der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und die am „Roten Platz“ am Südgelände in Erlangen sind bereits ab 14 Uhr besetzt.

Eine Übersicht aller Abendkassen in Nürnberg, Fürth und Erlangen gibt es unter nacht-der-wissenschaften.de/2022/tickets/abendkassen. Da die Eintrittskarte zur „Langen Nacht der Wissenschaften“ die Besucher auch zur Nutzung der Shuttle-Linien und der öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten VGN-Netz am heutigen Samstag ab 12 Uhr bis 8 Uhr am Sonntag berechtigt, empfiehlt es sich jedoch, das Ticket vorab zu erwerben.

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