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Tierischer Einsatz in Stadt
Störche in Gefahr: Feuerwehr Herzogenaurach räumt Nester auf
Feuerwehrleute säubern auf dem Dach eines Hauses in der Hauptstraße in Herzogenaurach ein Storchennest.
Feuerwehrleute säubern auf dem Dach eines Hauses in der Hauptstraße in Herzogenaurach ein Storchennest. // Gerd Ankermann
Herzogenaurach – Die nach Herzogenaurach zurückgekehrten Störche sind in Gefahr. Ihre Nester sind voll mit Ästen und Humus und drohen abzurutschen. Was die Feuerwehr tun kann, um die Tiere zu retten.

Am vergangenen Samstagnachmittag (1. Februar 2025) rückt die Freiwillige Feuerwehr in der Hauptstraße an. Mit der großen Drehleiter steigen die Helfer einem Wohn- und Geschäftshaus „aufs Dach“. Mit dabei ist die Horstbetreuerin Christine Schobert und ihr Ehemann.

Im Frühjahr sind sie ständig unterwegs, nahezu im ganzen Landkreis und in der Stadt Erlangen. Grund: in den Nestern der Störche haben sich über die Jahre die Äste und Blätter sowie die Ausscheidungen der Vögel zu Humus verwandelt. Gut 500 Kilo müssen händisch entfernt werden. Die Sicherung der Nestinfrastruktur ist sehr wichtig, wie die Experten erläutern.

Störche: Feuerwehr Herzogenaurach schützt Küken

Die Nester werden immer größer und schwerer. Im schlimmsten Fall können sie abrutschen. Vorbeugung ist also geboten. Die ersten Störche sind bereits in die Innenstadt zurückgekehrt. Würden sie in dem Nest das Brüten anfangen, besteht die Gefahr, dass die Küken nach dem Schlüpfen ertrinken, sobald es stärker regnet, weiß Christine Schobert.

Die Feuerwehr in Herzogenaurach hat ein Storchennest ausgemistet.
Die Feuerwehr in Herzogenaurach hat ein Storchennest ausgemistet. // Manfred Welker

Der Feuerwehrmann Tyler Ochsenkühn ist beim Einsatz dabei und gibt bereitwillig Auskunft über die Vorgehensweise seiner Kameraden. Er ist für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenaurach verantwortlich. Maschinenführer Fabian van Look ist speziell ausgebildet, um die Drehleiter steuern zu können. Es braucht auch regelmäßige Übung.

Feuerwehr Herzogenaurach übt mit der Drehleiter 

Daher ist der Einsatz am Samstag eine willkommene Gelegenheit, ohne den Druck, der bei einem Brandeinsatz besteht, die Handhabung des schweren Gerätes zu perfektionieren. Das A und O ist die Ausrichtung der Drehleiter. „Das hat heute gut geklappt“, meint er.

Christian Brodrecht steht oben im Korb gemeinsam mit Christine Schobert und mistet das Nest aus. Zahlreiche Passanten sehen bei dem mehrstündigen Einsatz zu und nutzen die Gelegenheit, die Feuerwehrleute mit Fragen zu löchern. Ein großes Lob geht an das fünfköpfige Team der Feuerwehr und an Christine Schobert für den ehrenamtlichen Einsatz.

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