Der Trend zu Nachhaltigkeit und Wiederverwendung ist ungebrochen – auch in Höchstadt zeigte sich dies beim „Pop-Up-Repair-Café“, das in den zukünftigen Mietbüros „Coworking Kellerstraße“ stattfand. Unter dem Motto „Reparieren statt Wegwerfen“ strömten Menschen jeden Alters in die Kellerstraße 3, um ihre defekten Lieblingsstücke reparieren zu lassen oder selbst Hand anzulegen. Das Repair-Café war ein bunter Treffpunkt für allerlei Gegenstände und die Geschichten, die mit ihnen verbunden sind. Eine Besucherin brachte ihre alte Stereoanlage mit, die sie trotz ihres Defekts über Jahre behalten hatte.
Auch ein altes Tonbandgerät zog Aufmerksamkeit auf sich. Der Besitzer freute sich, es nach erfolgreicher Reparatur wieder funktionstüchtig mitnehmen zu können. Die Bandbreite der mitgebrachten Schätze war vielfältig: Neben nostalgischen Objekten wie Kuckucksuhren wurden auch moderne Geräte wie Scanner repariert. Besonders die Kinder waren begeistert, als ihre kaputten Spielsachen wieder funktionierten. Das Repair-Café war nicht nur ein Ort, um Defektes zu reparieren, sondern auch, um den Wert von Dingen neu zu entdecken und einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu fördern.
Höchstadt: Hobby-Handwerker bei Repair-Café
Die Reparaturen wurden von Hobby-Handwerkern übernommen, die aus dem familiären, beruflichen und Bekanntenkreis des Ehepaars Kathrin und Peter Younes stammen. Philipp Weißmann, der Bruder von Kathrin Younes, war einer von ihnen. Er widmete sich unter anderem der Reparatur alter Handyakkus und stand Besuchern mit Tipps und Erklärungen zur Seite. Die Atmosphäre war geprägt von Teamarbeit und gegenseitiger Unterstützung.
Besucher hatten auch die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und von den Hobby-Handwerkern zu lernen. Löten, Schrauben und der Umgang mit Werkzeugen wurden anschaulich erklärt. Für viele war dies eine willkommene Gelegenheit, neue Fähigkeiten zu erlernen und künftig vielleicht selbst Reparaturen durchzuführen. Kathrin Younes zeigte sich zufrieden: „Es ist toll zu sehen, wie viele Leute mit ihren Schätzen gekommen sind – und wie glücklich sie über die Reparaturen waren.“
Förderung für Co-Working-Space in Höchstadt
Rund 50 Gäste besuchten den Co-Working-Space an dem Tag. Von den 20 durchgeführten Reparaturen konnten nur sieben nicht erfolgreich durchgeführt werden, aber zum Beispiel der Ersatzteilbedarf ermittelt werden. Die positive Resonanz bestärkt sie in ihrer Vision, das Repair-Café langfristig zu etablieren. Nicht nur das Repair-Café war ein Erfolg, auch für den geplante Co-Working-Space „Coworking Kellerstraße“ gibt es positive Neuigkeiten.
Die Förderung der LGA Aischgrund wurde genehmigt, und nun wartet das Ehepaar Younes auf die abschließende Zustimmung des zuständigen Amtes, um mit dem großen Umbau der Räume in der Innenstadt zu beginnen. Langfristig ist geplant, dass ein Trägerverein die Organisation der Repair-Cafés übernimmt. Ziel ist es, eine Plattform zu schaffen, die Nachhaltigkeit fördert und die Gemeinschaft in Höchstadt und Umgebung stärkt.













