Sie heißt Avenio
So sieht die Straßenbahn für die Stub aus
Die VAG präsentiert ihre neuen Straßenbahnen vom Typ Avenio.
Die VAG präsentiert ihre neuen Straßenbahnen vom Typ Avenio.
Foto: VAG/Claus Felix
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Herzogenaurach – In Nürnberg können die neuen Straßenbahnen besichtigt werden. Dieser Typ soll einmal als Stadt-Umland-Bahn rollen.

Am Samstag, 19. November, stellt die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg ihre neuen Straßenbahnen vom Typ Avenio vor. Interessierte sind zwischen 10 und 17 Uhr ins Historische Straßenbahndepot St. Peter in der Schloßstraße 1 in Nürnberg eingeladen. Die erste neue Straßenbahn wird voraussichtlich im Dezember in den Fahrgastbetrieb gehen.

Auch das nächste Dialogforum des Zweckverbandes Stadt-Umland-Bahn (Stub) am 29. November bietet als Highlight eine Fahrt mit dem neuen Avenio an. „Bis die Stub selbst fährt, freuen wir uns, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unseres Dialogforums mit freundlicher Unterstützung der VAG vorab eine Möglichkeit anbieten zu können, bei einer gemeinsamen Testfahrt mit einer modernen Straßenbahn ein wenig „Stub-Luft zu schnuppern“, sagt Mandy Guttzeit, Geschäftsleiterin des Zweckverbandes.

Denn der neue Avenio ist das Modell, das dann auch zwischen Nürnberg und Herzogenaurach als Stadt-Umland-Bahn verkehren soll. Die Straßenbahnen des Typs Avenio sind eine Option für die Stub, bestätigt VAG-Pressesprecherin Elisabeth Seitzinger.

Zum Dialogforum anmelden

Wer am Dialogforum teilnehmen möchte, kann sich via info@stadtumlandbahn.de mit dem Betreff „Teilnahme 12. Dialogforum“ bis spätestens 23. November anmelden. Aufgrund beschränkter Sitz- und Stehplatzkapazitäten ist die Teilnehmerzahl begrenzt, berichtet der Zweckverband.

26 Fahrzeuge bestellt

Insgesamt hat die VAG bisher 26 Fahrzeuge bei Siemens Mobility bestellt, um für den Ausbau des Straßenbahnnetzes gerüstet zu sein und um den Fahrgästen angenehmen Fahrkomfort zu bieten. Drei der neuen Straßenbahnen können am 19. November im historischen Straßenbahndepot besichtigt werden; einer der Züge wird jede halbe Stunde zu einer Rundfahrt vom Depot bis zur Christuskirche und zurück einladen.

Sowohl VAG und Siemens Mobility stehen den Gästen Rede und Antwort und bieten neben Erläuterungen zum Fahrzeug auch Einblick in den Bau, die Technik und den mehrmonatigen Inbetriebnahmeprozess. Außerdem erläutern Mitarbeiter der VAG-Planungsabteilung, welche Angebotsmaßnahmen das Nürnberger Straßenbahnnetz bis 2030 noch attraktiver machen werden – von mehr Fahrten bis zu neuen Strecken reicht das Spektrum.

Verkehrswende in Nürnberg

„Unsere neuen Straßenbahnen sind ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende in Nürnberg“, erläutert Tim Dahlmann-Resing, VAG-Vorstand Technik und Markt. Im nächsten Jahr sollen die Straßenbahnlinien 10 (Dutzendteich – Plärrer – Am Wegfeld) und 11 (Gibitzenhof – Hauptbahnhof – Mögeldorf) auf bestehenden Trassen in Betrieb genommen werden. Dafür brauche man einen Teil der neuen Flotte.

So könnte es aussehen, wenn die neue Bahn durch Nürnberg rollt.
So könnte es aussehen, wenn die neue Bahn durch Nürnberg rollt.
Foto: Fotomontage: Siemens Mobility

Geschaffen werden laut Pressemitteilung neue und schnelle Direktverbindungen, die auf stark nachgefragten Abschnitten mindestens einen Fünf-Minuten-Takt bringen sollen. Geplant seien aber auch Streckenverlängerungen durch Neubau, wofür weitere Fahrzeuge benötigt werden.

Das bedeutet auch, dass die Stadt-Umland-Bahn, die von Herzogenaurach bis zur Nürnberger Station „Am Wegfeld“ rollen soll, dort nicht endet. Denn die Straßenbahnen fahren von dort weiter über den Plärrer bis nach Gibitzenhof, dem heutigen Endhalt der Nürnberger Straßenbahnlinie 4, beichtet Seitzinger. Eine Fahrt, zum Beispiel von Erlangen ins Nürnberger Stadtzentrum, ist somit ohne Umstieg möglich.

Ziel sei es, so Dahlmann-Resing, dass der ÖPNV in Nürnberg bis zum Jahr 2030 rund 200 Millionen Fahrgäste pro Jahr befördert. Das entspräche einer Steigerung um 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019.

Das ist der Avenio

Beschreibung Der Avenio ist ein modernes und komfortables Fahrzeug, rollt leise und bremst sanft. Der Avenio ist ein Niederflurfahrzeug von Siemens Mobility, das an allen Türen einen barrierefreien Zugang ermöglicht und zusätzlich an zwei Türen eine Klapprampe hat. Im Fahrzeuginnenraum ist er stufenlos, die Sitze über den Rädern sind erhöht.

Aufteilung Der Avenio besteht aus vier Modulen mit jeweils einem eigenen, mittig angeordneten Drehgestell. Im Zugangsbereich von sechs der acht besonders breiten Doppeltüren sind sogenannte Multifunktionsbereiche angeordnet, die mehr Raum bieten für ein zügiges Ein- und Aussteigen, aber auch ausreichend Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle sowie in Nebenverkehrszeiten für Fahrräder.

Extras Wie beim neuen U-Bahn-Zug der VAG, dem Gliederzug G1, sind längs der Türen des Avenio LED-Leisten angebracht, die den Fahrgästen mit Grün oder Rot signalisieren, ob eingestiegen werden kann. Außerdem bieten die neuen Straßenbahnen ganzjährig Klimatisierung sowie Wlan.

 

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