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Lösung gefunden
Umstrittener Straßenbau: Anwohner und Gemeinde einigen sich
Die Peter-Rosegger-Straße in Adelsdorf kommt wieder zur Ruhe (Symbolfoto).
Die Peter-Rosegger-Straße in Adelsdorf kommt wieder zur Ruhe (Symbolfoto). // Martin Regner
Adelsdorf – Die Straßenbaustelle in der Peter-Rosegger-Straße beschäftigt die Anwohner und die Gemeinde Adelsdorf seit Jahren - viel Streit inklusive. Jetzt scheinen sich die Wogen endlich zu glätten.

In der Peter-Rosegger-Straße - einer in den 1960er-Jahren erschlossenen Wohnstraße in Adelsdorf - wird seit dem Jahr 2022 gebaut. Die Gemeinde erneuert Frischwasser- und Abwasserleitungen sowie Straßenbelag und Gehwege. Die Gemeindewerke schließen die Anwohner an das Nahwärmenetz an und die Telekom verlegt Glasfaserkabel für schnelles Internet. 

Doch immer wieder keimte während der Bauarbeiten Streit auf. Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) musste den Anwohnern mehrfach Rede und Antwort stehen. Ihren Höhepunkt erreichten die Animositäten im September 2023, als die Anwohner um Michael Denk und Peter Peifer eine rund 12 Meter lange Wutliste vorlegten, auf der sie zahlreiche Versäumnisse und Mängel während der Bauphase auflisteten und auf Abhilfe drängten. Der Bürgermeister verlies das Treffen mit dem Versprechen, sich um jeden einzelnen Kritikpunkt zu kümmern. 

Kürzlich hat nun ein neuerlicher gemeinsamer Gesprächstermin stattgefunden. Teilgenommen haben daran unter anderem Bürgermeister Fischkal, Andreas Zacherl vom beauftragten Planungsbüro GBI und die Anwohner. Und offenbar zeichnet sich eine friedliche Lösung des lange schwelenden Konflikts ab. „Das war ein wirklich gutes Gespräch“, meint etwa Karsten Fischkal als Fazit. Man habe mehrere Missverständnisse ausräumen können. 

Auch Andreas Zacherl bestätigt die konstruktive Athmosphäre der Zusammenkunft: „Das war eine sehr angespannte Situation, weil die Bürger Sorgen hatten. Ich hatte das Gefühl, dass sich dann aber nach und nach Erleichterung bei den Leuten eingestellt hat.“ Die Stimmung am Ende des Gesprächstermins beschreibt Zacherl als „gelöst“.

Zwei Vor-Ort-Termine folgen

Man habe vereinbart, dass im Sommer vor dem Einbau der Asphaltdeckschicht der Straße noch einmal ein Vor-Ort-Termin stattfinden soll, so Fischkal und Zacherl weiter. Dabei ist geplant, alle Grundstücke einzeln abzugehen und dort eventuell noch vorhandene Probleme direkt vor Ort zu erörtern. Nach der Fertigstellung der Straßenbauarbeiten soll dann ein  weiterer Vor-Ort-Termin stattfinden, um letzte offene Fragen zu klären. 

Man habe einen „Kompromiss gefunden“, bestätigt auf Nachfrage Michael Denk, der sich zusammen mit Peter Peifer an die Spitze der Anwohnerproteste gestellt hatte. „Wenn die Gemeinde uns am Ende bestätigt, dass alles mängelfrei erledigt worden ist, dann nehmen wir das so hin“, erklärte Denk weiter. 

Einzelne Sorgen bleiben noch

Insgesamt gehe die Sache jetzt „in die richtige Richtung“, so Denks Fazit. Peter Peifer betonte auf Nachfrage seine Hoffnung „dass wir für alle Seiten ein akzeptables Ergebnis finden“. Unklar sei allerdings noch die Frage, wie die Höhen des Straßenbelags und des Gehwegs an die vorhandenen Grundstückszufahrten angepasst werden. Dabei müssten die vorhandenen Grenzen der Grundstücke in jedem Fall eingehalten werden, forderte Peifer. 

Eine weitere Sorge konnte bislang ebenfalls noch nicht ausgeräumt werden. Nämlich die, wie sich die womöglich vorhandenen Unzulänglichkeiten im Unterbau der Straße später noch auswirken könnten, zum Beispiel in Form von Setzungen. Das werde die Zeit zeigen, so Peifer. 

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