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Unfallschwerpunkte
B 470 bei Höchstadt soll entschärft werden
Erst vor zwei Wochen hat es bei der Zufahrt nach Adelsdorf gekracht. Solche Unfälle will Karsten Fischkal vermeiden
Erst vor zwei Wochen hat es bei der Zufahrt nach Adelsdorf gekracht. Solche Unfälle will Karsten Fischkal vermeiden // vifogra
Unfallschwerpunkte B470 ERH
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LKR Erlangen-Höchstadt – Der Adelsdorfer Bürgermeister fordert zwei neue Kreisverkehre entlang der Bundesstraße. Damit sollen kritische Stellen entschärft werden.

Erst vor rund zwei Wochen hat es bei Adelsdorf heftig gekracht: Ein Kleinbus bog aus Richtung Wiesendorf kommend von der Staatsstraße 2264 auf die B 470 ein und stieß mit einem Auto zusammen, das aus Richtung Forchheim ankam. Unfälle wie diesen gibt es auf der Bundesstraße öfter. Aus Sicht von Karsten Fischkal (Freie Wähler) zu oft.

Drei Unfallschwerpunkte beklagt

Der Adelsdorfer Bürgermeister hat jetzt einen Antrag beim Landratsamt eingereicht. Das Ziel: Drei aus Fischkals Sicht gefährliche Einmündungen entschärfen, um das Unfallrisiko zu senken. Neben der erwähnten Einmündung der Staatsstraße 2264 aus Richtung Adelsdorf und Wiesendorf geht es in dem Antrag um die Abzweigung in die Rothenburger Straße der Stadt Höchstadt zwischen Karpfenkreisel und Lonnerstadt sowie um die Abzweigung zur Zeckerner Kläranlage und dem Jüdischen Friedhof.

An den drei Stellen sieht der Adelsdorfer Bürgermeister Unfallschwerpunkte und Gefahrenpotentiale. Wenn etwa jemand von der B 470 zur Zeckerner Kläranlage abbiegen wolle und wegen Gegenverkehrs warten müsse, müssten weitere ankommende Autos auf freier Strecke scharf abbremsen, im Extremfall von Tempo 100 auf Null.

Tempolimit ausweiten

An dieser Stelle fordert Fischkal deswegen im Gespräch mit dem FT eine Ausweitung des Tempolimits auf 70, das ein Stück weiter in Richtung Forchheim auf Höhe der Abzweigung in den Ort Zeckern bereits gilt. Wenn man das 70er-Schild um rund 500 Meter in Richtung Adelsdorf versetzen würde, wäre das Tempo, aus dem abgebremst werden muss, nicht mehr so groß. Eine Lösung, die auch Max Wölfel vom Bauamt der Gemeinde Hemhofen, zu der Zeckern gehört, für gut befinden würde.

Allerdings, so erklärt Wölfel weiter, sei die fragliche Abzweigung nur für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr zugelassen: „Der Weg ist nicht als Zufahrt für den normalen Straßenverkehr gedacht.“ Sondern nur für Landwirte, die dort einen Acker haben, sowie für Mitarbeiter der kommunalen Kläranlage.

Unfallkommission soll tagen

Im Falle der Abzweigung der Rothenburger Straße in Richtung Höchstadt sowie der Einmündung der Staatstraße 2264 bei Wiesendorf denkt der Adelsdorfer Bürgermeister Karsten Fischkal an den Bau von Kreisverkehren, um Kreuzungsunfälle zu vermeiden. Um sich dahin auf den Weg zu begeben, solle sich die Unfallkommission mit den Einmündungen befassen.

Die Unfallkommission setzt sich aus je einem Vertreter der Polizei, der Straßenverkehrsbehörde des Landratsamts und des Staatlichen Straßenbauamts Nürnberg zusammen. Die Kommission prüft und bewertet das Unfallgeschehen, etwa hinsichtlich der Schwere der Unfälle und der Ursachen, die zu Unfällen geführt haben. Anschließend wird entschieden, ob und wenn ja welche Gegenmaßnahmen ergriffen werden sollten, um Unfälle in Zukunft zu verhüten.

Stattdessen kam die Ampel

Mit seinem Antrag will Fischkal bewirken, dass sich die Unfallkommission mit den drei kritisierten Einmündungen befasst. Mit dem Wunsch nach einem Kreisverkehr bei der Einmündung in die Rothenburger Straße von Höchstadt rennt Fischkal zumindest bei den anliegenden Kommunen offene Türen ein. Sowohl der Höchstadter Bürgermeister Gerald Brehm als auch dessen Amtskollegin Regina Bruckmann aus Lonnerstadt (beide Freie Wähler) halten hier einen Kreisverkehr für wünschenswert.

Einen solchen hätte sich die Gemeinde Lonnerstadt auch für die Kreuzung der B 470 mit der Verbindungsstraße von Lonnerstadt nach Sterpersdorf gewünscht, wo im Jahre 2020 stattdessen eine Ampel installiert worden ist.

Kein Grün für Radler

Die Ampelanlage erkenne nämlich Radfahrer nicht, die von den beiden Seitenstraßen aus ankommen. Weil die Ampel dann (im Gegensatz zu Autos und Lkw) nicht auf Grün schalte, müssten Radler lange warten. Oder illegalerweise bei Rot die Kreuzung überqueren. Man frage deswegen seit über zwei Jahren immer wieder beim Straßenbauamt an, verbessert habe sich allerdings noch nichts, bedauert Bruckmann.

Der ADAC Nordbayern würde dennoch Ampeln bevorzugen: Kreisverkehre würden mehr Fläche verbrauchen als eine Ampel. Außerdem bleibe die Hauptfahrtrichtung mit einer Ampel frei von Bauwerken. Es komme an Kreisverkehren nämlich besonders nachts öfter vor, dass diese übersehen werden und Autofahrer unbeabsichtigt auf der Mittelinsel landen, so Jürgen Hildebrandt vom ADAC. Die Zahl der Ampeln an der Bundesstraße könnte also demnächst weiter zunehmen.

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