Es ist ein Paukenschlag in der Gastro-Szene: Die bekannte Burger-Kette Ruff’s Burger kauft die 17 Filialen von Burgerheart, zu dem unter anderem Standorte in Nürnberg, Fürth, Bamberg und Erlangen gehören, auf. Insgesamt gehören nun rund 80 Restaurants zur Münchner Kette.
Doch wer in Erlangen jetzt Angst hat, bald auf den geliebten Burger am Siemens-Campus verzichten zu müssen, kann beruhigt sein. Denn die Filiale in Erlangen soll definitiv bestehen bleiben, wie die Pressestelle der Gustoso-Gruppe bestätigt, zu der auch Ruff’s Burger gehört. Tatsächlich gebe es derzeit keine Pläne für ein Rebranding oder „eine konkrete Änderung des Portfolios oder der Speisekarte“.
Burgerheart Erlangen: Übernahme durch Ruff’s Burger
Auch Till Stürmer, Gastronom aus Erlangen und Gesellschafter der Burgerheart-Filiale, bestätigt dies auf Nachfrage. Zum jetzigen Zeitpunkt werde die Übernahme „nach außen hin nicht spürbar“ sein. „Es gibt keine Preiserhöhung, keine Namensänderung, die Gutscheine behalten ihre Gültigkeit“, zählt Stürmer auf.
„Lediglich auf organisatorischer und prozessualer Ebene – etwa in Bereichen wie Einkauf, Logistik oder Administration – planen wir eine Zusammenführung, um künftig Synergien nutzen zu können“, so die Pressestelle von Ruff’s Burger weiter. Für Ruff’s sei die Expansion „Teil einer klaren Wachstumsstrategie“.
Burgerheart am Siemens Campus: Vorerst bleibt alles gleich
Auch für Burgerheart sieht Stürmer in der Übernahme nur Vorteile, keinesfalls liege diese an mangelndem Erfolg – im Gegenteil. „Es war eine strategische Entscheidung. Burgerheart ist sehr erfolgreich und in den letzten Jahren gut gewachsen. Aber wenn man weiter wachsen will, macht es irgendwann Sinn, sich mit anderen zusammenzutun“, so der Gastronom. „Und Ruff’s Burger hat da noch ehrgeizigere Pläne.“
Auf lange Sicht erwarte Stürmer von der Übernahme einen „Wachstumsschub“ für das Lokal in Erlangen. „Zum Beispiel kann es sein, dass es irgendwann neue Burger geben wird, oder dass coole neue Aktionen für die Kunden entstehen“, erklärt er.
Stürmer, der seine Anteile an den Burgerheart-Filialen in Fürth und Bamberg im Zuge der Übernahme verkauft hat, bleibt dem Erlanger Restaurant weiter als Gesellschafter erhalten und ist vom Standort überzeugt. „Erlangen ist ein starker Zukunftsstandort. Außen herum ist nur Wachstum mit dem Siemens-Campus und den 2000 neuen Wohneinheiten, die hier demnächst entstehen sollen.“
Vollzug der Übernahme soll schnell ablaufen
Seine Entscheidung, sich von den Filialen in Fürth und Bamberg zu trennen, sei aber keine gegen die Standorte, betont er. „Das heißt nicht, dass Bamberg und Fürth weniger vielversprechend sind“, sagt Stürmer. „Im Prinzip ist es eine Frage der Fokussierung.“ Er selbst wolle den Fokus künftig mehr auf seine Heimatstadt Erlangen legen.
„Mit dieser strategischen Akquisition unterstreicht Ruff’s Burger seine konsequente Wachstumsstrategie, die auf unternehmerische Substanz, markenstrategische Klarheit und nachhaltige wirtschaftliche Skalierbarkeit ausgerichtet ist“, schreibt die Gustoso-Gruppe in einer Pressemitteilung vom 5. August. Demnach sei mit dem „Vollzug der Transaktion“ in den kommenden Wochen zu rechnen.
















