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Institution in Höchstadt
Aus für Traditionsgeschäft Foto Weller: Das sind die Gründe
Foto Weller
Nach einem dreiviertel Jahr schließt Andrea Maier das Traditionsgeschäft Foto Weller in Höchstadt. // Foto: Anna-Lena Reif
Höchstadt a. d. Aisch – Erst Anfang des Jahres sah es so aus, als gäbe es eine neue Zukunft für Foto Weller in Höchstadt. Wieso Andrea Maier ihren Laden jetzt doch schließen muss.

Rund ein dreiviertel Jahr ist es her, dass Andrea Maier den Traditionsbetrieb Foto Weller in Höchstadt vor dem Aus gerettet hat. Doch nun ist klar: Die Rettung war nur vorübergehend. Ende September will Maier den Laden nun endgültig schließen, wie sie ihre Kunden in einem Facebook-Post wissen lässt. Der Grund: nicht genug Kundschaft. 

Die Entscheidung hat sie sich nicht leicht gemacht, wie sie im Gespräch mit fraenkischertag.de erzählt. Immerhin hat sie jahrelang im Geschäft gearbeitet. Doch an diesem finalen Schritt führt kein Weg vorbei, wie sie sagt.  „Frau Weller hat ja nicht ohne Grund zugemacht“, sagt Maier. „Sie hat zugemacht, weil es nicht mehr läuft.“ Über 30 Jahre lang hatte Petra Weller das Geschäft in der Bamberger Straße geführt, ehe sie im November 2024 das Ende bekannt gab. Der Grund war auch damals schon die rückläufige Auftragslage.

Foto Weller in Höchstadt: Nun folgt doch das Aus

Das habe Maier von Anfang an gewusst. „Aber ich wollte abwarten, was passiert, wenn die Passbilder am Amt kommen“, sagt die Fotografin. Denn seit Mai 2025 werden Passbilder für Ausweise nur noch digital akzeptiert. Eigens dafür wurden in Städten und Gemeinden Fotoautomaten aufgestellt, so dass viele Fotografen schon im Vorfeld Sorgen geäußert hatten.

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Über 30 Jahre war Foto Weller in Höchstadt eine feste Institution. // Foto: Anna-Lena Reif

„Es wusste ja niemand, wie sich das entwickelt“, sagt Maier. Genauso hätte es sein können, dass mehr Menschen ihre Passfotos beim Fotografen machen, wenn sie mit dem Automaten nicht klarkämen. Also habe sie sich Anfang des Jahres dazu entschieden, dem Geschäft noch eine Chance zu geben. Doch genau das Gegenteil sei der Fall. „Es ist definitiv so, dass es zurückgegangen ist. Es kommen natürlich noch Leute, oft auch bewusst, um die Fotografen zu unterstützen. Aber es ist weniger“, sagt Maier. Für sie sei das ein großes Problem, denn die Passbilder seien die „Grundbasis für die Unkosten“, ohne sie lohne das Geschäft sich nicht mehr.  

Für Maier war der Schritt nicht leicht. „Ich habe noch nie was anderes gemacht in meinem Leben. Ich habe direkt nach dem Abi meine Ausbildung zur Fotografin gemacht und den Beruf 35 Jahre lang abgöttisch geliebt“, berichtet sie. Anders als viele andere habe sie den Beginn einer neuen Arbeitswoche kaum erwarten können. Doch die wachsende Unsicherheit macht ihr das Leben schwer. „Ich muss Miete zahlen, ich habe Nebenkosten. Wenn man sich nur noch Sorgen macht, ist der Spaß auch weg“, sagt Maier. „Man muss auch einsehen, wenn das Ende erreicht ist.“

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Schon seit Jahren kämpfte das Fotostudio, nun geht es nicht mehr, sagt Andrea Maier. // Foto: Anna-Lena Reif

Immer weniger Kundschaft: Fotostudio lohnt sich nicht mehr 

Die Kunden seien verständnisvoll, sagt Maier. Viele würden ihr Bedauern äußern, doch am Ende könne jeder die Entscheidung nachvollziehen. Für Maier soll es nun abseits der Fotografie weitergehen. „Ich wollte erstmal gar nichts mehr von Fotografie hören“, gibt sie mit einem leisen Lachen zu. Einen neuen Job habe sie schon. „Und ich freue mich darauf, dann endlich mal wieder Urlaub machen zu können oder mir keine Sorgen machen zu müssen, ob am Monatsende Geld auf dem Konto ist.“

Ganz final ist ihr Abschied von der Fotografie aber vielleicht doch noch nicht. „Ich habe jetzt schon ziemlich viele Anfragen bekommen“, verrät Maier. „Und vielleicht mache ich dann ab und an noch was nebenbei.“ 

 

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