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Auf dem Arbeitsmarkt
Erlangen-Höchstadt: Gelingt die Integration Geflüchteter?
Wie man Geflüchteten in der Region in einem Job unterbringt, diskutierten Experten während des jüngsten Wirtschaftsgesprächs des Landkreises in Möhrendorf. Unser Foto zeigt einen Gelüchteten, der an einem Sicherungskasten arbeitet.
Wie man Geflüchteten in der Region in einem Job unterbringt, diskutierten Experten während des jüngsten Wirtschaftsgesprächs des Landkreises in Möhrendorf. Unser Foto zeigt einen Gelüchteten, der an einem Sicherungskasten arbeitet. // Monika Skolimowska, dpa
Signet des Fränkischen Tags von Gerd Ankermann
Möhrendorf – Geflüchteten helfen und Betriebe unterstützen: Wie das im Landkreis Erlangen-Höchstadt funktioniert, haben Experten aus der Region diskutiert. Ein Firmenchef zeigt die Erfolgsgeschichte einer Ukrainerin.

Gelingt die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt? Beim diesjährigen Wirtschaftsgespräch des Landkreises in der Morgentau-Wirtsstube in Möhrendorf hat Landrat Alexander Tritthart (CSU) diese Fragestellung in den Fokus gestellt. Vertreter der Agentur für Arbeit und des Jobcenters zeigten die vielfältigen Unterstützungsangebote und Förderleistungen in diesem Bereich auf. Die Taskforce Fachkräftesicherung und der Geschäftsführer der Firma Eisen aus Baiersdorf berichteten aus der Praxis.

Zur Einleitung des seit 2009 etablierten Wirtschaftsgesprächs, das ein fester Bestandteil des Serviceangebots der Wirtschaftsförderung des Landkreises ist, würdigte Tritthart „seine“ Unternehmen. Die Bündelung der regionalen Kräfte und die Kooperation der hiesigen Funktionsstellen bilden eine wichtige Basis für die gute Wirtschaftsstruktur. Mit dem Engagement der Unternehmer bleibt der Standort leistungsfähig und kann sich auch künftig den Herausforderungen stellen. Der Erfolg gibt ihm recht: Die Beschäftigungsquote liegt bei 97 Prozent, die Arbeitslosenquote bei drei Prozent, das ist bundes- und landesweit Rang 8.

Erlangen-Höchstadt: Gymnasium und Pflegestützpunkt

Die Bürger im Landkreis verfügen über ein hohes Pro-Kopf-Einkommen von 33.548 Euro im Durchschnitt. Ebenfalls ein Spitzenwert in Bund und Freistaat. Die Investitionen finden auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten statt. Gymnasien, Hochschulen, neues Berufsschulzentrum, Radwege und ein neuer Pflegestützpunkt seien nur die aktuellen Beispiele, die zeigen, wo der Landkreis mit unterstützt. Ein Technologiezentrum soll auch im Landkreis aufgebaut werden, dazu wird auch zeitnah ein Workshop im Landratsamt stattfinden.

Landrat Alexander Tritthart, Wolfram Leistner, Geschäftsführer Firma Eisen, Norbert Ratzke, Leiter Jobcenter, Larissa Muswieck und Jutta Feigl, beide Taskforce Fachkräftesicherng sowie Florian Friedrich, Agentur für Arbeit, (von links) trafen sich zum diesjährigen Wirtschaftsgespräch.
Landrat Alexander Tritthart, Wolfram Leistner, Geschäftsführer Firma Eisen, Norbert Ratzke, Leiter Jobcenter, Larissa Muswieck und Jutta Feigl, beide Taskforce Fachkräftesicherng sowie Florian Friedrich, Agentur für Arbeit, (von links) trafen sich zum diesjährigen Wirtschaftsgespräch. // Gerd Ankermann

Um leistungsfähig den Arbeitsmarkt zu stärken, wurden Fördermöglichkeiten zur Integration Geflüchteter vorgestellt. Während des Gesprächs hieß es: „Für eine zügige Integration braucht es eine enge Zusammenarbeit aller Akteure am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft“. Maßnahmen dazu finden auch beim Arbeitgeber statt. Dafür gibt es auf Antrag einen Eingliederungszuschuss. Im Jahr 2023 wurde dieser bereits 110 Unternehmen im Landkreis bewilligt.

Integration: Ukrainerin arbeitet in Baiersdorf

Weiterbildung während der Beschäftigung sowie berufsbezogene Deutschkurse helfen den geflüchteten Menschen in Arbeit zu bleiben, um nur einige Beispiele zu nennen. Für alle Angebote steht der Arbeitgeber-Service der Bundesagentur bereit. Wolfram Leistner, Geschäftsführer der Firma Eisen, beeindruckte beim Wirtschaftsgespräch mit einem Bericht aus seinem Unternehmen.

Seit einem Jahr beschäftigt der Betrieb, der Schreibwaren- und Kosmetikprodukte herstellt, eine Ukrainerin, die er mit dem Engagement der Mitarbeiter binnen dieser vergleichsweise kurzen Zeit zu einer motivierten und zuverlässigen Mitarbeiterin ausbilden konnten. Fazit: Ja, es macht Mühe, sich um Flüchtlinge zu kümmern, aber es lohnt sich.

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