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Wirtschaft
Neues Mühlencafé für Lonnerstadt
Inhaber Paul Bruckmann will künftig einmal die Woche eigenes Brot im Mehlstübla backen.
Inhaber Paul Bruckmann will künftig einmal die Woche eigenes Brot im Mehlstübla backen. // Evi Seeger
Signet des Fränkischen Tags von Evi Seeger
Lonnerstadt – Mit seinem Mehrstübla will Paul Bruckmann künftig für mehr Begegnung in Lonnerstadt sorgen. Einmal die Woche backt der Müller dafür sogar selbst.

Das Ladengeschäft ist hell und freundlich. Dem Verkaufsraum schließt sich ein Café an, von dem aus der Besucher durch die verglaste Front auf die historische Lonnerstadter Mühle blickt. Das Ensemble der denkmalgeschützten Mühle fand jetzt eine zeitgemäße Ergänzung: Am westlichen Ortseingang von Lonnerstadt eröffnete „Paul’s Mehlstübla“, eine Einkaufsmöglichkeit und ein echter Begegnungsort für Einheimische und Touristen.

220 Quadratmeter Wohlfühloase

Inhaber Paul Bruckmann hat zusammen mit dem Höchstadter Architekten Georg Leyh einen Neubau geplant, der auf 220 Quadratmetern alles bietet, was sich der Hausherr erträumt hat. Mit viel hellem Holz gestaltet, wirkt der Raum freundlich und großzügig. Die im Osten und Süden verglaste Front lässt den Blick ungehindert nach draußen schweifen. Eine Terrasse mit Freisitzen soll noch dazu kommen.

Brot und Brötchen liefert die Bäckerei Arndt aus Burghaslach. Torten und Feingebäck stammen aus der Hand der Lonnerstadterin Bettina Bär. Einmal in der Woche plant der Hausherr, selbst seinen alten Backofen anzuschüren. Seit die alte Mühle 2020 als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet wurde, schließt sich mit dem Mühlencafé jetzt der Kreis. Denn für die Vergabe des Kulturerbe-Titels war die Herstellung eines Produkts und die Weitergabe des überbrachten Wissens Voraussetzung.

Bruckmann ist gelernter Müller

Mehl war ohnehin das Produkt von Paul Bruckmann. Einst hatte er in der Firma Martin Bauer den Beruf des Müllers erlernt und danach die Deutsche Müllerschule besucht. Sohn Felix Bruckmann ging übrigens den gleichen Weg: „Die Geschichte geht weiter“, freut sich Paul Bruckmann.

Lisa Stumpf wird zusammen mit zwei Teilzeitkräften das Mehlstübla führen. Im Ladengeschäft gibt es eine feine Auswahl an Produkten: Weine, Secco und feine Brände von fränkischen Winzern aus Iphofen und Ippesheim. Daneben Eier, Zwiebeln, Kartoffeln, Rapsöl, Brotaufstriche aus der Region. Die Kunden können auch unter unverpackten Produkten wie Körner, Linsen, Erbsen, Quinoa, und allen Getreidesorten wählen. Körner können sie bald schon auf einer eigenen kleinen Steinmühle selbst mahlen.

Lonnerstadts Pfarrer Andreas Sauer segnete das Mühlencafe im Rahmen einer kleinen Feierstunde. Helmut Lottes, Bürgermeister von Vestenbergsgreuth, gratulierte für die LAG Aischgrund, die das Projekt gefördert hat. Das Mühlencafé entspreche genau den Richtlinien der LAG, so Lottes. Bei der Förderung sei der Fokus auf lokale Entwicklung, Wertschöpfung, Vernetzung, Bürgerbeteiligung, Nachhaltigkeit gerichtet.

Geöffnet ist Paul’s Mehlstübla von Dienstag bis Samstag von 8 bis 18 Uhr. An Sonntagen ist nur das Cafe ab Mittag bis 18 Uhr geöffnet.

 

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