Jessica Sabatino seht auf der Wiese, wo der neue Supermarkt gebaut werden soll. Der rote Einkaufskorb ist noch leer. Es wird schon noch einige Zeit vergehen, bis sie ihn dort mit Lebensmitteln füllen kann. Der Bauantrag für den Vollsortimenter, der auf der Herzo Base entstehen soll, wurde im jüngsten Bauausschuss mit großer Freude genehmigt. Für wen ist der Einkaufsmarkt eigentlich genau? Sabatino betreibt in der Herzogenauracher Innenstadt einen Laden, die „Villa Sabatino“. Dort kann man „Schönes und Gutes“ erwerben. Auch Lebensmittel.
Anwohner der Herzo sind froh über neues Café
Sie ist Partnerin im Netzwerk für „the place“ Apartments auf der Herzo Base. Dort beliefert sie den Store mit einem Teil ihres Sortiments. Sie kann also aus Sicht der Geschäftsfrau ganz gut beurteilen, ob ein weiterer Supermarkt in Herzogenaurach für die Geschäfte im Zentrum eine Konkurrenz oder eine Bereicherung darstellt. Zudem ist sie seit 19 Jahren mit ihrer Familie eine Bewohnerin der Herzo Base. Ihr Haus ist gegenüber dem Novina-Hotel, gleich hinter dem Damm. Aus heutiger Sicht quasi in der „Altstadt“ der Herzo Base. Die Nachbarschaft ist froh, sagt sie, dass nicht nur ein Supermarkt in fußläufiger Nähe entsteht, auch das geplante Bäckerei-Café werde bestimmt gut angenommen werden.
Viele junge Familien sind auf die Herzo Base gezogen, die Parkplätze für Lastenfahrräder werden also nicht lange unbelegt sein. Auch ein Angebot von Bio-Lebensmitteln wird seine Käufer finden, davon ist sie überzeugt. Die Bewohner von Haundorf und Beutelsdorf hätten auch einen Mehrwert, wenn sie zum Einkaufen künftig kürzere Wege haben. Auch Mitarbeiter von den großen Firmen rund um die Herzo Base können in der Mittagspause die Chance nutzen, einzukaufen und auch außerhalb der Kantine zu essen. Das beobachtet Jessica Sabatino seit längerer Zeit in der Herzogenauracher Innenstadt. Trotz Kantine, würden die umliegenden Läden gerne aufgesucht.
Als Geschäftsfrau sieht Sabatino die Supermärkte außerhalb der Innenstadt nicht als Konkurrenz. „Die Leute gehen am Montag zum Einkaufen, machen den Wochen-Einkauf mit dem Auto.“ Sie habe ihren Laden in der Hauptstraße am Montag geschlossen, weil es sich nicht lohne. „Es kommen Montags zu wenig Kunden.“ Dafür habe sie halt am Samstag geöffnet. Ihr Sortiment unterscheide sich deutlich von Supermärkten und Discountern. Es sind andere Artikel zu anderen Preisen, meint sie.
Neuer Supermarkt: Moderner Edeka für die Herzo Base
Unterschiedliche Bedürfnisse der Kunden ließen sich am Markt durch die Spezialisierung leichter erfüllen. „Die Feinkosthändler in der Innenstadt können sich auf hochwertige, besonders exklusive Lebensmittel oder Spirituosen spezialisieren, meist verbunden mit Beratung im Laden“, beobachtet Jessica Sabatino. Ein Vollsortiment-Supermarkt biete eine breite Auswahl an Lebensmitteln, oft aber ohne starke Spezialisierung. Ansonsten gilt: Konkurrenz belebt das Geschäft. Gut für die Kunden ist das allemal.
Welcher Supermarkt auf der Herzo Base eröffnet wird, teilt nun die Edeka Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen mit. Sie habe den Kauf eines Grundstücks am Olympiaring erfolgreich abgeschlossen, heißt es. „Auf dem Areal wird in den kommenden Monaten ein hochmoderner Edeka-Markt entstehen.“ 1720 Quadratmeter Verkaufsfläche sind geplant. Im Sortiment sollen zusätzlich zu Produkten und Lebensmitteln des täglichen Bedarfs auch vegetarische, vegane und Bio-Produkte sowie regionale Erzeugnisse angeboten werden. Komplettiert von einer Bäckereifiliale. 94 Parkplätze, 24 Fahrradabstellplätze sowie zwei Bushaltestellen sollen den Einkauf erleichtern. Die Eröffnung plant Edeka im kommenden Jahr.












