Pizza, Pasta, Burger und Flammkuchen: Die kulinarische Bandbreite Höchstadts ist um ein Lokal reicher geworden. Im „Perfect Pizza Time“ in der Großen Bauerngasse gibt es seit gut zwei Wochen italienische Schmankerl und einige Klassiker auf der Karte.
In der Gastronomie ist Betreiber Benjamin Fricke noch neu, trotzdem hat er große Ziele. „Ich war viele Jahre in der Sicherheit aktiv“, erzählt er. Doch 2023 sei das ehemalige Familienunternehmen, der Erlanger Sicherheits-Service, verkauft worden. Fricke habe sich somit etwas Neues suchen müssen. Zusammen mit seiner Stieftochter Cora Bauer sei dann die Idee für die Food Spots Fricke entstanden.
Fricke Food Spots: Höchstadt ist erster Standort
„Wir haben uns zusammengesetzt, viel gesprochen, viel aufgezeichnet und sind auf die Idee gekommen, dass wir ein Unternehmen gründen, das viele Imbisse vereinen kann. Daher die Food Spots Fricke, das ist der Mutterkonzern“, erklärt Fricke. Mit diesem könne man in Zukunft dann viele verschiedene Imbisse abdecken – egal ob in Bamberg, Forchheim oder Erlangen.
Los geht es für das Unternehmen aber erstmal in Höchstadt. Bis zur Eröffnung stand für Fricke und Bauer viel Arbeit an, um den ehemaligen Döner-Imbiss in eine kleine Pizzeria zu verwandeln, das meiste davon in Eigenleistung.
„Die Kunden sollen sich hier wohlfühlen“, so Bauer. „Es soll einfach gemütlich und familiär sein, wenn sie zum Beispiel beim Abholen mal kurz warten müssen.“ Natürlich könne man aber auch im Imbiss selbst essen. Pflanzen auf dem Fensterbrett, Deko auf den Tischchen und teils in freundlichem Lila gestrichene Wände laden zum Verweilen ein.
Alternatives Angebot mit Dinkel
Die Resonanz der Kunden sei bisher überwiegend positiv, auch wenn manche vom leicht alternativen Angebot noch nicht ganz überzeugt seien. Im Perfect Pizza Time setzt das Team nämlich vor allem auf Dinkel – für den Pizzateig, aber zum Beispiel auch für Panaden. Auch ansonsten gibt es auf der Speisekarte einige Alternativen zum herkömmlichen italienischen Angebot.
„Wir essen das selber gerne und Dinkel ist zum Beispiel einfach gesünder als Weizenmehl“, erklärt Fricke. „Manche wollen das gar nicht probieren“, führt Bauer schmunzelnd aus. Andere hingegen fänden das neue Angebot super. „Wenn ich jetzt sage, eine Pizza wäre gesund, lachen natürlich viele. Aber mit Dinkelmehl ist sie schonmal deutlich gesünder, als mit Weizenmehl“, erklärt Fricke.
Sogar ihre eigenen Brötchen wollen die beiden herstellen, auch diese aus Dinkel. „Da muss man aber ziemlich herumexperimentieren“, erzählt Bauer. Immerhin verhalte Dinkel sich ganz anders als Weizen, braucht mehr Flüssigkeit und kann nicht so lang gelagert werden.
Regionale Zutaten für hohe Qualität
Doch die Zutaten sollen nicht nur gesund sein, sondern – sofern möglich – auch regional. So beziehen die Betreiber den Dinkel aus der Wiesnet Mühle und auch die Eier und der Salat kommen von regionalen Zulieferern. „Klar ist das ein bisschen teurer“, gibt Fricke zu. „Aber man muss sich halt entscheiden, ob man regional stark sein will, oder ob man auf Kostenmaximierung setzt.“ Für ihn stehe die Qualität an erster Stelle.
Ab dem kommenden Dienstag, 15. Oktober, soll der Imbiss auch schon mittags geöffnet sein. „Das war etwas, worauf uns tatsächlich mehrere Kunden angesprochen und Interesse signalisiert haben“, erzählt Fricke. Auch ein Lieferdienst kommt ab Dienstag hinzu.
Für das Tagesgeschäft suchen die beiden aktuell noch Unterstützer. „Die Personalsuche ist echt nicht so leicht“, berichtet Fricke. Dabei seien alle Beschäftigungsmodelle willkommen. „Das kann auch eine Mutter sein, die nur vormittags ein paar Stunden helfen kann, während das Kind in der Schule ist, oder Schüler und Studenten.“
Zweiter Laden kommt nach Erlangen
Während Fricke und Bauer ihrem ersten Standort in Höchstadt noch den letzten Schliff verpassen, planen sie schon das zweite Geschäft – in Erlangen. Der Mietvertrag ist bereits unterschrieben, wie Fricke verrät. Auch der Name steht fest: Perfect Lunch Time. Hier sollen Kunden mit Brötchen, Salaten und Suppen versorgt werden.
„Es haben dann auch alle Standorte das gleiche Logo, unser Männchen“, so Bauer. „Wenn jemand dann schonmal hier in Höchstadt gegessen hat und das Logo in Erlangen sieht, hat das einfach Wiedererkennungswert.“ Zwar gibt es noch keinen genauen Termin, aber gegen Ende November sei eine Eröffnung laut Fricke realistisch.
Im Laufe der Zeit sollen immer mehr Standorte dazukommen. „Ob das dann nochmal das Gleiche ist wie hier, oder vielleicht Burger, oder Sandwiches, das sehen wir dann“, sagt Fricke. Klar ist: Er und Bauer haben noch ganz schön viel vor.
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