Das Herzogenauracher Sportunternehmen Puma hat am Donnerstagabend, 24. Juli 2025, vorläufige Ergebnisse für das zweite Quartal 2025 veröffentlicht und seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2025 deutlich nach unten angepasst. Grund dafür ist eine schwächer als erwartete Umsatzentwicklung sowie die Berücksichtigung der zum 23. Juli 2025 bekannten Auswirkungen der US-Zölle. Das teilt Puma in der Pressemitteilung mit.
Umsätze bei Puma Herzogenaurach sind gesunken
Auf Basis vorläufiger Zahlen sind die Umsätze im zweiten Quartal währungsbereinigt um 2 Prozent auf 1.942 Millionen gesunken. Der Umsatzrückgang war vor allem auf die Schlüsselmärkte Nordamerika (währungsbereinigt -9,1 Prozent), Europa (währungsbereinigt -3,9 Prozent) und Großchina (währungsbereinigt -3,9 Prozent) zurückzuführen.
Das Wachstum bei Schuhen (währungsbereinigt +5,1 Prozent) wurde durch einen Rückgang bei Textilien (währungsbereinigt -10,7 Prozent) und Accessoires (-6,4 Prozent) mehr als ausgeglichen.
Puma fährt Verlust ein
Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwartet Puma nun einen Verlust statt eines bisher prognostizierten Gewinns von 445 Millionen bis 525 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das sei zurückzuführen auf die schwächere Umsatzentwicklung, größere Währungsbelastungen, die Auswirkungen der US-Zölle und zusätzliche Maßnahmen, inklusive Einmal-Kosten, um die Kostenbasis im zweiten Halbjahr weiter anzupassen.
Puma will Lagerbestände reduzieren
Mit Blick auf das Gesamtjahr geht Puma nicht mehr davon aus, das ursprünglich für den Rest des Jahres 2025 erwartete, währungsbereinigte Umsatzwachstum zu erzielen. Die im zweiten Quartal beobachtete schwächere Umsatzentwicklung dürfte sich für den Rest des Jahres 2025 fortsetzen und zu höheren Lagerbeständen führen.
Vor diesem Hintergrund wird Puma weiterhin aktiv Lagerbestände reduzieren. Trotz laufender Maßnahmen zur Abmilderung der Auswirkungen – wie der Optimierung der Lieferkette, Preisanpassungen und enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern – rechnet das Unternehmen für 2025 mit negativen Effekten der US-Zölle in Höhe von rund 80 Millionen Euro auf den Rohertrag. Als Reaktion auf diese Entwicklungen hat Puma seine Prognose für das Gesamtjahr angepasst.














