In Berlin bestimmte das Ampel-Aus die Schlagzeilen, in Höchstadt folgten am Donnerstag, 7. November 2024, Schaeffler-Mitarbeiter dem Aufruf der IG Metall zur Demonstration vor dem Werk. Lautstark forderten sie sieben Prozent mehr Lohn für die Metall- und Elektrobranche und 170 Euro mehr für Auszubildende.
Hier gibt es die Bildergalerie von der Schaeffler Demo in Höchstadt:
„Wir tragen das Risiko der Unternehmer“, rief Höchstadts Betriebsratsvorsitzender Roland Holler.
Schaeffler: Mitarbeiter können sich kein E-Auto leisten
Diesmal ist Höchstadt nicht vom konzerninternen Stellenabbau berührt, aber in der Vergangenheit „war Höchstadt immer von den Abbauprogrammen betroffen“, sagte er. Holler stellte sich hinter die Forderungen der Gewerkschaft. Wenigstens ein Inflationsausgleich müsse her. „Wer kann sich denn von unseren Mitarbeitern in der Montage schon ein E-Auto leisten.“
Höchstadter Schaeffler-Jugend klagt
Luisa Grohganz von der Höchstadter Schaeffler-Jugend beklagte die finanzielle Situation der Auszubildenden: „Es darf nicht sein, dass Azubis Nebenjobs machen müssen, um zu überleben.“
Martin Feder, der auch für Höchstadt zuständige 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bamberg, sieht bei VW und Schaeffler das gleiche Problem: „Die Manager versagen und die Beschäftigten sollen es ausbaden. Wir sind streikbereit.“
IG Metall kritisiert Manager von Schaeffler
Gewerkschaftler Gezim Feta, der die halbstündige Veranstaltung moderierte, beklagte den immer teurer werdenden Lebensunterhalt. Mit den Forderungen rede man nicht von Luxus, „vielmehr ist es fair und gerecht, das zu fordern“. Schließlich seien die Mitarbeiter diejenigen, die den Unternehmen die Gewinne bringen.
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