Wer das grüne und weiße Gemüse liebt, muss jetzt wieder ganz tapfer sein: Die Spargelsaison neigt sich dem Ende zu. Wenn man es ganz genau nehmen will, ist sie sogar schon zu Ende, denn traditionell endet die Spargelsaison am Johannistag, also dem 24. Juni. Mit dem Ende der diesjährigen Saison endet natürlich auch die Ernte für die Spargelbauern in der Region. Das Wetter war zwar unbeständig. Dennoch sind die Bauern zufrieden.
Schlechtes Wetter kein Problem
„Für uns war dieses Jahr schon recht erfolgreich“, erklärt Spargelbauer Rudolf Gross. Auf rund einem Hektar baut er auf seinem Hof in Kairlindach, einem Ortsteil des Markts Weisendorf, Spargel an. Zwischen 100 und 150 Kilo Spargel konnte in dieser Saison am Tag geerntet werden. Ein gutes Resultat, trotz der teilweise unbeständigen Wetterverhältnisse. „Teilweise mussten wir zwar in Gummistiefeln stechen, aber das halten wir aus“, sagt Gross.
Besonders im Vergleich zu Vorjahr war die Spargelsaison 2024 positiv zu betrachten. Die erst recht kalte und dann besonders warme und trockene Spargelsaison 2023 machte vielen Bauern einen Strich durch die Rechnung, wie der Spargelerzeugerverband-Franken berichtete.
Was dagegen geschadet haben soll, waren die teilweise sehr niedrigen nächtlichen Temperaturen. „Der Frost hat besonders dem Grünen Spargel geschadet, die ersten konnten wir dann lediglich an die Tiere verfüttern“, erklärt Gross. Ähnlich ging es auch es Hans Kraft auf seinem Erlanger Spargelhof. „Die ersten Grünen sind uns leider komplett abgefroren.“
Das Hochwasser in Bayern spielte für die Spargelbauern dagegen keine große Rolle. Laut der Deutschen-Presse-Agentur blieben Betriebe in Franken in der Regel verschont. Das sei für die Ernte nicht ins Gewicht gefallen. Teilweise seien dort allerdings Felder zerstört worden. Bis sie nach Neuanpflanzungen wieder vollen Ertrag bringen, vergehen einige Jahre.
Spargelpreis gestiegen
Trotz guter Erträge ist der Spargelpreis bei vielen Direktvermarktern dennoch gestiegen. „Bei großen Betrieben liegt das natürlich daran, dass die Personalkosten in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind“, erklärt Kraft. Betriebe, die auf Saison-Hilfskräfte angewiesen sind, müssten natürlich mehr Lohn bezahlen als in Jahren zuvor. „Wir waren dieses Jahr mit unserem Kilopreis bei 9,80 Euro. Auch wir mussten ein bisschen den Preis anheben, da vieles teurer geworden ist“, erklärt Gross.
Auch mit dem diesjährigen Ansturm der Kunden waren die Bauern größtenteils zufrieden. „Das Interesse an Spargel aus der Region ist definitiv da“, sagt Hans Kraft. Dennoch werde es für lokale Produzenten immer schwerer, mit dem günstigen Angebot der Discounter mitzuhalten. „So niedrig könnten wir mit unseren Preisen gar nicht gehen“, erklärt Rudolf Gross. Diese können den Spargel oftmals günstiger anbieten, da sie ihre Produkte meist von deutschen oder teils sogar südeuropäischen Großbetrieben erhalten.












