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Serie: Erinnern Sie sich noch?
Die spektakulärsten Mordfälle im Landkreis Kronach
So viele Morde gab es im Landkreis Kronach seit 1969
So viele Morde gab es im Landkreis Kronach seit 1969 // Maria Löffler
Landkreis Kronach – Morde, die aus Eifersucht, Geldgier oder aus dem Affekt heraus begangen wurden, gibt es immer wieder. Diese Mordfälle hielten den Kronacher Landkreis in Atem.

Morde sind Kapitalverbrechen, die an Brutalität und Kaltblütigkeit oft kaum zu überbieten sind. Sie lassen uns schockiert und angewidert zurück. Und sie geben uns die Gewissheit, dass eben nicht alles nur weit weg passiert, sondern häufig in unmittelbarer Nachbarschaft.

Neun Tötungsdelikte im Landkreis Kronach in den 80er Jahren

Außerdem vermitteln sie uns die Erkenntnis, dass es sich dabei eben nicht nur um eine nüchterne und schockierende Statistik handelt. Die Toten aus dem Landkreis Kronach bekommen ein Gesicht und sie erzählen eine Geschichte. 

Die häufigsten Morde geschahen in den 80er Jahren. Allein in diesem Jahrzehnt kam es zu neun Tötungsdelikten im Landkreis. Passiert sind sie in Oberrodach, Tüschnitz, Steinbach am Wald, Kronach, Wallenfels, Nordhalben und Gehülz. Darunter auch die drei folgenden Gewalttaten.


Tatmotiv Erniedrigung

Am 4. Januar 1982 wurde der 31-jährige Ralph Przyrodek aus Oberrodach von seiner Freundin in der Garage mit mehreren Messerstichen niedergestreckt. Die damals 20-jährige Frau zerrte den Mann in ihr Auto und wollte ihn nach eigenen Angaben ins Krankenhaus fahren. Dann habe sie bemerkt, dass er bereits tot war und sei den ganzen Tag mit dem Toten auf dem Beifahrersitz durch die Gegend geirrt. In der Folge habe sie versucht, sich das Leben zu nehmen. Als Grund für ihre Tat nennt die Frau, dass der Freund sie jahrelang erniedrigt habe.

Alkohol war im Spiel

24. Mai 1982 wurde die 47-jährige Elli Schleicher aus Tüschnitz von ihrem Mann am Abend des 24. Hochzeitstages nach dem Konsum größerer Mengen Alkohol mit einem langen Küchenmesser erstochen. Erst am nächsten Tag verständigt er die Polizei.

Tatmotiv Scheidung

Am 2. April 1987 geschah in Gehülz ein ganz besonders abscheuliches Gewaltverbrechen. Die 44-jährige Irmgard Kessel wird von ihrem Ehemann zunächst bis zur Bewusstlosigkeit gedrosselt, danach versetzt er ihr mindestens ein Dutzend Stiche mit einem Steakmesser in die Herzgegend. Am Ende durchschneidet er Hals, Kehlkopf und Pulsadern und zertrümmert vier Limonadenflaschen auf ihrem Kopf. Der Tat soll ein Streit vorausgegangen sein, weil die Ehefrau sich hatte scheiden lassen wollen. 


Ein makabres Detail lässt aufhorchen:  Allein sechs Ehefrauen wurden von ihren Männern getötet sowie eine Arbeitskollegin. Zum Mord an Männern oder Freunden kam es weit weniger. Die Motive reichten dabei vom Raubmord bis zu Eifersuchtsdramen. 

22-Jähriger mit einem Messer bedroht

In den letzten Jahren gab es im Landkreis Kronach keine Morde. Zum letzten Mordversuch kam es am 24. Mai 2024. Laut Polizei war die Tatwaffe ein Messer. Das ist geschehen: Ein 17- und ein 22-Jähriger gerieten in Streit, wobei der 17-Jährige den 22-Jährigen mit dem Messer attackiert haben soll. Dieser wurde allerdings dabei nicht verletzt. Der Angreifer flüchtete, könnte aber im Rahmen einer sofortigen Fahndung festgenommen werden.

Im nächsten Teil lesen Sie, welche Fälle das ganze Land in Atem hielten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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