Hilfe für den Hund
Nach Motorradunfall: Autoinsassen schwerverletzt
Im Unfallwagen befand sich nach neuesten Angaben auch ein Hund, um den sich der ASB kümmerte.
Im Unfallwagen befand sich nach neuesten Angaben auch ein Hund, um den sich der ASB kümmerte.
Foto: Marco Meißner
Kronach – Am Freitag kam es zu einem schweren Unfall. Auch ein Hund war beteiligt. Seine Besitzer mussten in die Klinik. Was also tun mit dem verängstigen Tier?

Ein 34-jähriger Motorradfahrer erlag am Freitagabend (24. Juni) bei einem Verkehrsunfall auf der Kronacher Südbrücke seinen schweren Verletzungen. Ein Autofahrer und seine Beifahrerin kamen mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Das Polizeipräsidium Oberfranken bringt nun die polizeilichen Informationen zum Unfallhergang auf den neuesten Stand. Außerdem berichtet der ASB, was mit einem Hund passierte, der sich im Auto befand.

Gegen 19.30 Uhr befuhr der 34-Jährige mit seinem Motorrad die B 173 von Küps aus in Richtung Kronach. Am Kreisverkehr überholte der Motorradfahrer nach Polizeiangaben einen vor ihm fahrenden Transporter. Bei diesem Überholmanöver verlor der Mann die Kontrolle über seine Maschine und prallte gegen ein Auto, welches gerade in den Kreisverkehr einfuhr. Durch den Zusammenstoß wurde der 34-Jährige von seinem Motorrad auf die Bahngleise geschleudert.

40 Einsatzkräfte vor Ort

Etwa 40 Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehren und des Rettungsdienstes eilten daraufhin zum Kreisverkehr auf der B 173. Ein alarmierter Rettungshubschrauber transportierte einen Notarzt zur Unfallstelle. Der Arzt konnte jedoch nur noch den Tod des Kronachers feststellen.

Die Insassen des Autos, ein 27-Jähriger und seine 24-jährige Beifahrerin, erlitten bei dem Unfall schwere Verletzungen (zunächst war von mittelschweren Verletzungen ausgegangen worden) und mussten in einem Krankenhaus medizinisch versorgt werden. Die Ermittlungen zum Unfallhergang hat die Polizei Kronach übernommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg unterstützte ein Sachverständiger die aufnehmenden Beamten.

Die Bundesstraße sowie die Bahnstrecke blieben für mehrere Stunden zur Verkehrsunfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge gesperrt. Insgesamt entstand ein Sachschaden von etwa 25 000 Euro.

Hilfe auch für ein Tier

Am Rande dieses tragischen Geschehens ereignete sich noch eine weitere Geschichte, auf die uns der ASB aufmerksam machte. Nach dem Unfall, in den auch ein junger Hund verwickelt wurde, war zunächst guter Rat teuer. Sein Herrchen und Frauchen mussten zur Behandlung in eine Klinik gebracht werden. Doch was sollte mit dem Hund passieren?

Der Vierbeiner, der ebenfalls im Unfallfahrzeug mitfuhr, war zwar augenscheinlich unverletzt, allerdings auch sehr ruhig und verständlicherweise ängstlich. Versuche der Feuerwehr, die das Tier zunächst betreute und versorgte, zum Beispiel einen Tierarzt zu erreichen, scheiterten. Es stellte sich dann außerdem das Problem der weiteren Betreuung der zutraulichen Fellnase.

Nachdem es seitens der ILS als sinnvoll erachtet wurde, auch den „besten Freund des Menschen“ ärztlich vorzustellen, konnte spontan eine Besatzung der Kronacher Rettungshundestaffel des ASB erreicht werden, die mit ihrem Einsatzfahrzeug den Vierbeiner in eine Tierklinik zur Untersuchung und weiteren Beobachtung brachte. Ein nicht alltäglicher Einsatz.

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