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Schülerzeitung ausgezeichnet
Wenn aus Realschülern preisgekrönte Reporter werden
Realschule I Schülerzeitung
Die Maximilian-von-Welsch-Schule wurde für ihre Schülerzeitung auf Bezirksebene ausgezeichnet. // Marco Meißner
Kronach – Die Realschule I in Kronach liefert mit ihrer Schülerzeitung Themenvielfalt und Qualität. Dafür ernten die Nachwuchsjournalisten nun eine oberfränkische Auszeichnung. Was die jungen Leute antreibt.

Bruchschokolade selber machen, Wissenswertes über Hunde, die besten Flachwitze, lohnenswerte PC-Spiele, ukrainische Sprach-Basics, Pro und Kontra von sozialen Medien, Wege gegen Schulstress oder auch das Leben der Anne Frank. Das ist nur ein Bruchteil der Themen, die sich in den jüngsten "RS 1-News" finden. Dabei handelt es sich um die Schülerzeitung der Maximilian-von-Welsch-Schule Kronach. Doch es ist nicht nur irgendeine Schülerzeitung, es ist mittlerweile eine ausgezeichnete. Der Lohn für das Engagement der Redaktion: Platz 2 auf Bezirksebene im Wettbewerb der Realschulen.

Kein Thema ist tabu, wenn es interessant ist

Mit einer Vielfalt von ernsten geschichtlichen oder weltpolitischen Themen über Berichte vom Schulgeschehen bis hin zu lustigen Städtenamen überraschen die Schüler ihre Leser immer wieder aufs Neue. Seite für Seite lässt sich erkennen, dass die handliche Zeitung kein Muss für die beteiligten Jugendlichen war, sondern dass die jungen Leuten viel Freude an dieser 74-seitigen Aufgabe hatten. 

RS I Schülerzeitung
Ministerialbeauftragter Johannes Koller (Bildmitte) lobte das Engagement des Schülerzeitungsteams. Mit im Bild sind Schulleiter Ulrich Moritz (l.) und Lehrerin Stefanie Simon. // Marco Meißner

"Wir sind da mit der ganzen Freundesgruppe dabei - das macht Spaß", stellt Ouid Jamshidi fest. Durch das Miteinander mit seinen Kumpeln ist der Schüler überhaupt erst zur Redaktion der "RS 1-News" gekommen.

Zeitungsarbeit hat viele Facetten zu bieten

Und wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, den lassen das Recherchieren, Schreiben und Gestalten offenbar nicht mehr los. Das bestätigt auch Leon Christmann. "Das Schreiben der Artikel macht am meisten Spaß", ist für ihn ganz klar. Auch die Freiheiten, die die jungen Leute dabei genießen, weiß er zu schätzen. "Wir dürfen zu jedem Thema schreiben."

RS I Schülerzeitung
Dem Team der "RS 1-News" wurde die Auszeichnung überreicht. // Marco Meißner

Doch das Zeitungmachen besteht nicht nur aus Recherche, Fotografie und Schreiben. Erst wenn alles gut platziert ist, wird der Lese-Reiz geweckt. Das Designen, also die Frage nach der kreativsten und sinnvollsten Gestaltung der Seiten, waren für Nicolas Fehn und Leon Christmann ebenfalls ein besonders spannendes Feld.

Für Isaa Jamshidi "gibt es eigentlich nichts Negatives" am Schülerreporter-Dasein. Er findet vor allem die Abwechslung toll, die Möglichkeit, immer wieder Neues auszuprobieren und neue Themen zu entdecken. 

RS I Schülerzeitung
Markus Zeuger verlas die Urkunde für die Schüler und ihre preiswürdige Zeitung. // Marco Meißner

Jeden zweiten Montag eine Schulstunde - abseits des regulären Unterrichts - haben die Mitglieder der Schülerzeitungsredaktion geopfert, um ihr Blatt zusammenzustellen. "Und wir haben das übers ganze Schuljahr gemacht", erklärt Niklas Bräutigam. Als Kirsche auf der Torte hofft Nicolas Fehn schmunzelnd: "Das gibt bestimmt auch eine gute Bewertung im Zeugnis."

Das liegt vermutlich in der Hand von Stefanie Simon. Die Lehrerin betreut an der RS I die Schülerzeitungsredakteurinnen und -redakteure. Einige von ihnen halten den "RS 1-News" bereits über Jahre die Treue, hebt sie die enge Bindung der Beteiligten zu diesem Projekt hervor. Auch sie verweist auf das breite Themenspektrum, dass alljährlich von den jungen Leuten in Angriff genommen wird. 

Preis ist Lohn für ein Jahr engagierte Arbeit

Ministerialbeauftragter Johannes Koller war bei seinem kürzlichen Besuch begeistert von der Kronacher Schülerzeitung. Er selbst habe als Lehrer zehn Jahre lang ein solches Projekt betreut und wisse um die Arbeit, die dahinter steckt. "Anstrengend, herausfordernd aber auch schön" sei es, eine solche Zeitung auf die Beine zu stellen. Und die Urkunde für den zweiten Platz in Oberfranken - verbunden mit einem Geldpreis - ist aus seiner Sicht hochverdient. 

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