Blackout
Dieses Szenario wäre beim Blackout denkbar
Um im Fall eines Stromausfalls an Informationen zu kommen, braucht man ein Radio - etwa mit Kurbelbetrieb.
Um im Fall eines Stromausfalls an Informationen zu kommen, braucht man ein Radio - etwa mit Kurbelbetrieb.
Foto: Christin Klose, dpa
Maria Löffler von Maria Löffler Fränkischer Tag
Kronach – Es gibt einige Szenarien, die bei einem drohenden Blackout denkbar sind. Wichtig ist, die Ruhe zu behalten, damit es nicht zu einer Panik kommt.

Um sich bestmöglich auf einen drohenden Blackout vorzubereiten, sollten Menschen das Szenario kennen und wissen, was, wann, wo und wie passiert, welchem „Feind“ man sich zu stellen hat. Es ist nämlich ein großer Unterschied, ob die Stromversorgung nur für ein paar Stunden oder eben Tage und Wochen unterbrochen ist.

1. Tag: Unmittelbar nach Eintreten des Stromausfalls fallen die Kommunikationsnetze aus, weder Internet noch Fernsehen funktionieren, Handys haben keinen Netzempfang mehr, vermutet das öffentlich-rechtliche Onlineportal „Planet Wissen“. Außerdem könnte es zu Unfällen durch den Ausfall von Ampeln und Beleuchtungen kommen. Am Bankautomat gibt es kein Geld mehr, die Zahlung per EC-Karte ist nicht mehr möglich. Deshalb ist es wichtig, Bargeldreserven zu Hause zu haben. Zeitgleich springen in den Krankenhäusern die Notstromaggregate an.

2. Tag: Nach 24 Stunden ohne Strom wachse die Verunsicherung in der Bevölkerung. Es sei mit einem Ansturm auf die Supermärkte zu rechnen, prognostiziert „Planet Wissen“. Die letzten Akkus von Laptops und Handys geben nun ihren Geist auf. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt deshalb: „Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio bereit, damit Sie bei einem langanhaltenden Stromausfall Mitteilungen der Behörden verfolgen können.“

Weitere mögliche Folgen: In der Industrie können viele Anlagen nicht mehr gesäubert oder gekühlt werden.

Außerdem kann die Versorgung des Viehs in der Landwirtschaft problematische Ausmaße annehmen.

3. Tag: Laut „Planet Wissen“ drohen hygienische Probleme in Krankenhäusern, Altenheimen und auf den Straßen, da die Müll- und Wasserentsorgung nicht mehr gewährleistet ist. Eine Seuchengefahr könne sich entwickeln.

Auch in den Krankenhäusern könnte sich die Situation verschärfen. Einerseits droht sich der Vorrat an Medikamenten dort aufzubrauchen. Andererseits kommen die Notstromaggregate an ihre Grenzen, weil der Diesel langsam ausgeht. Etwas später lichten sich bei vielen Menschen die Lebensmittelreserven.

Ein solches Szenario könnte bei längerer Dauer und in Ballungsregionen natürlich kritischer verlaufen, als es die Behörden für den ländlichen Raum vermuten. Was passiert zum Beispiel, wenn die Kriminalitätsrate steigt oder Kraftwerke versagen. Um Horrorszenarien zu vermeiden, arbeitet die Politik fieberhaft an Lösungen. Und Kanzler Olaf Scholz versicherte schon im ZDF: „Ich kann Ihnen sagen, dass alles, was wir getan haben, dazu beiträgt, dass das nach allem menschlichen Ermessen nicht passiert. Und ich bin auch sehr sicher, dass uns das erspart bleibt.“ml/mrm

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