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Florianstag in Theinfeld
Das halbe Dorf engagiert sich für die Feuerwehr
Florianstag in Theinfeld
Ehrungen gab es bei der Feuerwehr Theinfeld (im Bild von links): Kreisbrandmeister Holger Ulrich, Robert Blum (50 Dienstjahre), Kreisbrandinspektor Steffen Kiesel, Dominik Schmitt (25 Dienstjahre), 1. Kommandant FFW Thundorf Benedikt Seufert, Heribert Saal (50 Dienstjahre), 1. Kommandant FFW Theinfeld Dominik Rentsch, Bürgermeister Bernhard Düker, Landrat Mario Götz und Kreisbrandrat Markus Ullrich. // Robert Peuker
Signet des Fränkischen Tags von Robert Peuker
Theinfeld – In Theinfeld stand das Ehrenamt der Feuerwehr im Mittelpunkt. Und: Es gab Ehrungen für treue Mitglieder.
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Zum Florianstag konnte Dominik Rentsch, Erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Theinfeld, zahlreiche Ehrengäste willkommen heißen. Unter ihnen befanden sich nicht nur der neue Bürgermeister Bernhard Düker, sondern auch der neue Landrat Mario Götz. Von der Führungsebene der Feuerwehr waren Kreisbrandrat Markus Ullrich, Kreisbrandinspektor Steffen Kiesel und Kreisbrandmeister Holger Ulrich sowie die Kommandanten der drei Ortsteile anwesend. Auch einige neue Mitglieder des Gemeinderats nahmen an der Veranstaltung teil.

Die Veranstaltung begann mit einem festlichen Umzug zum Dankgottesdienst, der musikalisch von der Musikkapelle Theinfeld begleitet wurde. Im Anschluss kehrten die Teilnehmer zum Musikheim zurück, wo die Feierlichkeiten fortgesetzt wurden.

Rückhalt in der Gemeinde

In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Düker der Freiwilligen Feuerwehr Theinfeld, die 1879 gegründet wurde, für die Ausrichtung der Veranstaltung. Besonders hob er hervor, dass von den 180 Einwohnern Theinfelds 87 Mitglieder bei der Feuerwehr sind – ein eindrucksvoller Beleg für den Rückhalt der Feuerwehr in der Gemeinde. Düker schloss seine Rede mit dem traditionellen Feuerwehrmotto: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Dieses Motto verdeutlicht, dass der Einsatz zum Schutz von Leben und Eigentum der Mitmenschen als ehrenhaftes Werk vor Gott angesehen wird.

Landrat Mario Götz dankte für die würdige Gestaltung der Veranstaltung und betonte die Bedeutung des Ehrenamtes als unverzichtbare Stütze des Landkreises. Er hob hervor, dass die Feuerwehr nicht nur Lebensrettung leistet, sondern auch Gemeinschaft und Kameradschaft fördert.

365 Tage im Jahr im Ehrenamt

In diesem Zusammenhang prägte er den Begriff „Blaulichtfamilie“, der das Zusammenspiel von Feuerwehr, Polizei und Sanitätern beschreibt – Menschen, die oft viele Stunden ihrer Freizeit für Einsätze opfern. Götz unterstrich, dass dieses Ehrenamt 365 Tage im Jahr wahrgenommen wird und nicht nur die Feuerwehrleute, sondern auch deren Familien Opfer abverlangt.

Kreisbrandrat Markus Ullrich wies in seinem Grußwort auf die Bedeutung der Ortskenntnisse lokaler Feuerwehren hin und dankte der Gemeinde für die Unterstützung der drei Ortswehren.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Ehrung langjähriger Feuerwehrmitglieder durch Benedikt Seufert, Ersten Kommandanten der Feuerwehr Thundorf. Für 25 Jahre Dienst wurde Dominik Schmitt ausgezeichnet. Robert Blum und Heribert Saal erhielten die Ehrung für jeweils 50 Jahre engagierten Feuerwehrdienst.

Eine lange Tradition

Die Tradition des Florianstages in der Gemeinde Thundorf reicht bis zum 4. Mai 1981 zurück. Auf Initiative von Ehrenbürger Willi Kehl, damals Kommandant der Feuerwehr Rothhausen, feierten die drei Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde erstmals gemeinsam den Gedenktag ihres Schutzpatrons, des Heiligen Florian.

Seitdem treffen sich die Wehren abwechselnd in den Ortsteilen Rothhausen, Theinfeld und Thundorf, um diesen besonderen Tag zu begehen.

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