Rund 50 Haushalte beteiligen sich am ersten Schlender-Dorfflohmarkt in Sulzthal – Sonnenschein, nachhaltige Schätze und viele Begegnungen lassen das historische Marktrecht neu aufleben.
Sulzthal. Schon am Vormittag herrschte in den Straßen und Gassen von Sulzthal reges Treiben. Vor Häusern, in Höfen und Garagen waren Tische aufgebaut, Kleiderständer bestückt und zahlreiche gut erhaltene Schätze ausgebreitet. Bei strahlendem Sonnenschein lockte der Schlender-Dorfflohmarkt viele Besucher nach Sulzthal – einige nahmen dafür sogar eine weitere Anfahrt in Kauf.
Verkaufsware aus 50 Haushalten
Rund 50 Haushalte, verteilt über den gesamten Ort, beteiligten sich an der Aktion. Angeboten wurde nahezu alles, was in Kellern, Schränken und auf Dachböden auf neue Besitzer gewartet hatte: Kleidung, Spielzeug, Bücher, Haushaltswaren, Dekoration und so manches besondere Sammlerstück. Für die Besucher lohnte es sich deshalb, nicht nur einen einzelnen Stand anzusteuern, sondern tatsächlich durch das Dorf zu schlendern.
Hinter der Idee steckt zugleich ein Stück Sulzthaler Geschichte. Der Ort trägt nicht ohne Grund den Titel „Markt“: Bereits im Jahr 1472 verlieh Kaiser Friedrich III. Sulzthal die offiziellen Marktrechte. Diese Tradition wollten die Organisatorinnen Nadine Brand-Gropp, Lidija Macek-Sollfrank, Corinna Seufert und Franziska Weber auf zeitgemäße Weise wiederbeleben.
Motto lautet „Aus Alt mach Neu“
„Da unser Ort den Titel Markt trägt, wollten wir das Markttreiben wieder ins Leben rufen“, erklären sie. Gleichzeitig sollte der Tag ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzen. Gut erhaltene Gegenstände mussten nicht weggeworfen werden, sondern fanden ein neues Zuhause. Unter dem Gedanken „Aus Alt mach Neu“ verband der Dorfflohmarkt damit Ressourcenschonung, Freude am Stöbern und das gemeinschaftliche Miteinander.
Doch nicht nur der Verkauf stand im Mittelpunkt. Vor den Ständen kamen Menschen miteinander ins Gespräch, Nachbarn begegneten sich und auswärtige Gäste lernten Sulzthal von einer besonders lebendigen Seite kennen. Genau das war das Ziel der Organisatorinnen: Freude schenken, nette Begegnungen ermöglichen und neues Leben in den Ort bringen.
Was vorab geleistet werden musste
Bis alles vorbereitet war, war Teamarbeit gefragt. Unterstützung bei der Erstellung des Lageplans erhielten die Organisatorinnen vom Sulzthaler Team von „ganz gut“. Mithilfe des Plans konnten sich die Besucher orientieren und gezielt ihre Runde durch den Ort zusammenstellen.
Dass sich gleich rund 50 Haushalte beteiligten und so viele Gäste nach Sulzthal kamen, zeigte, wie gut die Idee angenommen wurde. Das sonnige Wetter tat sein Übriges und machte aus dem Dorfflohmarkt einen gelungenen Treffpunkt für Jung und Alt.
Beisammensein beim Herbstfest
Nach dem Schlendern und Stöbern war der Tag noch lange nicht vorbei. Auf dem Dorfplatz in der Ortsmitte ging das gesellige Beisammensein beim Herbstfest weiter, so fand der ereignisreiche Tag dort seinen stimmungsvollen Ausklang.
So wurde aus einer nachhaltigen Idee ein Fest für das ganze Dorf – und Sulzthal seinem historischen Titel als Markt auf eine ebenso moderne wie sympathische Weise wieder einmal gerecht.

















