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Idee für Kommunalwahl 2026
Dirk Stumpe schmiedet Pläne für Bad Brückenau
Dirk Stumpe
Dirk Stumpe plant zur Kommunalwahl 2026 mit einer eigenen Gruppierung anzutreten. // Torsten Leukert
Bad Brückenau – Ein Jahr nach seiner Bürgermeisterwahl-Niederlage will Dirk Stumpe politisch neu durchstarten. Seine Initiative zur Kommunalwahl im kommenden Jahr könnte Bad Brückenau politisch verändern.

Seit der Bürgermeisterwahl im Jahr 2024 und seinem anschließenden Austritt aus der Parteilosen Wählergruppe (PWG) in Bad Brückenau war es still um Dirk Stumpe geworden. Keine Kommentare, keine öffentlichen Statements, keine Aktivität in den sozialen Medien. Doch Anfang Mai meldete er sich auf Facebook zurück und kündigte an, dass etwas „Neues“ beginne. Die Details dazu will er am Mittwoch, 7. Mai 2025, offiziell bekannt geben.

Was hat Dirk Stumpe vor?

Unsere Redaktion hat nachgefragt – und Stumpe zeigte sich überraschend offen: „Ich möchte zur Kommunalwahl 2026 mit einer eigenen Fraktion antreten“, erklärte er in einem Telefonat. Um diesem Ziel näherzukommen, plant er, Ende Juli oder Anfang August 2025 einen Verein zu gründen. Er möchte genügend Zeit haben, um eine Liste interessierter Bürgerinnen und Bürger aufzustellen – fernab der engen Zeitfenster des offiziellen Wahlkampfs. Dabei geht Stumpe bewusst neue Wege: „Ich möchte keine Partei gründen und auch niemanden in den Vordergrund stellen, der allein durch Bekanntheit Stimmen bringt. Es soll um Freiwilligkeit gehen.“

Wen spricht er an?

Seine Gruppierung soll für alle offen sein, die sich mit ehrlichem Interesse für die Kommunalpolitik und die Entwicklung Bad Brückenaus engagieren möchten. Stumpe beschreibt es als einen „Querschnitt der Bevölkerung“ und möchte Menschen zusammenbringen, die aus innerer Überzeugung handeln.

Dabei setzt er klare Grenzen: „Ich habe ein Handbuch mit Regeln verfasst, das jede Form von Radikalität, Hetze – egal ob von rechts oder links – und Ausländerfeindlichkeit ausschließt.“ Abgesehen davon soll die Gruppe offen für unterschiedliche Ideen und Perspektiven sein.

Auf Facebook beschreibt er seine Vision in eindringlichen Worten: „Was uns bisher gefehlt hat, war nicht die Kritik und auch nicht die Meinung, sondern die Vision. Der Mut, neu zu denken und neu zu handeln.“

Seine Botschaft richtet sich an Menschen, die „genug haben von alten Etiketten, Egotrips und Machtspielchen“, und die stattdessen „mit Herz denken“ und „gemeinsam gestalten“ wollen. Er fordert dazu auf, Brücken zu bauen statt Mauern, und betont, dass es nicht um Parolen, sondern um echten Dialog und neue Ideen gehe.

Wer ist Dirk Stumpe?

Dirk Stumpe ist seit 2002 Mitglied des Stadtrats in Bad Brückenau. Bis 2024 war er für die PWG aktiv, seitdem ist er fraktionslos. Zweimal kandidierte er für das Amt des Bürgermeisters, zuletzt 2024. Geboren wurde er 1974 in Fulda, im Staatsbad wuchs er auf. Der selbstständige Unternehmer ist außerdem als Einsatzleiter der Hilfstransporte bei „Bad Brückenau hilft“ bekannt, insbesondere für die Ukrainehilfe.

Was treibt ihn an?

Die Zeit seines Rückzugs aus den sozialen Medien beschreibt Stumpe als bewusst gewählt: „Nicht, weil es nichts zu sagen gab – ganz im Gegenteil. Aber manchmal braucht es genau das: Stille.“ Diese Phase habe ihm geholfen, Klarheit zu gewinnen und neue Kraft zu schöpfen. „Den Blick wieder zu schärfen auf das, was wirklich zählt.“

Nach der verlorenen Bürgermeisterwahl im Frühjahr 2024 habe er sich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, ob er 2026 erneut für den Stadtrat kandidieren solle. Ende Dezember 2024 fiel die Entscheidung: „Ich hänge viel zu sehr an der Stadt, um mich zurückzuziehen. Es wäre schade, wenn ich meine 24 Jahre Erfahrung und mein Wissen nicht einbringen könnte.“

Er ist überzeugt, dass die alten Wege nicht mehr funktionieren und neue Ansätze gefragt sind. „Was fehlt, ist nicht Kritik oder Meinung, sondern Haltung. Mut. Und echte Nähe zu den Menschen.“ Mit seiner neuen Gruppierung will er einen „Neuanfang im Denken und Handeln“ schaffen, geprägt von frischen Impulsen aus der Mitte der Gesellschaft. Sein Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen, die genug haben von Spaltung und Stillstand und die bereit sind, gemeinsam Neues zu wagen.

Unter dem Hashtag #BereitfürNeues hat er bereits erste Reaktionen auf Facebook erhalten. Viele Kommentare zeigen Respekt für seinen Mut, während andere gespannt auf konkrete Details warten.  

 

 

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