In drei Beständen im Distrikt Tiergarten brachten Betriebsleiter Rupert Wolf und Revierleiter Christoph Uffelmann den Mitgliedern des Marktgemeinderates Oberthulba sowie einigen interessierten Bürgern das waldbauliche Vorgehen, Zielsetzungen und Probleme des Waldes nahe. Beim ersten Anlaufpunkt „Schweinspfütze“ handelt es sich um einen rund 17 Hektar umfassenden Bestand mit 150-jährigen qualitativ wertigen Eichen.
„Hier wurden Lichtschächte geschaffen und die Naturverjüngung der Eichen entwickelt sich sehr gut“, freute sich Wolf. Wenn Eichen gepflanzt werden, bringt man rund 6000 Bäumchen pro Hektar aus, in der Naturverjüngung schätzte er die Zahl auf 100.000 pro Hektar. Als langfristige Zielsetzung benannte er dort die Wertholzproduktion in der Eiche und die Förderung einzelner Eichenverjüngungsanteile in die nächste Generation. Der Bestand biete ein schönes Waldbild und man wolle hier mit Bedacht weiter arbeiten.
Sonnenbäume für Zukunft
Im Gebiet „Viehstock“ traf die Gruppe auf einen Verjüngungsbestand mit rund 90 Prozent Nadelholz. Man lasse hier Sonnenbäume für die Zukunft stehen und habe Weißtannen nachgepflanzt, die mit Schatten eindeutig besser zu Recht kämen. „Die drei eigenen Forstwirte vom Markt Oberthulba sind ein großes Kapital“, so die einhellige Meinung der beiden Forstleute. Ohne viel Einweisung seien mit den eigenen Forstwirten Pflege und Nachlichtarbeiten möglich und kleinere Holzmengen, auch Schadholz, können dank des eigenen Rückewagens kurzfristig abgefahren werden.
Im „Kleinseifertsholz“ schauten sich die Teilnehmer des Waldbeganges den rund 160 Jahre alten Buchenbestand an. Fehlende Niederschläge – in den letzten Jahren fehlten rund 200 bis 300 Liter Niederschlag im Jahr – und die extremen Temperaturen bereiteten Sorge, die Buchen seien hier teilweise stark geschädigt.
Förderantrag zugestimmt
Die reguläre Holzernte habe hier in den vergangenen zehn Jahren rund 2300 Festmeter betragen, so Revierleiter Uffelmann. Vor Ort seien waldbauliche Projekte und auch auftretende Probleme einfach anschaulicher zu vermitteln als im Sitzungssaal, bedankte sich Bürgermeister Matthias Hüttl für die plakativen Beispiele. Zurück im Rathaus beschäftigten sich Bürgermeister und Gremium mit dem Glasfaserausbau, dem Zuschussantrag Caritas und der Widmung von Straßen in Wittershausen. Einhellig stimmte man dem Förderantrag des Caritasverbandes Landkreis Bad Kissingen auf Zahlung von 50 Cent/Einwohner (entspricht 2484 Euro) zu. Bürgermeister Matthias Hüttl erinnerte an die Hilfen der Caritas bei den Kindergärten und vor allem auch im privaten Bereich.
Wann kommt Glasfaser?
Wann die Glasfaseranschlüsse kommen interessiere die Bürger, deshalb wolle man darüber informieren und thematisiere dies auch aktuell in den Bürgerversammlungen, sagte Geschäftsführerin Nicole Wehner. Nach neuerlicher Prüfung der Angebote durch die Breitbandberatung Bayern hat der Gemeinderat am 29. September in nichtöffentlicher Sitzung Kenntnis von den Ergebnisses erhalten. Wirtschaftlichster Bieter für Los 2 und Los 3 war die GlasfaserPlus GmbH in Köln und Los 4 die NGN Fiber Network in Aubstadt. Die Vergabe ist nach Erhalt der Förderbescheide beabsichtigt.
Im nächsten Schritt ist nun ein Antrag auf endgültigen Förderbescheid beim Bund zu stellen. Liegt dieser vor, erfolgt die Beantragung der Ko-Finanzierungsmittel beim Freistaat Bayern. Außerdem sind Kooperationsverträge mit den beiden Betreibern zu schließen.
Aufstufung zur Ortsstraße
Wann genau mit dem Netzausbau begonnen werden kann, ist in erster Linie abhängig von der Bearbeitungsdauer beim Bund und beim Freistaat Bayern. Die von den Betreibern veranschlagte und einzuhaltende Bauzeit beträgt zudem 29 Monate, so dass die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Netzes noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen wird. „Wir geben uns aber optimistisch und stellen schon einmal Mittel für 2027 für den Ausbau im Haushalt ein“, so Wehner. Das Gremium stimmte der Widmung und Aufstufung der neu gebauten, verlängerten Straßenstrecke „Klosterweg“ zur Ortsstraße zu. Hierzu zählen auch der Gehweg und der Wendehammer, an dem sechs neue Bauplätze entstanden sind.
Nichts einzuwenden hatte man gegen den Rückbau und die Neuerrichtung einer Werbeanlage/ Tankstellen- Preisanzeige in der Quellenstraße in Oberthulba. Mit der Übernahme der Anlage werde die Tankstelle wohl für ein paar Tage geschlossen sein, so Hüttl. Nähere Informationen werden noch folgen. Da auch Feuerwehr und Bauhof mit vielleicht dann nötigem Winterdienst die Tankstelle nutzen, hat der Markt Oberthulba dies auf dem Schirm, so der Bürgermeister abschließend.











