Hammelburg
– Flecktarn statt Business-Anzug, Hindernisparcours statt Videokonferenz: 120 zivile Führungskräfte haben in der Hammelburger Kaserne gelernt, was man als Soldat oder Soldatin können muss.
Die Infanterieschule in Hammelburg öffnete auch in diesem Jahr ihre Tore für zivile Führungskräfte aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft. Im Rahmen der Dienstlichen Veranstaltung zur Information (InfoDVag) konnten 120 Männer und Frauen – aufgeteilt auf zwei Durchgänge mit 60 Personen – jeweils sechs Tage lang den Alltag von Soldatinnen und Soldaten hautnah erleben.
Brigadegeneral Andreas Steinhaus, Kommandeur der Infanterieschule und General der Infanterie, verleiht den Teilnehmern den Dienstgrad Oberleutnant. // Bundeswehr/Andrea Rippstein
Brigadegeneral Andreas Steinhaus, Kommandeur der Infanterieschule, hob die wachsende Bedeutung der Veranstaltung hervor: „Nach der Aussetzung des flächendeckenden Wehrdienstes brauchen wir jetzt wieder ein gesellschaftlich breiter verankertes Verständnis für die Bundeswehr.“
Unser Newsletter liefert Ihnen die wichtigsten Geschichten des Tages aus der Region.
Fotogalerie: Zivile Führungskräfte bei der Bundeswehr
Oberstleutnant Andreas Eichhorn, der Lehrgruppenkommandeur, weist die Teilnehmer in den Lehrgangsablauf ein. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Christoph Orth
Die Teilnehmer des ersten Durchgangs der InfoDVag 2025 an der Infanterieschule führten ihr feierliches Gelöbnis im Innenhof Schloss Greifenstein durch. Dieses befindet sich auf dem Truppenübungsplatz Hammelburg an der Ortsgrenze zum Übungsdorf Bonnland. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Das Gelöbnis, der Moment, in dem Zivilisten zu Soldaten werden. Einige ausgewählte Teilnehmer geloben an der Dienstflagge. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
„Trail and Error“ ist das Prinzip, nachdem gehandelt wird. Natürlich kann auch etwas schiefgehen, aber das schweißt die Gruppe umso mehr zusammen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Ein Teilnehmer hangelt sich über die provisorische Brücke. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Ein Soldat überquert den „Spanischen Reiter“ – ein Hindernis, das einer Panzersperre ähnelt. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Der Verwundetentransport mit einer behelfsmäßigen Trage gehört natürlich für einen guten Infanteristen dazu, so auch in der InfoDVag. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Die Teilnehmer lernen, wie die Funkgeräte funktionieren und wie gefunkt wird. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Was tun, wenn ein Kamerad verwundet wird? Das lernen die Teilnehmer im Sanitätsmodul und müssen es auch in einer simulierten Lage anwenden. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Ein simulierter Drohnenangriff beendete die Sanitätsausbildung abrupt. Die Teilnehmer mussten ihr gelerntes Wissen anwenden. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Im Chaos den Überblick behalten, unter physischer und psychischer Belastung führungsfähig bleiben. Dies erlebten die Teilnehmer der InfoDVag an der Infanterieschule hautnah. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Der sogenannte „Abschub“, also der Abtransport von Verwundeten. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Die Kletterausrüstung eines Soldaten wird vom Ausbilder geprüft. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Der Orts- und Häuserkampf ist die Königsdisziplin der Infanteristen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Zivile Führungskräfte lernen bei der Infanterieschule in Hammelburg das Soldatenleben kennen. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Brigadegeneral Andreas Steinhaus, Kommandeur der Infanterieschule und General der Infanterie, verleiht den Teilnehmern den Dienstgrad Oberleutnant. // FOTOGALERIE
Bundeswehr/Andrea Rippstein
Mittendrin, statt nur dabei
Das Programm der InfoDVag 2025 umfasste theoretische Einblicke und Praxis. Die Teilnehmer erhielten Informationen über sicherheitspolitische Herausforderungen und die Rolle der Bundeswehr im internationalen Kontext. Vorträge und Diskussionsrunden gaben Einblick in Auftrag, Strukturen und Einsatzbereitschaft des Heeres.
Ein wichtiges Element des Kurses war die Integration der Teilnehmenden in den militärischen Alltag. „Indem wir sie in diese Rolle versetzen, zeigen wir ihnen auch, was unsere Soldaten leisten“, so Steinhaus.
Im Chaos den Überblick behalten, unter physischer und psychischer Belastung führungsfähig bleiben. Dies erlebten die Teilnehmer der InfoDVag an der Infanterieschule hautnah. // Bundeswehr/Andrea Rippstein
Marschieren und schießen
Die praktischen Ausbildungsabschnitte reichten von Geländemärschen und Schießausbildung über sanitätsdienstliche Szenarien bis hin zu anspruchsvollen Teamübungen. „Wir veranstalten hier kein Bootcamp“, erklärte Steinhaus. „Es steht nicht im Mittelpunkt, die Damen und Herren ausschließlich an ihre körperliche Leistungsgrenze zu bringen. Vielmehr wollen wir ihnen einen realistischen Eindruck vermitteln, was den Soldatenberuf ausmacht.“
Führen mit Auftrag
Darüber hinaus bot die Veranstaltung die Möglichkeit, die moderne Führungsphilosophie der Bundeswehr kennenzulernen. Die Teilnehmenden wechselten regelmäßig die Rollen innerhalb ihrer Gruppen, um sowohl Führung als auch das Geführtwerden zu erfahren. „Führen mit Auftrag nennen wir das“, erläuterte Steinhaus.
Video: Was die zivilen Führungskräfte bei der Bundeswehr erlebten
Video und Schnitt: Bundeswehr/Infanterieschule Hammelburg
Viele der Teilnehmer sind in Führungspositionen, aber ziviles Leiten und militärisches Führen sind „zwei unterschiedliche Paar Schuhe“, wie Hörsaalleiter Oberstleutnant B. erklärte. Militärisches Führen erfordere geistige Flexibilität, handwerkliches Geschick und taktisches Verständnis unter Zeitdruck und körperlicher Anstrengung.
Zeitenwende erfordert Umdenken
General Steinhaus: „Mit der Zeitenwende hat sich für uns alle der Schwerpunkt verändert. Wir müssen heute wieder gesamtgesellschaftlich denken. Je unvorbereiteter wir sind, desto geringer ist unsere Abschreckungswirkung und desto höher sind die Verluste im Ernstfall. Das gilt nicht nur für uns als Militärs, sondern auch für die zivile Gesellschaft. Resilienz ist das Stichwort.“
„Trail and Error“ ist das Prinzip, nachdem gehandelt wird. Natürlich kann auch etwas schiefgehen, aber das schweißt die Gruppe umso mehr zusammen. // Bundeswehr/Andrea Rippstein
Neben der Ausbildung stand bei der InfoDVag auch der Dialog im Vordergrund. Der Austausch mit Soldatinnen und Soldaten aller Dienstgradgruppen ermöglichte den zivilen Teilnehmenden ein vertieftes Verständnis für die Herausforderungen militärischer Auftragserfüllung.
Multiplikatoren für die Truppe
Gleichzeitig profitiere die Bundeswehr von den Impulsen der Teilnehmenden. „Es ist eine Win-win-Situation“, so der Kommandeur der Infanterieschule. Und weiter: „Wir gewähren den zivilen Führungskräften einen tiefen Einblick in unser Tun und das besondere Gemeinschaftserlebnis, das wir bei der Bundeswehr ‚Kameradschaft‘ nennen. Dafür aber wollen wir auch etwas zurückbekommen: Wir wünschen uns, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Erlebtes in die Gesellschaft hineintragen und so aktiv zur Zeitenwende beitragen“, so Steinhaus.
Positives Fazit
Die Absolventen der InfoDVag 2025 zogen ein durchweg positives Fazit: „Mir war gar nicht bewusst, wie breit das Aufgabenspektrum der Bundeswehr ist. Vor allem die Intensität des Teamgedankens hat mich beeindruckt“, erklärte ein Teilnehmer.
Der Orts- und Häuserkampf ist die Königsdisziplin der Infanteristen. // Bundeswehr/Andrea Rippstein
Eine weibliche Führungskraft ergänzt: „Diese Woche hat meinen Blick auf die sicherheitspolitische Lage und die Rolle der Bundeswehr grundlegend verändert. Ich nehme ein tieferes Verständnis für die Zwänge und Herausforderungen mit nach Hause.“
Über den Autor: Hauptmann Thomas Heinl ist Presseoffizier der Infanterieschule Hammelburg.