0
Engagement für die Jugend
So vielfältig ist die Jugendarbeit in Bad Brückenau
Seit September 2024 ist Jana Caspari die Gemeindejugendpflegerin für Bad Brückenau.
Seit September 2024 ist Jana Caspari die Gemeindejugendpflegerin für Bad Brückenau. // Marion Eckert
Bad Brückenau – Die offene Jugendarbeit in Bad Brückenau bietet nicht nur einen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, sondern auch vielfältige Aktionen, die auf ihre Wünsche und Interessen abgestimmt sind.

Seit September 2024 ist Jana Müller als Gemeindejugendpflegerin für die Stadt Bad Brückenau und die Marktgemeinde Wildflecken im Einsatz. Mit jeweils 20 Stunden pro Woche kümmert sie sich um die Belange der Jugendlichen vor Ort. Im Stadtrat gab sie kürzlich einen Einblick in ihre Arbeit und zeigte anhand zahlreicher Fotos, wie vielfältig und kreativ die Jugendarbeit gestaltet ist.

Offene Jugendarbeit 

Offene Jugendarbeit gibt es im Bad Brückenauer Jugendraum, der jeden Dienstag von 14 bis 17 Uhr für Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis zwölf Jahren geöffnet ist. Durchschnittlich nehmen etwa 15 Kinder und Jugendliche teil.

Der Jugendraum ist mit einer kleinen Küche, verschiedenen Sitzgelegenheiten wie Sofas, einer Dartscheibe, Konsolen, einem Tischkicker sowie Bastel- und Werkmaterialien ausgestattet.

Auch für ältere Jugendliche soll der Raum künftig genutzt werden. „Ich bin dazu aktuell im Gespräch mit einigen Jugendlichen und den Schulen“, erklärte Müller.

Hinter dem Jugendraum befindet sich ein Grünstreifen, der von den Jugendlichen genutzt werden kann. Jana Müller regte an, Bänke und Stühle anzuschaffen, damit bei gutem Wetter auch draußen gegessen und Zeit verbracht werden kann.

Kreative Aktionen

Neben der offenen Jugendarbeit gibt es monatlich geplante Aktionen, die in einem Aktionskalender auf Instagram und im Stadtblatt veröffentlicht werden. Diese Angebote orientieren sich an den Interessen der Jugendlichen und umfassen Aktivitäten wie Backen, Kochen, Basteln und kleinere Projekte, beispielsweise das Gestalten von Muttertagsgeschenken.

Auch Ausflüge, etwa in eine Kletterhalle, sowie Spielenachmittage sind Teil des Programms. Ein weiterer Schwerpunkt der Jugendarbeit ist die politische Bildung. So wurde beispielsweise eine U18-Wahl an Schulen organisiert.

Neue Projekte

Bürgermeister Jan Marberg (SPD) lobte die gute Zusammenarbeit: „Wir treffen uns alle sechs bis acht Wochen zum Austausch.“ Er kündigte zudem eine geplante Kooperation mit der Mittelschule an, bei der eine Projektklasse der achten Jahrgangsstufe eingebunden werden soll.

Darüber hinaus ist in Bad Brückenau eine Streetworkerin der Jugenddrogenberatung SafeLane aus Bad Kissingen tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf der aufsuchenden Jugendsozialarbeit, insbesondere am Sinnauplatz. „Uns wurde empfohlen, diese Aufgabe spezialisierten Fachkräften zu überlassen, da sie die Jugendlichen besser erreichen können“, erläuterte Marberg. Jana Müller bestätigte, dass die Ansprache der jungen Erwachsenen erfolgreich sei.

Verstärkung ab dem neuen Schuljahr

Ab dem kommenden Schuljahr wird voraussichtlich Nicole Taubmann das Team der Gemeindejugendpflege in Bad Brückenau verstärken. Derzeit ist sie in Wildflecken tätig. Mit ihrer zusätzlichen halben Stelle soll sie sich insbesondere auf Jugendliche konzentrieren, die Schwierigkeiten bei der Integration haben. Diese neue Fachkraft bringt spezielle Kompetenzen in der integrationsbezogenen Jugendarbeit mit, die eine wertvolle Ergänzung für die Stadt darstellen wird.

Mehr aus dem Stadtrat:

  • Mit dem Austritt von Stadtrat Dirk Stumpe aus der PWG-Fraktion und dem Wechsel von Stadträtin Heike Greenberg-Kremser zur CSU-Fraktion verliert die PWG ihre stellvertretenden Mitglieder im Rechnungsprüfungsausschuss. Neu entsendet wurden Emanuel Fritschka und Robert Eder.
  • Gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG) sind Kommunen verpflichtet, bis spätestens 2028 eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen, um die Wärmeversorgung klimaneutral und effizient zu gestalten. Die Stadt Bad Brückenau hat bereits 2023 eine 100-prozentige Förderung durch das Bundesumweltministerium beantragt. Gemeinsam mit der Brückenauer Rhönallianz soll das Institut für Energietechnik (IfE) in Amberg die 74.000 Euro teure Planung umsetzen. Diese umfasst eine Bestandsanalyse, die Ermittlung von Potenzialen, die Entwicklung von Strategien und die Ableitung konkreter Maßnahmen.
  •  Ein Bauantrag für ein Einfamilienhaus im Breitenbacher Weg sorgte im Stadtrat für Diskussionen, da er in mehreren Punkten vom Bebauungsplan abweicht. Kritisch bewertet wurden Dachform, Dacheindeckung und Traufhöhe, die das Ortsbild beeinflussen könnten. Trotz Bedenken wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt, verbunden mit Empfehlungen zur optischen Anpassung.
  • Im Zuge der städtischen Klimaschutzstrategie wird auf dem Dach der Grundschule Bad Brückenau eine Photovoltaikanlage installiert. Diese soll den Strombedarf der Schule teilweise durch erneuerbare Energien decken. Der Auftrag ging an die Firma Elektrotechnik Weber für 47.757 Euro.

 

 

Inhalt teilen
  • kopiert!