Wittershausen sei in der glücklichen Lage, dass der Breitbandausbau bereits abgeschlossen ist, sagte Bürgermeister Matthias Hüttl in der Bürgerversammlung. Außerdem seien im Wendehammer des Klosterweges sechs neue Bauplätze entstanden, hier erfolge jetzt zeitnah die Kostenermittlung, dann könnte die Vergabe starten.
Aus Verkehrssicherheitsgründen wurde ein am Friedhof angrenzender Baum gefällt. Starkregenereignisse, der Friedhof und eine wieder aufkeimende Rattenplage brannten den Bürgern in der Bürgerversammlung auf den Nägeln. Ein wichtiger Teil der Entwässerung führe vom See bis zum Feuerwehrhaus, beschrieb es ein Bürger. Er schlug vor, den See etwas höher aufzustauen, dadurch steige die Wasserrückhaltung von drei- auf viertausend Kubikmeter.
Regenrückhaltung kostet viel Geld
In einer Präsentation zeigte Bürgermeister Hüttl hierzu die Sturzflutrisikokarten von HQ 30, über HQ 50, HQ 100 bis HQ extrem. Genaue Vorhersagen seien hier schwierig, das Aufstauen sei nur eine kleine mögliche Maßnahme, sagte Geschäftsführerin Nicole Wehner. Regenrückhaltung koste viel Geld und ein großes Problem stelle dabei der Grundstückserwerb dar. „In der Vergangenheit seien Grundstücksverhandlungen gescheitert, Bürger waren nicht bereit eine Wiese zu verkaufen oder zu tauschen.“ Vom Konzept her müssten es bestimmte Grundstücke sein, sonst sei der Schutz nicht gewährleistet, so Wehner.
Vielleicht sollte man aber nicht nur über Starkregenereignisse reden, sondern auch über normale Niederschläge, nach den Gräben schauen und kleinere Maßnahmen durchführen, so ein Bürger. „Wir sind bei diesem Thema nicht zuletzt auch auf Informationen der Bürger vor Ort angewiesen“, stimmte Hüttl dem zu.
Rattenplage in Wittershausen?
Zweiter Bürgermeister Jürgen Kolb sprach sich dafür aus, nicht jedes Gebüsch in den Gräben wegzunehmen, denn dadurch erhöhe sich die Fließgeschwindigkeit. Er war sich mit Ortsbeauftragtem Elmar Sell einig, dass man sich Gedanken machen müsse, was mit kleineren Maßnahmen erreichbar sei. Wo Kleintiere wie Geflügel gehalten werden kann es, wie auch aktuell wieder, zu einer Rattenplage kommen. Es seien leider immer die gleichen Höfe, von denen die Plagen ausgehen. Bei einem Friedhofsbesuch seien Gedanken wie „hoffentlich rennt jetzt keine über den Friedhof“ nicht gerade die richtigen, so Sell.
Friedhöfe: Ein sensibles Thema
Zum Thema Friedhof sprachen sich Bürger auch für Bereinigungsmaßnahmen und mögliche kleinere Grabflächen aus. „Vieles ist auf dem Friedhof schon jetzt erlaubt und die Bürger wissen es nicht“, sagte Geschäftsführerin Wehner. So könne ein Grabstein gesetzt und beispielsweise ohne Rahmen eine kleine Platte davorgelegt werden. Sell sieht eine Umgestaltung als langwierigen Prozess und kündigte für nächstes Jahr noch einmal einen Vor-Ort-Termin mit den Bürgern und den Verantwortlichen der Gemeinde an.
„Ideen sollten von den Bürgern kommen und die Gemeinde denkt sie dann weiter“, warf Hüttl ein. Jürgen Kolb bezeichnete das Thema Friedhof, bei dem es um Tod und Trauer gehe, als sehr sensibel. Natürlich fahre man auch draußen herum und schaue sich andere Friedhöfe an. Das Thema sei in allen Ortsteilen präsent und wichtig, man betrachte es gesamtheitlich, sagte der Bürgermeister. Es werde auch ein Diskussionspunkt für die geplante Klausurtagung des Marktgemeinderates sein.
Vandalismus an der Sitzgruppe
Vorgebracht wurde eine Verbesserung der Radweg-Beschilderung nach Oberthulba und die Errichtung eines Fahrrad-Wander-Rastplatzes, das Projekt sei schon einmal befürwortet worden. Erinnert wurde auch an den Vandalismus an der Sitzgruppe am Wetterschutzhäuschen. Inzwischen sei die Sitzgruppe wieder in Ordnung gebracht, das Holz wurde gestiftet und Ortsbeauftragter Sell war maßgeblich an der Reparatur beteiligt.
„Die heutigen Informationen bringen uns wieder ein Stück weiter, alles wurde protokolliert und werde besprochen“, sagte der Bürgermeister abschließend. Ortsbeauftragter Elmar Sell bedankte sich beim Bürgermeister, bei den Bürgern und bei den Vereinen. In Wittershausen laufe es einfach, auch der Veranstaltungskalender sei mit Terminen voll, so Sell.













