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Bundestagswahl
Darum kandidiert Manuela Rottmann nicht mehr
Manuela Rottmann bei einer ihrer vielen Reden im Bundestag. Sie gab bekannt 2025 nicht mehr zu kandidieren.
Manuela Rottmann bei einer ihrer vielen Reden im Bundestag. Sie gab bekannt 2025 nicht mehr zu kandidieren. // Henning Schacht
Landkreis Bad Kissingen – Ein überraschender Schritt: Grünen-Politikerin Manuela Rottmann verkündet ihren Rückzug aus dem Bundestag. Warum hat sie sich dazu entschieden, nicht mehr zur Wahl anzutreten? Die Hintergründe.

Die unterfränkische Grünen-Politikerin Manuela Rottmann hat am Dienstag angekündigt, dass sie sich bei den nächsten Bundestagswahlen im Jahr 2025 nicht erneut zur Wahl stellen wird. Damit gab sie ihren Rückzug aus dem Bundestag bekannt. In der kürzeren Vergangenheit hatte es einige Spekulationen über die politische Zukunft der 51-Jährigen gegeben. 

Auf ihrer Internetseite ist zu lesen: „Bei der nächsten Bundestagswahl werde ich mich nicht noch ein weiteres Mal um ein Bundestagsmandat bewerben.“ Als führende Vertreterin ihrer Partei in Unterfranken war sie über zwei Legislaturperioden hinweg eine prägende Figur im Bundestag. Nach ihrer Zeit als Staatssekretärin zieht sie sich nun aus persönlichen Gründen aus der politischen Arena zurück.

Viel Kraft in das Mandat investiert

Ihre Zeit im Bundestag habe sie viel Kraft gekostet. Sie schreibt über die vielfältigen Herausforderungen der Corona-Jahre, als die Grünen noch in der Opposition waren, sowie über die Regierungsjahre mit dem Ukraine-Krieg und den Anstrengungen im Bereich der Energiewende. „Dass uns diese Wende so schnell gelungen ist und dass ich dazu beitragen konnte, darauf bin ich stolz.“

Stets habe sie sich als Vermittlerin zwischen Stadt und Land verstanden. Bedauerlich sei, dass die Perspektive Berlins auf die ländlichen Räume oft von Klischees geprägt oder schlicht ignorant sei. „Es braucht Hartnäckigkeit, die Bedürfnisse der Menschen außerhalb der Ballungsräume immer wieder auf die Tagesordnung zu setzen.“

Den Klimawandel sowie äußere und innere Angriffe auf die Demokratie skizzierte sie als große Herausforderungen der Zukunft. Sie habe in ihrer Partei dafür gekämpft, "eingefahrene Rituale" zu hinterfragen. Daher sei sie nicht die „geschmeidigste Abgeordnete“ in der Grünen-Fraktion gewesen. „Ich nehme dieses Mandat und die damit verbundene Verantwortung sehr ernst. Das bedeutet aber auch, dass diese Arbeit mich viel Kraft kostet.“

Manuela Rottmann:  „Von halben Sachen halte ich nichts.“

Sie halte nichts von halben Sachen, daher habe sie sich entschieden, nicht erneut zur Wahl anzutreten. „Damit unsere Demokratie nicht verkrustet, braucht es nicht nur jahrzehntelange glatte politische Berufskarrieren, sondern immer wieder neue Leute, die den steilen Weg gehen und ihre Lebenserfahrung und ihre Kraft für eine gewisse Zeit in die Parlamente einbringen.“

Um die Grüne Politik in Unterfranken sei ihr nicht bange, die Partei wachse und sei lebendig. Welche Rolle sie in der Partei künftig spielen möchte, dazu nimmt sie nicht Stellung. Offen bleibt auch, welche weiteren beruflichen Pläne die Politikerin hat. Doch bei einem ist sie sich sicher: „Ich bleibe ein politischer Mensch und meiner Partei als streitbare Bürgerin treu. Es bleibt viel zu tun und es kommt auf uns alle an – gerade auf die, die nicht Berufspolitiker sind.“

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