Gute Nachrichten gibt es fürs Lok-in am Busbahnhof. Der beliebte Imbiss darf weitere fünf Jahre dort bleiben, wo er seit 25 Jahren Bratwurst, Pommes und anderes Gegrilltes anbietet.
Seit der ersten auf fünf Jahre befristeten Genehmigung durch das Landratsamt am 7. November 2000 war das Bauvorhaben mehrfach um jeweils fünf Jahre verlängert worden. In der Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung hieß es, der Lok-in-Standort habe sich „über den Zeitraum von mehr als zwei Jahrzehnten städtebaulich bewährt“. Gegen die Weiternutzung bestünden keine baurechtlichen Bedenken. Der Unterschied nun: Die Verlängerung soll dieses Mal unbefristet sein.
Option eines Umzugs diskutiert
Der Stadtrat befürwortete das einstimmig, auch, weil man ja immer noch den Pachtvertrag kündigen könnte und die Pächterin das Lok-in aufgrund ihres Alters nicht mehr ewig betreiben kann.
Dieter Seban (CSU) erinnerte daran, dass das vor Jahren erstellte Planungskonzept für das Bahnhofsareal einen Umzug des Imbisses ins historische Empfangsgebäude vorsieht. Diese Option müsse man sich offenhalten. Laut Bürgermeister Jan Marberg (SPD) bleibt das gewährleistet, weil sowohl Bahnhof als auch Lok-in auf ein und demselben riesigen Grundstück stehen.
Details zu Firmenansiedlung
Erneut auf der Agenda stand die vorhabenbezogene Änderung des Bebauungsplans Gewerbegebiet Volkers. Wie berichtet, will ein Maschinenbau-Unternehmen seinen Firmensitz auf ein brachliegendes Grundstück im nordwestlichen Teil des Gewerbegebietes verlegen.
Maximilian Selmair vom Planungsbüro Kling Consult aus Krumbach stellte das Projekt detailliert vor. Geplant ist, nur für das betreffende Areal ein Mischgebiet aus Gewerbe und Wohnen auszuweisen. Dort könnte ein Komplex aus einem Bürogebäude, zwei Wohnhäusern und zwei Gemeinschaftsgaragen entstehen. Die Gebäude würden maximal neun Meter hoch, also ein- bis zweigeschossig, mit Pultdächern versehen.
Rest bleibt Gewerbegebiet
Für die anderen Betriebe im Gewerbegebiet Volkers bleibt der bestehende Bebauungsplan in Kraft: also nur Gewerbe, kein Wohnen. Eine Änderung des Flächennutzungsplanes wäre nicht nötig, nur eine Berichtigung. Das Nachtarbeitsverbot von 22 bis 6 Uhr bleibt überall bestehen.
Die Nachfrage von Adelheid Zimmermann (FDP), ob auf dem Grundstück – wie in einem Mischgebiet erlaubt – auch Einzelhandel, Beherbergung sowie Speise- und Schankwirtschaft möglich wären, verneinte Selmair. Dazu müsste man den Bebauungsplan erneut vorhabenbezogen ändern.
Der Stadtrat fasste bei zwei Gegenstimmen den Auslegungs- und Billigungsbeschluss zur (erstmaligen) Änderung des Bebauungsplans von Gewerbe- in Mischgebiet (nur für das betreffende Grundstück).
Nur noch nachhaltige und fair gehandelte Bälle
Einstimmig beschloss der Stadtrat, künftig nachhaltig produzierte und fair gehandelte Bälle für die städtischen Kindergärten und Schulen zu beschaffen. „Qualitativ hochwertige Sportbälle von namhaften Herstellern“ würden diese Kriterien erfüllen, hieß es in der Sitzungsvorlage. Ideengeber war Dirk Hönerlage.
Keine Einwände hatten die Stadträte gegen eine Agri-Photovoltaikanlage, die auf 1,76 Hektar westlich von Detter entstehen soll. Das Vorhaben sei vom Bad Brückenauer Stadtgebiet zu weit weg, hieß es.
Dieter Seban wies auf fünf Parkplätze am Aldi-Markt hin, deren Nutzer direkt auf die Kissinger Straße fahren könnten – was gefährlich sei. Das Landratsamt soll das prüfen, hieß es.
Florian Wildenauer (SPD) monierte den Zustand der Leimbach- und der Fuldaer Straße, insbesondere einen hervorstehenden Gullydeckel. Er bat, die Leimbachstraße in den Haushaltsberatungen zu priorisieren. Bei der Fuldaer Straße soll bei der zuständigen Behörde darauf hingewirkt werden, dass dort ausgebessert wird, bevor der Neubau der Römershager Talbrücke fertig ist.
Adelheid Zimmermann fragte nach einem Antrag zur Sanierung der Kirchtreppe an St. Bartholomäus. Marberg versprach, ihn in der nächsten Stadtratssitzung zu behandeln.















