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Energiewende
CSU-Chef Söder eröffnet Windpark Fuchsstadt
Mitarbeiter des Betreibers Qair, Ministerpräsident Markus Söder und Lokalpolitiker nehmen offiziell den Windpark Fuchsstadt in Betrieb.
Mitarbeiter des Betreibers Qair, Ministerpräsident Markus Söder und Lokalpolitiker nehmen offiziell den Windpark Fuchsstadt in Betrieb. // Ralf Ruppert
Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt.
Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt. // Ralf Ruppert
Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt.
Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt. // Ralf Ruppert
Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt.
Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt. // Ralf Ruppert
Fuchsstadt – Ministerpräsident Markus Söder kommt persönlich zur offiziellen Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt. Dass heuer erst fünf Windräder in ganz Bayern ans Netz gingen, relativiert er auf Nachfrage.

Viel Staub aufgewirbelt hat am Samstag der Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in Fuchsstadt: Zum einen zogen die Dienstwägen eine lange Staubwolke auf der frisch geschotterten Zufahrt zum Windpark hinter sich her, zum anderen kamen gut 300 Bürgerinnen und Bürger, um die offizielle Inbetriebnahme der drei Windräder südlich des Ortes mitzuerleben.

Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt.
Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt. // Ralf Ruppert

In der vergangenen Woche hatte Söder noch gegen den Ausstieg aus der Atomkraft gewettert, wie passt das mit dem Termin in Fuchsstadt zusammen? „Es geht um eine Verlängerung um zwei, drei Jahre. Wir brauchen die Atomkraft als Brücke zu den Erneuerbaren“, begründete Söder diesen Spagat auf Nachfrage.

Kritik am Atomkraft-Ausstieg

„Ich bin mir nicht sicher, ob alle Entscheidungen, die in den letzten Wochen getroffen wurden, sinnvoll sind“, deutete der Ministerpräsident in seiner Rede das Thema Atomkraft nur kurz an.

Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt.
Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt. // Ralf Ruppert

Die Bürgerinnen und Bürger hatte Söder wie immer schnell auf seiner Seite: „Bayern ist wunderschön, aber Franken ist halt was ganz besonderes“, sagte Söder, und: „Es muss nicht alles in München und Nürnberg stattfinden.“ Der ländliche Raum sei die „Seele Bayerns“.

Ministerpräsident Markus Söder dirigiert die Blaskapelle Fuchsstadt. Video: Ralf Ruppert

Ministerpräsident Markus Söder dirigiert die Blaskapelle Fuchsstadt. Video: Ralf Ruppert

Bei den erneuerbaren Energien verwies Söder auf den großen Zuwachs an Erzeugungsanlagen in Bayern sowie die Erfolge etwa bei Photovoltaik und Biomasse. „Bei Wind, das gebe ich zu, sind wir nicht ganz vorne.“

Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt.
Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt. // Ralf Ruppert

Das unterstreichen Zahlen der Bundesnetzagentur: Laut Marktstammdatenregister gingen in ganz Deutschland im Jahr 2022 insgesamt 592 Windanlagen an Land mit einer Gesamtleistung von 2.406,6 Megawatt in Betrieb. In Bayern waren es gerade einmal 20 Windräder mit zusammen 44,4 Megawatt, darunter die drei Anlagen im Windpark Sulzthal.

Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt.
Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt. // Ralf Ruppert

In diesem Jahr sind bislang überhaupt nur fünf Windräder in ganz Bayern ans Netz gegangen: Zwei in Hollstadt (Landkreis Rhön-Grabfeld) und die drei südlich von Fuchsstadt.

Kaum neue Windräder konkret in Planung

Kurzfristig wird sich das auch nicht ändern: Bei der Ausschreibung der Einspeisevergütungen lagen im gesamten vergangenen Jahr nur drei von 456 Windkraftprojekten in Bayern. In diesem Jahr gab es erst eine Ausschreibung. Ergebnis: Lediglich drei von 120 Windparks sind in Bayern geplant.

Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt.
Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt. // Ralf Ruppert

Die durchschnittliche Vergütung lag übrigens beim Windstrom bei rund 5,8 Cent pro Kilowattstunde.

Ministerpräsident Markus Söder bei der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt. Video: Ralf Ruppert

Ministerpräsident Markus Söder bei der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt. Video: Ralf Ruppert

Söder verwies auf Nachfrage darauf, dass die Staatsregierung die 10-H-Regel überarbeitet habe und mehr Windräder in Wäldern, auch im Staatsforst, zulasse.

Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt.
Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt. // Ralf Ruppert

Nach Angaben des Ministerpräsidenten habe das für große Nachfrage gesorgt: Rund 350 Windräder würden derzeit projektiert, unter anderem im bayerischen Chemiedreieck im Südosten. „Wir wollen bis Ende des Jahrzehnts mit die Nummer 1 bei der Windkraft sein“, lautet Söders Ziel. Dazu seien mindestens tausend neue Windräder notwendig.

Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt.
Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt. // Ralf Ruppert

Auch an der regionalen Verteilung will der CSU-Chef arbeiten: Aktuell laufen im Landkreis Bad Kissingen bereits 45 Windräder Im Landkreis stehen somit rund  3,7 Prozent aller bayerischen Windräder, obwohl er nur rund  1,6 Prozent der Fläche des Freistaates einnimmt. Unterfranken steuert aktuell  266 von 1140 bayerischen Windrädern bei. Unter anderem mit mehr Personal in den Behörden und mit der Überarbeitung der Regionalpläne will Söder für mehr Windräder gerade in Südbayern sorgen.

Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt.
Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt. // Ralf Ruppert

Auf Nachfrage kündigte der Ministerpräsident zudem an, dass er vermutlich bald wieder in den Landkreis kommt: Die Wahrscheinlichkeit, dass er den diesjährigen Kissinger Sommer besuche, stufte Markus Söder als „hoch“ ein.

Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt.
Eindrücke von der Inbetriebnahme des Windparks Fuchsstadt. // Ralf Ruppert

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