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Kuriose Wahl
Münzwurf entscheidet über neuen Feuerwehr-Kommandanten
Feuerwehr Froschgrund
Kopf oder Zahl? Die Wahl des neuen Kommandanten der Feuerwehr Froschgrund musste per Münzwurf entschieden werden. // Grafik: Franziska Schäfer
Rödental – Kopf oder Zahl? Die Entscheidung über den neuen Kommandanten der Feuerwehr Froschgrund musste auf eine sehr ungewöhnliche Weise herbeigeführt werden.

Die wichtigste Nachricht gleich vorneweg: Auch Philipp Schunke kann inzwischen darüber schmunzeln, was da neulich im Feuerwehrhaus in Mittelberg passiert ist. Denn bei der Wahl zum neuen Kommandanten der Feuerwehr Froschgrund hatte er das Nachsehen gegen Markus Bähring.

Münzwurf muss entscheiden

Der 33-jährige Schunke hat die Wahl aber nicht nur einfach verloren. Selbst die Bezeichnung „knapp verloren“ wäre wohl noch untertrieben. Philipp Schunke hat den Führungsposten bei der Feuerwehr lediglich aufgrund eines Münzwurfs verpasst.

Was war passiert? Zur Versammlung der Feuerwehr Froschgrund waren 33 wahlberechtigte Mitglieder im Rödentaler Stadtteil Mittelberg erschienen. Doch im ersten Wahlgang gab es noch keine Entscheidung. Auf Philipp Schunke entfielen ebenso 16 Stimmen wie auf Markus Bähring – eine Stimme war ungültig.

Ein Raunen ging durch den Saal

Im zweiten Wahlgang wiederholte sich dieses Szenario: Erneut gab es jeweils 16 Stimmen für beide Kandidaten, und es war auch erneut eine Stimme ungültig. Wie Markus Bähring erzählt, sei daraufhin ein Raunen durch den Saal gegangen. Denn nun sei klar gewesen, dass eine Regelung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes greift: Nach zwei Wahlgängen, die noch kein Ergebnis gebracht haben, muss das Los entscheiden.

Bürgermeister als  „Glücksfee“

Die Rolle der „Glücksfee“ übernahm der Rödentaler Bürgermeister Marco Steiner. Er griff aber nicht zum Los, sondern zu einer Zwei-Euro-Münze. Kopf oder Zahl?

Philipp Schunke erinnert sich: „Ich habe Markus die Auswahl überlassen, und er hat sich für ,Zahl' entschieden.“ Dann warf der Bürgermeister die Münze – und alle schauten ihr gebannt hinterher. „Gefühlt hat sie sich noch zehn Minuten lang gedreht, ehe sie auf dem Boden lag“, sagt Philipp Schunke. Und: Die Seite mit der Zahl lag nach oben, Markus Bähring hatte gewonnen.

„Wir wollen gut zusammenarbeiten“

„Das war schon ein komisches Gefühl“, gibt der 40-jährige Markus Bähring ganz offen zu. Doch noch vor dem allerersten Wahlgang habe er sich mit Philipp Schunke sowieso auf etwas verständigt: „Egal, wer gewinnt, wir wollen gut zusammenarbeiten.“

Ausbildung zum Zugführer

Philipp Schunke steht auch nach der so kurios herbeigeführten Entscheidung zu dieser Aussage. Denn für ihn steht fest: „Wir engagieren uns bei der Feuerwehr ja nicht, um uns zu profilieren, sondern um die Bevölkerung zu schützen.“ Deshalb werde er auch ohne Kommandantentitel weiter mitanpacken und „an einem Strang ziehen“. Weil Philipp Schunke im vergangenen Jahr die Ausbildung zum Zugführer erfolgreich abgeschlossen hat, wird er das bei der Feuerwehr Froschgrund sogar in sehr verantwortungsvoller Position tun können.

„Wir packen es gemeinsam an!“

Allen voran der neue Kommandant Markus Bähring freut sich natürlich über diese Ankündigung. „Wir sind eine Truppe, und wir packen es jetzt gemeinsam an!“

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