Philipp Steinberger, der CEO der Firma Wöhner in Rödental, hatte es bereits in einem Jahresbericht im Dezember 2023 angedeutet. Durch „nach wie vor sensible Lieferketten“ sowie ein vor allem in der zweiten Jahreshälfte „angespanntes Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie“ sei das Marktumfeld derzeit „schwierig“.
Kurzarbeit in „ausgewählten Bereichen“
Gut zwei Monate nach diesem „Update“, wie es Steinberger nannte, wird nun deutlich, wie „schwierig“ die Lage tatsächlich ist: Bei Wöhner musste Kurzarbeit angezeigt werden. Dies bestätigte jetzt eine Sprecherin des Unternehmens auf eine Anfrage des Coburger Tageblatts.
Wie viele Mitarbeitende genau von der Kurzarbeit betroffen sind, konnte die Sprecherin nicht sagen. Die Kurzarbeit werde in „ausgewählten Bereichen“ durchgeführt, und die Kurzarbeit werde auch „kontinuierlich hinterfragt“ und auf „ein notwendiges Minimum“ reduziert.
Trendumkehr Mitte 2024?
Als Gründe für diese Maßnahme nannte die Sprecherin einen „reduzierten Auftragseingang“. Aber: Für die Jahresmitte 2024 werde eine Trendumkehr erwartet.
Wöhner ist ein Spezialist im Bereich Energieverteilung, Steuerungstechnik und erneuerbare Energien. Am Stammsitz in Rödental hat die Firma derzeit knapp 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weltweit sind es rund 400.
Wöhner auf einer Stufe mit BASF, Kärcher und Schaeffler
Erst im Dezember 2023 war von verschiedenen Seiten erneut die Innovationskraft von Wöhner gewürdigt worden. Die ZEIT Verlagsgruppe, das Studio ZX und die „Deutsche Standards“ nahmen Wöhner gar in die Liste der „50 besten deutschen Industrieunternehmen“ auf – zusammen mit BASF, Kärcher oder auch Schaeffler. Konkret gelobt wurden dabei die Kreativität, die Innovationskraft sowie die Zukunftsfähigkeit der Produkte.
Innovative Produkte
Auf die innovativen Produkte war auch Philipp Steinberger in seinem besagten „Update“ im Dezember 2023 eingegangen.
So sprach er davon, dass 2023 zahlreiche Fortschritte erzielt werden konnten, dass „Projekte vorangetrieben“ und das Produktportfolio ausgebaut worden seien.
CEO kündigt „wegweisende Innovationen“ an
Auch für 2024 kündigte er „wegweisende Innovationen“ an – und zwar Innovationen, die letztlich das Gelingen der Energiewende ermöglichen sollen. Unter anderem sei geplant, erste Produkte für DC-Anwendungen zu präsentieren, um „neue Standards in der Gleichstromverteilung für erneuerbare Energien“ zu setzen.
Drittes Hochregallager
Ebenso werde sich im Jahr 2024 die Einbindung des dritten Hochregallagers in Rödental sowie der Einsatz neuer, autonomer Transportfahrzeuge im Fertigungsbetrieb „positiv“ auf die Produktions- und Lieferperformance bei Wöhner auswirken.
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