Stefanie Frieß, die in der Haba-Familygroup für den Geschäftsbereich Vertrieb und Marketing verantwortlich ist, zitierte bei der Pressekonferenz am Dienstag aus einer Umfrage. Demnach würde jede zweite Familie in Deutschland die Marke „Haba“ kennen und vor allem deren Qualitätsanspruch „lieben“.
„Riesen-Chance“ für Haba?
Stefanie Frieß wollte sich darauf aber gar nichts einbilden, sondern machte lieber den Umkehrschluss: 50 Prozent aller Familie in Deutschland könnten also mit „Haba“ noch nichts anfangen. Genau darin sehe sie eine „Riesen-Chance für zusätzliches Marktpotenzial“.
Haba investiert in Social Media
Die Marketing-Chefin möchte den Bekanntheitsgrad von „Haba“ steigern. Deshalb werde zum Beispiel in den Bereich Social Media investiert. Außerdem sei im Produktbereich von „Haba“ bereits ein „Innovationsteam“ gebildet worden. Dem würden unter anderem Kinderpsychologen angehören. Denn „Haba“ sei es wichtig, qualitativ hochwertige Spielsachen anbieten zu können: „Wir wollen mit unseren Produkten einen Beitrag leisten zur Entwicklung von Kindern.“
Ehrgeizig sind auch die Ziele für die Marke „Haba Pro“. Die Marktführerschaft bei Möbeln für Kinderbetreuungseinrichtungen soll verteidigt werden. Auch hierfür sieht Stefanie Frieß gute Chancen. „Bei der Einrichtung von Tagesstätten herrscht bundesweit großer Nachholbedarf. Diesen Raum füllen wir mit unseren Produkten bestens aus.“
Gespräche mit Kita-Personal
Um immer genau zu wissen, welchen Bedarf es gibt, wird es im April 2024 seit langem mal wieder Kindergartenfachtage geben. Bei diesen Fachtagen soll es einen Austausch mit dem Personal von Kindergärten und Kitas über die jeweiligen Bedürfnisse geben.
Was wird aus Krümel?
Schließlich sagte Stefanie Frieß auch noch etwas zur beliebten Babypuppe „Krümel“ von „Jako-o“. Die werde es auch weiterhin geben, allerdings unter dem Dach von „Haba“. Warum? „Weil es eines unserer Lieblingsprodukte und vielen Mitarbeitern ans Herz gewachsen ist.“ Außer „Krümel“ werden noch „eine Hand voll weitere Produkte“ von „Jako-o“ zu „Haba“ wechseln.
Dass dies die Attraktivität der Tochter „Jako-o“ schmälern könnte, für die ja noch ein Käufer gesucht wird, glaubt Stefanie Frieß nicht: „Jako-o hat noch genug zu bieten, was es als Marke für einen Investor interessant macht.“
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