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Traditionsfirma
W. Schillig: Insolvenzverfahren bis Mai 2024 abgeschlossen?
W. Schillig - Sanierungsprozess schreitet voran
W. Schillig - Sanierungsprozess schreitet voran // W. Schillig
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Frohnlach – Die traditionsreiche Polstermöbelfirma im Landkreis Coburg kämpft ums wirtschaftliche Überleben. Jetzt wurde ein Termin für die so wichtige Gläubigerversammlung anberaumt.

Wie geht's weiter mit der Firma W. Schillig ? Für die traditionsreiche Polstermöbelfirma aus Frohnlach (Gemeinde Ebersdorf bei Coburg, Landkreis Coburg)  war zum 1. August 2023 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet worden. Erklärtes Ziel dieses Verfahrens ist es, wie die Beteiligten beteuern, das Unternehmen zu retten.

Unternehmen soll gerettet werden

Eine erste Gläubigerversammlung, die im September beim Amtsgericht stattfand, verlief auch hoffnungsvoll, wie später berichtet wurde. So hätten die Gläubiger mit Zustimmung des Sachwalters und des Gläubigerausschusses die Fortführung des Unternehmens beschlossen und die Eigenverwaltung beauftragt, einen Insolvenzplan zur Beendigung des Insolvenzverfahrens vorzulegen. An diesem Donnerstag (7. Dezember 2023) wurde nun mitgeteilt, dass der Insolvenzplan inzwischen mit Zustimmung des Gläubigerausschusses und des Sachwalters eingereicht und genehmigt worden sei.

Gläubigerversammlung im Januar 2024

Vom Gericht wurde der 17. Januar 2024 als Termin festgelegt, an dem die Gläubigerversammlung über die Annahme des Insolvenzplans entscheiden soll. Weiter heißt es in einer Pressemitteilung von W. Schillig: „Der Plan sieht vor, dass Ende März 2024 eine garantierte Quote an die Gläubiger ausgezahlt wird und dass das Insolvenzverfahren bis Ende Mai 2024 aufgehoben wird."

Fahrplan für Sanierung

Als „ein wesentlicher Teil des Sanierungskonzeptes" werden die „Optimierung der bestehenden Prozesse" sowie eine „Reduzierung der Komplexität in der Produktion" genannt. In der Pressemitteilung wird dazu der Rechtsanwalt Ole Brauer zitiert, der als Sanierungsgeschäftsführer die Eigenverwaltung bei W. Schillig begleitet: „ Wir haben uns alle Bereiche des Unternehmens genau angesehen und analysiert. Darauf aufbauend haben wir einen Fahrplan zur Umsetzung der neuen Unternehmensstruktur entwickelt, der jetzt Schritt für Schritt abgearbeitet wird."

„Treue und Solidarität"

Erik Stammberger, CEO bei W. Schillig, erklärt dazu:  „Wir freuen uns sehr, dass unsere Geschäftspartner und Kunden uns in vielerlei Hinsicht unterstützen und ihre Treue und Solidarität zum Unternehmen zum Ausdruck bringen. Alle Weichen für eine erfolgreiche Fortführung sind gestellt, wir blicken zuversichtlich in die Zukunft!“

Stellenabbau geplant

Bereits im August 2023 waren Details des Sanierungskonzepts für W. Schillig bekanntgegeben worden. So soll zum Beispiel die Produktion in Frohnlach geschlossen werden. Damit verbunden wird auch ein Stellenabbau sein. Wie es auf Nachfrage des Coburger Tageblatts hieß, sind derzeit noch 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Stammsitz beschäftigt. Bis Ende des Jahres  würden es aber nur noch etwa 100 sein.

Headquarter bleibt in Frohnlach

Das „Headquarter“ von W. Schillig inklusive Verwaltung, Entwicklung und Vertrieb soll sich aber auch weiterhin am Stammsitz befinden. Erik Stammberger, CEO von Willi Schillig, hatte im August 2023 erklärt: „Diese einschneidenden Maßnahmen sind für die Fortführung des Unternehmens leider unumgänglich.“

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