Helmut Kurth sieht dringenden Handlungsbedarf. Für den Ködnitzer Bürger und promovierten Bauingenieur, der sich beruflich wie privat auch mit Umweltschutzmaßnahmen befasst, sind die Zeichen des Klimawandels unübersehbar. "Er hinterlässt auch in Bayern seine dramatischen Spuren, besonders in Oberfranken."
Übermäßige Hitze und lange Dürreperioden haben aus seiner Sicht nicht zuletzt den Bäumen am Naherholungszentrum Badesee in Trebgast kräftig zugesetzt und teilweise absterben lassen. "Ein Übriges haben zwei heftige Stürme bewirkt, die rund 40 alte Bäume einfach umgelegt haben."
Die Folge für Helmut Kurth: Es fehlen in zunehmender Tendenz dringend schattenspendende und kühlende Bäume. "Das beklagen besonders Kinder und ältere Menschen. Sie und Kranke leiden in besonderer Weise unter den extremen Hitzeperioden, bis hin zu einer steigenden Zahl von Hitzetoten."
Doch wie soll dem Abhilfe geschaffen werden? Der Ködnitzer hat eine Idee: "In einer freiwilligen Aktion soll im Einvernehmen mit der Gemeinde Trebgast der Bereich um den Badesee mehr Grün bekommen, ebenso die angegliederten Parkplätze sowie der Fußweg vom Badesee zum Bahnhof Trebgast."
Die von ihm ins Leben gerufene Interessengemeinschaft "Mehr Schatten für unseren Badesee" sieht vor, rund 220 standortgerechte Bäume (mit einer Wuchshöhe von jeweils rund eineinhalb Metern) neu zu pflanzen – für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, aber auch zur Förderung der Biodiversität und Verbesserung des Mikroklimas.
"Uns ist es wichtig, damit den natürlichen Liebreiz unseres Sees und dessen Umfeld wiederherzustellen und Badegästen, Fußgängern, älteren Mitbürgern, Kleinkindern im Spielplatzbereich sowie Fahrradfahrern langfristig genügend Schatten und an heißen Tagen etwas Abkühlung zu bieten." Kurth sehe das als "kleinen individuellen Beitrag", die Folgen des Klimawandels vor Ort wenigstens etwas zu mildern - auch wenn es einige Jahrzehnte dauern wird, bis die Neupflanzungen groß geworden sind. "Die nach uns Kommenden werden für diese rechtzeitige Vorsorge dankbar sein."
Doch ein solches Vorhaben kostet. Allein für den Erwerb der Setzlinge schätzt der Initiator den Preis auf etwa 5000 Euro. „Nach Einschätzung der Gemeinde wird das Gesamtprojekt einen Kostenaufwand von rund 15.000 Euro auslösen. Die Kommune aber ist nicht in der Lage, die Kosten für diese Pflanzaktion aus eigener Kraft zu stemmen. Daher sind wir jetzt alle als Gemeinschaft gefordert.“
Und so ruft Helmut Kurth zusammen mit Markus Schuberth dazu auf, für die geplante Aktion zu spenden. Einige Gönner, darunter die Sparkasse Kulmbach, haben bereits ihrerseits Beträge überwiesen. "Freiwillige Helfer zur Unterstützung der Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs bei den Pflanzarbeiten sind auch schon gefunden."
Wer das Vorhaben unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto einzahlen:
Kontoinhaber: Gemeinde Trebgast
IBAN: DE20 7715 0000 0000 2034 63
Verwendungszweck: "Spende für mehr Bäume am Badesee"
Auch Online-Spenden sind möglich, und zwar über folgenden Link:
https://Kurzlinks.de/63rc
Helmut Kurth bittet, den Namen und die Anschrift des Spenders in der Überweisung zu vermerken, damit die Gemeinde auf Wunsch eine Spendenbescheinigung ausstellen kann. "Bei Beträgen bis 100 Euro genügt den Finanzämtern allerdings als Nachweis in der Regel bereits eine Kopie des Kontoauszugs."












