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Neues Heizhaus entsteht
Wärmeversorgung Neuenmarkt ist in der Erfolgsspur
Von dem neuen Heizhaus wird künftig auch die neue Werkstatt der Diakoneo für behinderte Menschen  mit Wärme versorgt.
Von dem neuen Heizhaus wird künftig auch die neue Werkstatt der Diakoneo für behinderte Menschen mit Wärme versorgt. // Werner Reißaus
Signet des Fränkischen Tags von Werner Reißaus
Neuenmarkt – Dank eines neuen Großkunden ist das Unternehmen auf Wachstumskurs. Jetzt werden am Standort in Neuenmarkt rund 1,4 Millionen Euro investiert.

Der Auslöser dafür ist, dass mit Diakoneo durch den Neubau der Werkstätte für behinderte Menschen ein neuer Abnehmer hinzukommt, dessen Wärmebedarf mit 945 Megawattstunden pro Jahr nicht mehr über die bisherige Heizanlage gedeckt werden kann.

Geschäftsführer Klaus Zahner erinnert sich an die Anfänge

Die Wärmeversorgung Neuenmarkt wurde am 28. Juli 2009 per Gesellschaftsvertrag und am 12. August 2009 durch Handelsregistereintrag gegründet. Ihre Gesellschafter waren damals Karl Pöhlmann (heute ist Inge Pöhlmann Gesellschafterin), Roland Fischer, Jörg Fischer, Alfred Faßold, Otfried Reißaus, Klaus Zahner und die NM Bioenergie.

Die Bodenplatte für das neue Heizhaus wurde noch vor Weihnachten durch die Bauunternehmung Herrmann aus Mainleus hergestellt, so dass das Haus in den nächsten Wochen in Holzständerbauweise durch die Zimmerei Röder errichtet werden kann. Geschäftsf...
Die Bodenplatte für das neue Heizhaus wurde noch vor Weihnachten durch die Bauunternehmung Herrmann aus Mainleus hergestellt, so dass das Haus in den nächsten Wochen in Holzständerbauweise durch die Zimmerei Röder errichtet werden kann. Geschäftsführer Klaus Zahner zeigt die Grundrisse der Planung. // Werner Reißaus

Geschäftsführer Klaus Zahner erinnert sich gut daran, dass die Wärmeversorgung Neuenmarkt GmbH im Gründungsjahr auf erhebliche Widerstände stieß. Es kam sogar zu einem Bürgerentscheid mit dem Titel „Wärmeleitung Flop“.

Wärmeversorgung Neuenmarkt hat 21 Kunden

„Trotz aller Unkenrufe hat sich die Wärmeversorgung Neuenmarkt gut entwickelt, sie ist ein Erfolgsmodell, macht Gewinne und zahlt auch Gewerbesteuer an unsere Gemeinde.“ Heute werden mit der Fernwärme 21 Kunden versorgt, davon mit dem Deutschen Dampflokomotiven-Museum und der Awo-Seniorenanlage „Rosengarten“ auch zwei Großabnehmer.

Blick zur Kulmbacher Plassenburg

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Und die Diakoneo, deren Werkstätte in diesem Jahr noch den Betrieb aufnehmen wird, dessen jährlicher Wärmebedarf auf knapp 1000 Megawattstunden geschätzt wird. Geschäftsführer Klaus Zahner: „Mit den vorhandenen Anlagen kann diese Wärmebedarf nicht mehr gedeckt werden – und die Folge ist der Neubau einer weiteren Heizung mit zwei Kesseln von jeweils 1000 und 500 Kw.

Hochmoderne Anlage der Firma Nolting

Es ist eine hochmoderne Anlage der Firma Nolting, ausgerüstet mit Keramikfiltern, so dass kein Stäubchen mehr in die Umwelt gelangt. Diese Anlage ist das Nonplusultra, und auch zwei Pufferspeicher mit zweimal 25.000 Litern sowie einer Kaminanlage in einer Höhe von 15 Meter gehören dazu.“

Der bisherige Hackschnitzelverbrauch in den Jahren 2009 bis Dezember 2023 belief sich auf rund 34.500 Schüttraummeter, und die Lieferung der Hackschnitzel erfolgte durch Helmut Hildner aus dem Stadtsteinacher Ortsteil Bergleshof. Damit war eine Wärmelieferung von rund 24.000 Megawattstunden möglich, das entspricht rund 2,4 Millionen Liter Heizöl bei einer C02-Einsparungvon 7,4 Millionen Kilogramm.

Gärtnerei Degen in Neuenmarkt wäre ein möglicher Nutzer

Nachdem die Biogasanlage ihren Betrieb eingestellt hat, bietet sich eine mögliche Nutzung für die Gärtnerei Degen in der Wärmeversorgung an, aber auch für das Gebiet Jahnstraße und Austraße. Klaus Zahner: „Neuenmarkt hat großartige Möglichkeiten, nicht nur in der Wärmeversorgung, sondern auch in der Stromversorgung. Was hindert die Gemeindewerke daran, eigene Windräder zu bauen, denn gute topografische Verhältnisse sind vorhanden. Die Gesellschafter der Wärmeversorgung Neuenmarkt GmbH können aber nicht mehr der Motor dafür sein.“

Der Neubau des Heizhauses erfolgt in Holzbauweise. Die beteiligten Firmen sind das Bauunternehmen Hermann (Mainleus), die Zimmerei Röder (Neuenmarkt) und die Firma Fischer, Bad und Heizung (Neuenmarkt), die für die Installation und Elektrik zuständig ist. Mit der Planung war Doris Faul vom Ingenieur-Büro KSR aus Rödental beauftragt, und die Heiztechnik kommt von der Firma Nolting aus Detmold.

Gefördert wurde die neue Heizanlage über das Technologie- und Förderzentrum aus Straubing mit Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Die Finanzierung erfolgt durch die Sparkasse Kulmbach-Kronach.

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