0
Vermögenssicherheit
Was Sparkassenkunden über Bankschließfächer wissen müssen
Ein Blick auf die Bankschließfächer der Sparkasse Bad Kissingen. // Frank Lohmüller
Bad Kissingen – Nach dem Millionen-Raub in Gelsenkirchen fragen sich auch Kunden in Bad Kissingen: Wie sicher ist mein Schließfach? Von Versicherung bis Kosten – das müssen Sie zur Miete bei der Sparkasse wissen.

Das Interesse an der Sicherheit von Bankschließfächern ist spätestens seit dem Einbruch in eine Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen gestiegen. Dort brachen unbekannte Täter über 3000 Schließfächer auf – der geschätzte Schaden: im dreistelligen Millionenbereich. Ende Januar dann der nächste Einbruch in eine Sparkassenfiliale in Wilhelmshaven.

Das sollten Kunden und Interessenten der Sparkasse Bad Kissingen wissen.

  1. Sicherheitskonzept
  2. Versicherung der Schließfächer 
  3. Wertnachweis und Dokumentation
  4. Hinweise zu Nutzung und Inhalt
  5. Zugriff im Todesfall
  6. Vertragskosten und Mietdauer

Sicherheitskonzept

„Die Sparkasse Bad Kissingen investiert kontinuierlich, überprüft ihre Konzepte regelmäßig und passt sie an neue kriminaltechnische Erkenntnisse an“, sagt Frank Lohmüller, stellvertretendes Vorstandsmitglied und Bereichsleiter Unternehmenssteuerung der Stadtsparkasse. 

Aus Sicherheitsgründen kann die Bank keine Details zur Sicherung der Bankschließfächer herausgeben. Potenzielle Täter könnten diese Informationen nutzen, um das Sicherungskonzept auszuhebeln.

Zurück zur Übersicht

Versicherung der Schließfächer 

Infolge des Einbruchs in Gelsenkirchen stieg die Nachfrage nach Versicherungsschutz bei vielen Banken an. „Der Versicherungsschutz des Schließfachs richtet sich nach dem jeweiligen Vertrag und umfasst oft eine Grundabsicherung bis zu einer festen Summe. Das sind in unserem Haus 11.000 Euro“, sagt Frank Lohmüller.

Wer einen höheren Wert einlagert, sollte einen höheren Versicherungsschutz wählen. Hier ist eine Zusatzversicherung mit einer höheren Deckung möglich, sagt er. 

Der Umfang des Schutzes hängt von den Bedingungen der jeweiligen Versicherung ab. 

Zurück zur Übersicht

Ein Blick auf die Bankschließfächer der Sparkasse Bad Kissingen. // Frank Lohmüller

Wertnachweis und Dokumentation

Die Sparkasse empfiehlt jedem Schließfachbesitzer, seine eingelagerten Wertgegenstände zu dokumentieren. So kann die Kundschaft ihre Ansprüche bei einem Diebstahl besser belegen. Die Dokumentation kann durch Fotos, Gutachten, Belege und Inventarlisten erfolgen.

Frank Lohmüller merkt allerdings an: „Eine Liste oder ein Foto sind jeweils nur ein Baustein in der Nachweisführung und allein in der Regel nicht ausreichend. Es führt damit nicht automatisch zu einer Erstattung, da sie nicht eindeutig beweisen, dass die Gegenstände auch tatsächlich im Schließfach verwahrt wurden.“ 

Versicherungen überprüfen zudem Vertragsbedingungen, Plausibilität und weitere Unterlagen – beispielsweise Kaufbelege, Bewertungen und Seriennummern.

Zurück zur Übersicht

Hinweise zu Nutzung und Inhalt

„Schließfächer sind in erster Linie dafür gedacht, wichtige Dokumente, Schmuck oder andere Wertgegenstände sicher aufzubewahren. Für sehr große Geldbeträge sind Konten die sicherste Wahl“, sagt der Bereichsleiter der Unternehmenssteuerung.

Für die Einlagerung von Gegenständen gibt es Beschränkungen, über die Kunden bei Vertragsabschluss informiert werden. Im Vorfeld ausgeschlossen ist die Aufbewahrung von gefährlichen Gegenständen, wie Waffen.

Zurück zur Übersicht

Die Zentrale der Sparkasse Bad Kissingen
Die Zentrale der Sparkasse Bad Kissingen // Benedikt Borst

Zugriff im Todesfall

Im Fall, dass der Kunde stirbt, wird das Schließfach gesperrt. Schließfachbesitzer können allerdings bereits zu Lebzeiten eine Schrankvollmacht erteilen, die über den Tod hinaus gilt. Für Erben wichtig: Der Zugriff wird gewährt, sobald ein entsprechender Erbnachweis erbracht ist. 

Zurück zur Übersicht

Vertragskosten und Mietdauer

„Der Mietpreis für die Schließfächer ergibt sich in Abhängigkeit von der Größe des gemieteten Schließfachs. Er beginnt bei einem Jahrespreis in Höhe von 30 Euro, zuzüglich Mehrwertsteuer“, teilt Frank Lohmüller mit. Der Mietvertrag läuft auf unbestimmte Zeit – kann allerdings jederzeit vom Mieter oder der Sparkasse gekündigt werden. Die Kündigungsfrist beläuft sich auf einen Monat. 

Zurück zur Übersicht

Weitere Informationen zu den Schließfächern der Sparkasse Bad Kissingen gibt es auf spk-kg.de/schliessfach.

Inhalt teilen
  • kopiert!