Ein Samba-Festival im Nebel hat es auch noch nicht gegeben. Okay, es war natürlich Wassernebel, der da am Samstag auf dem Schlossplatz niederging. Vor allem aber war es: eine echte Wohltat!
Angesichts von Temperaturen um die 35 Grad und einer fürchterlich drückenden Schwülen waren die Festivalveranstalter in Sorge um die Gesundheit der vielen Besucher. Vor allem auf dem Schlossplatz, der so gut wie keinen Schatten bietet, war die Lage prekär. Doch die alarmierte Coburger Feuerwehr konnte helfen.
2000 Liter Wasser dabei
Mit vier Mann rückte die Coburger Feuerwehr aus. Mit dabei hatten sie 2000 Liter frisches Wasser und einen großen Lüfter. Solche Lüfter kommen normalerweise zum Beispiel dann zum Einsatz, wenn – bei und nach einem Brand – gegen Rauch angekämpft werden muss. In Kombination mit Wasser kann dieser Lüfter aber auch Wassernebel produzieren. „Mit diesem Wassernebel können wir zum Beispiel giftige Dämpfe niederschlagen“, erklärte Ingolf Stökl dem Coburger Tageblatt.
Beim Samba-Festival kam jetzt freilich eine völlig andere Funktion hinzu: Menschen abkühlen.
In der Vergangenheit kam dieser Wassernebel jeweils beim Samba-Umzug am Sonntag zum Einsatz. Allerdings wurden damit ausschließlich die Teilnehmer des Umzugs abgekühlt, die oft bei Hitze mehrere Stunden lang eine weite Strecke quer durch die Innenstadt zurücklegen mussten. Dass jetzt auch Besucherinnen und Besucher in den Genuss des Wassernebels kamen, war somit eine echte Premiere. Und: Dieses Angebot wurde dankend angenommen.
Phasenweise bildeten sich vor und in dem Wassernebel ganze Menschentrauben. Leute tanzten im Wassernebel, Leute rissen glücklich ihre Arme in die Höhe.
Sehen Sie hier ein Video von der Abkühlung:
Kurioser Feuerwehreinsatz beim Samba-Festival in Coburg
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