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Es geht ums Geld
Coburger Schlossplatzfest: Sorgen bei den Veranstaltern
Das Schlossplatzfest zählt zu den Höhepunkten im Coburger Veranstaltungskalender.
Das Schlossplatzfest zählt zu den Höhepunkten im Coburger Veranstaltungskalender. // Val Thoermer
Coburg – Der Eintrittspreis für „Nordbayerns größte Party“ kann in diesem Jahr weitestgehend stabil gehalten werden. Doch bereits 2025 könnten neue Herausforderungen auf die Veranstalter zukommen. Erfreut ist man, dass die Gastronomen heuer ausschließlich aus der Stadt und dem Landkreis Coburg kommen.

Zunächst die gute Nachricht: Der Coburger Gastronomie scheint es wieder besser zu gehen. Denn als sich Nima Khorsandi und Enrico Pizzato auf die Suche gemacht haben nach Partnern fürs diesjährige Schlossplatzfest (Donnerstag, 18. Juli, bis Montag, 22. Juli), wurden sie sehr viel schneller fündig als in den vergangenen zwei Jahren. „Unmittelbar nach der Corona-Pandemie war es sehr schwierig, Gastronomen zu finden, die neben ihrem laufenden Betrieb auch noch beim Schlossplatzfest mitmachen wollten und konnten“, erklären die beiden Männer, die seit 2022 für „Nordbayerns größte Party“ verantwortlich zeichnen. 

Doch diesmal stehen bereits knapp vier Monate vorher alle Gastronomen fest. Die sechs großen Gastro-Zelte werden bewirtet von: Food Bar, Schubart, Ani, Ban Thai (alle Coburg), Spatzl & Spezl (Rödental) und Klößerei Lindenhof (Neustadt bei Coburg).

Viele Infos zu den Gastronomen und ihren Speisen beim Schlossplatzfest 2024 lesen Sie hier:

Was sofort auffällt: Alle diese sechs Gastronomen kommen aus der Stadt und dem Landkreis Coburg. In den vergangenen zwei Jahren hatten Nima Khorsandi und Enrico Pizzato hingegen auch auf Restaurants aus Würzburg oder Nürnberg zurückgreifen müssen.

Weitere Stände wird es geben von der Barcelona, von der Wohnzimmer Bar und vom Eissalon „San Geladona“ – alle drei kommen ebenfalls aus Coburg. Erstmals dabei ist ein Gin-Stand, und zwar von Pinus VII aus Rödental.

Abgerundet wird das Angebot durch Bierstände (Kulmbacher) und Weinstände (Goger; Sand am Main).

Sorgen beim Veranstalter

Doch so erfreulich die gastronomische Situation ist: Nima Khorsandi und Enrico Pizzato haben auch ein paar Sorgen. Das wiederum hat vor allem mit dem lieben Geld zu tun.

Enrico Pizzato (links) und Nima Khorsandi sind seit 2022 die Veranstalter des Coburger Schlossplatzfests. Hier ein Archivfoto.
Enrico Pizzato (links) und Nima Khorsandi sind seit 2022 die Veranstalter des Coburger Schlossplatzfests. Hier ein Archivfoto. // Oliver Schmidt

Das Coburger Schlossplatzfest wird seit jeher von vielen heimischen Firmen unterstützt. Doch wie großzügig können diese Firmen noch als Sponsoren auftreten, wenn die allgemeine Wirtschaftslage immer angespannter wird?

Nima Khorsandi und Enrico Pizzato nennen keine Namen. Doch allgemein bekannt ist, dass Wöhner (Rödental) und Schumacher Packaging (Ebersdorf bei Coburg) zu den besonders treuen Sponsoren des Schlossplatzfests gehören. Und beide Firmen mussten jüngst Kurzarbeit anzeigen.

Auch seitens der Stadt Coburg wird das Schlossplatzfest finanziell unterstützt. Bei einem Großteil handelt es sich zwar um Verrechnungen, allen voran geht es da um Reinigungskosten. Doch es steht zu befürchten, dass die Stadt Coburg bereits ab 2025 ihre Unterstützung einstellt.

Coburger Schlossplatzfest: Was kostet der Eintritt?

Was dies für den Eintrittspreis bedeuten könnte, wollen sich Nima Khorsandi und Enrico Pizzato noch gar nicht ausmalen. Aktuell gilt ihr Blick ohnehin erst einmal auf das 2024er Schlossplatzfest – und da konnten die Eintrittspreise weitestgehend stabil gehalten werden.

Noch bis diesen Sonntag (31. März) läuft ein „Early Bird“-Verkauf. Das Ticket, das an allen fünf Fest-Tagen zum Einlass berechtigt, kostet 12 Euro – das war auch im vergangenen Jahr der Preis im regulären Vorverkauf.

Die Showbühne mit Auftritten auch heimischer Tanzgruppen bleibt fester Bestandteil des Schlossplatzfests.
Die Showbühne mit Auftritten auch heimischer Tanzgruppen bleibt fester Bestandteil des Schlossplatzfests. // CT-Archiv

Der reguläre Vorverkauf startet in diesem Jahr ab dem 1. April und läuft bis kurz vor Beginn des Schlossplatzfests. Das 5-Tage-Ticket kostet in dieser Vorverkaufsphase 15 Euro.

Vorverkaufsstellen sind die Coburger Tourist-Info (Herrngasse), die Wohnzimmer Bar von Nima Khorsandi im Steinweg sowie die Eisdiele „San Geladona“ von Enrico Pizzato am Albertsplatz.

An der Abendkasse des Schlossplatzfests wird das 5-Tage-Ticket 18 Euro kosten – im vergangenen Jahr waren es noch 15 Euro. Gleich geblieben ist allerdings der Eintritt von 7 Euro für einen einzelnen Tag.

Kostenloser Eintritt am Sonntag

Eine preisliche Besonderheit gibt es am Sonntag des Schlossplatzfests. Weil es da wieder einen „Familientag“ gibt, ist der Eintritt komplett frei. Im vergangenen Jahr galt diese Regelung lediglich bis 17 Uhr.

Zum Programm des Schlossplatzfests wollen Nima Khorsandi und Enrico Pizzato noch nicht so viel verraten. Es wird aber wie immer eine Musik- und eine Showbühne geben. Marcus Geuss fungiert wieder als künstlerischer Leiter. Erste Schätzungen gehen von über 800 Mitwirkenden sowie über 100 Show-Acts aus.

Feuerwerk am Samstag

Am späten Samstagabend wird es wieder ein großes Feuerwerk geben – mit Musik und Lasershow noch dazu. 

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wird es auch diesmal wieder eine „Flaniermeile“ geben.  In kleineren Zelten, die auf der Schlossplatz-Seite in Richtung Grafengasse stehen, sollen dann weitere Aktionen stattfinden. Im Vergleich zum Vorjahr wird die Flaniermeile mit gut 25 Metern aber deutlich länger sein, wie Nima Khorsandi und Enrico Pizzato ankündigen.

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